Freitag, Mai 22, 2015

Sturmfrei

Morgen fahren bei uns beide Kinder für drei Tage ins Pfingstlager der Pfadfinder. Das stellt mich natürlich vor ungeahnte Herausforderungen: erstens natürlich: Zwei Rucksäcke nach Packlisten packen, so, dass die Kinder auch alles finden könnten, weil wer muss für drei Tage schon Unterwäsche wechseln?, zweitens der bei mir zwar nicht übermässig ausgeprägte Gluckeninstinkt, weil: 12 km mit dem Fahrrad zu einem Lagerplatz im Wald und drei Nächte weg mit Abenteuer und ohne vertraute Erwachsene.... das stelle ich mir für Little L. schon sportlich vor. Er aber nicht und so bin ich auch ganz cool. Also: ich versuche es.
Drittens, und damit habe ich gar nicht gerechnet, bedeutet "Kinder weg" ja auch Erwachsenenprogramm für drei Tage. Und damit es noch ein bisschen komplizierter wird, habe ich anscheinenend meienr Schwester und ihrem Freund versprochen, sie Pfingstsonntag zum Flughafen zu fahren und so kriegen wir morgen schon Erwachsenenbesuch. So kann ich gar nicht das erledigen, was ich mir auf meiner "Eigentlich werde ich ja voll chillen und ausruhen, aber was mache ich dann die restlichen zweieinhalb Tage?"-Liste so unverbindlich schon mal notiert habe, wie Fenster im ganzen Haus putzen, vielleicht das ganze Haus neu streichen, die Gartenmöbel ölen und alle Bücher in den Regalen mal nach Farbe oder Grösse oder Autor oder überhaupt irgendwie ausser "historisch gewachsen" sortieren. Ich stehe also vor der Herausforderung ein Unterhaltungsprogramm für vier Erwachsene, die keine Kinder dabei haben, zu organisieren und es natürlich ausnutzen sollten, dass sie ohne Kinder mal irgendwohin können.
Für Kino ist das Wetter morgen vermutlich zu schön, also werden wir zum Fünfschilling gehen, da wollten wir schon lang mal wieder hin und für alle Fälle hats einen grossen Kinderspielplatz, falls wir uns mal ein bisschen unnütz vorkommen.

Donnerstag, Mai 21, 2015

Bildungsreise

Constanze mozart, geb. weber, ihr cousin carl maria von weber, das klarinettensolo im "freischütz", interpretationen von "der hölle rache", annette von droste hülshoff, keltische sprachwissenschaft, hügelgräber, schengen-abkommen, rüstungskonzerne im wandel der zeit, ein lied, mit yessen text sich nahezu alle wissenschaftlichen experimente, businessprozesse und deviation reports erschöagen lassen ("the scientist" von coldplay): sag einer, man würde auf offsiteworkshops nur lecker essen und es sich gutgehen lassen.
Obiges war nur eine kurzzusammenfassung unserer learnings während der fahrt. Die chemikerbarbie aus der kinderspielkiste im speisesaal ist da noch gar nicht eingerechnet.

Mittwoch, Mai 20, 2015

Offsite

Nach einer meiner Meinung nach ausreichenden selbst durchgeführten Studie hat sich herausgestellt, dass "der Weg über den Feldberg" in 0% der Fälle der kürzere, bessere, schnellere oder in sonst irgendeiner Weise überlegene Weg irgendwohin ist. Ich wage zu behaupten, nicht mal auf den Feldberg selber.

Ausserdem wage ich zu bezweifeln, dass ein Sundowner als solcher gilt, wenn es in Strömen regnet und der Teambuilding-Effekt von 2h auf einem Segelboot in eben jenem strömenden Regen bei 7°C auch stark überschätzt wird. Aber: das ist nich tmein Entscheid und so ist das dann halt jetzt.

Dienstag, Mai 19, 2015

Hmm

Heute erst koffer gepackt für workshop,
Cookies gebacken für abends,
Im kindergarten affenkostüm genäht und nähmaschine betriebsbereit gemacht,
gearbeitet, dabei unglaublich inspirierende diskussionen mit den tollen frauen in meinem lean-in-circle geführt,
eingekauft,
vertrag für neuen job bekommen,
Abschiedsgrillparty in der waldhütte vorbereitet,
viel gegessen, getrunken, gelacht, mit ungeeigneter fahrradbeleuchtu g durch den stockfinsteren wald heim gefahren,
beim lesen der abschiedskarte auf einmal realisiert, dass der neue job nicht nur einen neuanfang bedeutet, sondern auch einen abschied von grossartigen leuten, mit denen ich aber morgen ja erst mal auf dem workshop auf dem bodensee segeln werde. Bei regen und so. Verbindet ja auch 😊

Montag, Mai 18, 2015

Innere Unruhe

Eigentlich war mein Plan für unsere Miniferien ja, Pause zu machen und nix zu tun und halt so ein bisschen Admin-Kram zu erledigen.
Dann aber war Mittwoch nachmittag rum, Donnerstag auch und wir hatten schon total frei gehabt und nix getan und allen Adminkram erledigt, und dann sprach der Hübsche die folgenschweren Worte: „Wir könnten doch zum Ikea gehen“.
Ich meine: es ist ja bekannt, dass an einem total verregneten Brückentag der Ikea ein Hort der Ruhe und Kontemplation ist, wo man mit einem ungefähren Plan („Die Kinder sollten mehr Platz zum Zeug aufräumen im Kinderzimmer haben“) gut aufgehoben ist.
Ich habe also erstmal total rational und besonnen reagiert („Spinnst Du? Da kriegen wir doch nie einen Parkplatz!“), dann ist mir aber eingefallen, dass ich für unser Abschiedgrillfest eh noch grosse Teelichter incl. Gläser brauchte und überhaupt auch so eine Nagellackaufhängleiste wie alle im Internet haben wollte und schon war der Plan gefasst.
Ich betonte dem Hübschen gegenüber auf der Fahrt immer wieder „Schau, schau, ich bin total entspannt! Schau, ich stell mich brav in den Stau, ich bin total entspannt und hab noch kein einziges Mal gesagt, ich hätte es doch gleich gesagt und was für eine Kackidee!“ und erst nach 10 Minuten Parkhauskreiseln wechselten wir den Platz, also: er kreiselte weiter und ich schnappte die Kinder und die Einkaufsliste und ging schon mal vor.
Erstaunlicherweise waren wir dann trotz vieler Leute und beiden Kindern dabei recht schnell fertig und erfolgreich wieder auf dem Heimweg und verbrachten den Nachmittag dann damit, die Regale anzubringen (der Hübsche), Malm zusammenzuschrauben (und mir nur einmal, dafür aber volle Möhre auf den Finger zu hauen, ich) und Lego-Figuren zu sortieren (die Kinder. Teilweise).
Am nächsten Tag wurden dann noch meine Ribba-Leisten im Bad angebracht und jetzt sieht das alles wieder toll aus. Und ab Sonntag nachmittag habe ich dann ein bisschen gechillt ;-)



(Und weil das Nagellackbild auf Instagram schon soviel Reaktion ausgelöst hat, obwohl man da nur einen Teil meiner Lacke sieht: ja. Ich habe ein paar Nagellacke. (ich habe nachgezählt: 57 Farblacke). Ich könnte jetzt anfangen zu erklären, dass manche davon schon 10 Jahre und älter sind, oder auf Leute mit noch mehr Lacken verweisen, oder Ihnen erklären, dass Sie vielleicht viel mehr Schuhe, Servietten, Gemälde, Rennpferde, CDs, DVDs, Briefmarken, Lidschattenpaletten, Akkuschrauber oder sonst was hätten als ich und jedem Tierchen sein Pläsierchen, aber mal ernsthaft: ich habe meine Nagellacke in ein Regal gestellt. Gehen Sie weiter, es gibt sonst nichts zu sehen ;-). Und das gilt genauso für die Menge an Lego, die unsere Kinder ihr eigen nennen.)






Sonntag, Mai 17, 2015

Mini-Auszeit

Nachdem wir es irgendwie über unsere Miniferien nicht so richtig geschafft haben, Pause zu machen (Bilder gibts morgen ;-)), haben wir heute morgen die Sachen (unter anderem den Kuchen von gestern) und die Kinder eingepackt und sind an unseren Schlittelort im Nachbarkanton gefahren. Schlitteln ist da natürlich nicht im Mai, für den Seilpark dort ist Little L. noch zu jung (nicht zu kurz, was zu blöden Diskussionen führte), fürs Trottinette alleine runterfahren sind sie beide zu jung, aber mittlerweile sind beide trittsicher genug für den Jägersteig nach unten. Und wenn ich nicht zwischendurch mein Handy nicht gefunden hätte und die Ortung via Google+ am Handy des Hübschen nicht so hinterhergehinkt hätte, dass nicht auf halber Strecke mitten im Wald angezeigt wurde anstatt in der anderen Rucksacktasche, wo es tatsächlich war, dann wäre es fast schon unnötig harmonisch geworden. So war ich zwischendrin erstaunlich uncool ;-), aber hey: das Laufen lief super.
(Rest vom Tag: nuja, war schon mal besser, aber mei, so Tage gibt es halt auch)














Samstag, Mai 16, 2015

Ei verbibsch

Heute habe ich unter anderen einen marmorkuchen gebacken (nach dem rezept von frische brise) und wie für jeden kuchen brauchts dafür eier (jajaja, ich weiss, vegan und so geht auch, seidentofu, bananen, weiss der geier, ich mache meine kuchen mit eiern).
Ich habe also die butter mit zucker schaumig geschlagen, die eier aus dem kühlschrank geholt, und irgendwie ist mir eins aus der hand gerutscht. Und irgendwie hat sich die zeit dann so gedehnt (wir haben grade den stephen hawking film geschaut, ich bin also voll drin in der thematik) und ich sah das ei fallen und machte dann einen extrem gelenkigen und geschickten move, um mit den rock von dem langen kleid, das ich trug, das ei aufzufangen bzw. durch sachtes heranführen an die schrankwand so zu bremsen, dass es nicht kaputt geht. (Mit den händen fangen ging nicht, da waren noch zwei andere eier drin.)
Leider bin ich im "eier im flug mit kleid auffangen" noch kein wirklicher profi, weil ich das raum-zeit kontinuum ein wenig unterschätzt und so das ei zwischen kleid und schrank verbatzt habe. Aber gut, die hawkings-strahlung wurde auch nicht an einem tag postuliert....