270426
Gestern abend war grossartig! Ich hatte den Hinweis auf Caroline Emckes Lesung? Gespräch? In meinem Instafeed gesehen (auf Insta habe ich eine vergleichsweise grosse lokale Bubble) und direkt aus dem isländischen Norden Tickets gebucht: War eine gute Entscheidung, war nämlich ausverkauft.
Ich wusste nicht genau, was erwarten, aber dass ich es gut finden würde und dass es gut sein könnte, dass der Mann und Q. das auch gut fänden.
War dann noch alles etwas spannender als nötig, weil im Lily’s, wo wir in Fussreichweite zur Kaserne vorher “noch schnell” essen wollten allein das “oh hier sind Kunden” 10 Minuten dauerte und dann, ich hatte die Jungs schon angehalten “nix mit Uhr” zu bestellen, weil das als “dauert 10-15min” angegeben war, aber vllt wäre das die schnellere Wahl gewesen, ohne Uhr dauerte nämlich 35 min, bis es was zu essen gab. Wäre mir normalerweise fast egal, aber nicht, wenn ich insg 45min zum Essen eingeplant habe und dann halt nur noch 3 zum Essen übrigbleiben. War aber super, kann man nix sagen, Organisation ist halt nicht ihres. (ich hätte ja tatsächlich zB gern eine Flasche der Haus-Chilisosse gelkauft, aber naja, nicht, wenn ich zum Essen und Zahlen nur 3min habe.)
Anyway.
![]() |
| Getränke haben zum Tisch gepasst. |
Das Gesrpäch und die vorgelesenen Kolumnen waren natürlich keine leichte Kost, es geht natürlich um die grossen Themen und die sind nun mal, wie sie sind. Es ist aber einen uneingeschränkte Freude, jemanden so klar und präszise formulieren zu hören wie Caroline Emcke (ich wäre ja durchaus dafür, die Schloss Bellevue-Idee nicht direkt abzuwiegeln), so klare Werte so deutlich und einfach auszudrücken. Soannend war eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung zu meiner über den Fokus der Berichterstattung nach dem 7. Oktober. Ich nehme an, meiner war mehr von Social Media geprägt als von “richtigem Journalismus”, wobei ich auch da das Gefühl habe, dass die Mehrheit der Aufmerksamkeit auf dem (individuellen) Elend in Gaza liegt als auf Israel. Aber, das ist das wichtige, das ich mitgenommen habe: die “toten Winkel der Empathie” gibt es in beide Richtungen und darf es eben gar nicht geben. (und das hat nichts mit “es braucht immer zwei” zu tun.)
Ich hätte noch deutlich länger zuhören können und werde das auch, ich brauche eh neues Hörbuchmaterial, da kommt mir das gerade recht.
Der Hübsche und Q. fanden es, wie erwartet und erhofft, auch sehr bereichernd, ich fand insbesondere die Bemerkung des Hübschen, dass er sich gern mal wieder ausserhalb einer, sind wir ehrlich, Bubble aus alten weissen Männern aufgehalten hat und da sehr daheim fühlt, super. Ein Anstoss für mehr Auge auf das Kasernenprogramm? Next level “Feministischer Salon”?



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen