Sonntag, Juli 05, 2015

WMDEDGT 07/15

Es ist wieder so weit: ich möchte von Ihnen wissen: Was machst Du eigentlcih den ganzen Tag? aka WMDEDGT?
Wenn Sie mitmachen wollen, führen Sie doch heute Tagebuch und verlinken den Post hier. (ich habe so eine Ahnung, dass es viel mit "Boah, heiss!" geben wird ;-))






Samstag, Juli 04, 2015

Nicht vergessen: Morgen ist WMDEDGT?

Bei uns haben dieses Wochenende die Sommerferien angefangen. Little L. hat zwei Jahre Kindergarten hinter sich und ist mit zwei Wackelzähnen und ganz viel Vorfreude mehr als bereit für den Start in der ersten Klasse. Little Q. wechselt nach drei Jahren Unterstufe jetzt in die Mittelstufe, er hat Halbzeit, was die Primarschulzeit angeht. Auch er freut sich sehr auf das neue Schuljahr, mit einem Lehrer, Gottseidank doch mit seinen besten Freunden zusammen und demächst einem Streichinstrument (ich hoffe schwer, dass man ein bisschen wählen darf und wäre dann für Cello statt Geige ;-))
Dementsprechend waren die letztenTage gefüllt mit Ausräumen von Ersatzkleiderkisten, Verräumen von Kunstwerken, Materialordnern, Abgleichen der Stundenpläne fürs neue Jahr und immerhin einem kurzen Blick auf die Materiallisten (da praktisch alles von der Schule gestellt wird, sind die sehr übersichtlich ;-)).
Dazu kam, dass ich ja auch mein Büro geräumt habe und vor einem Neustart stehe, dank der vielen Spitalaufenthalte sowie so ein bisschen ausserhalb von Zeit und Raum gelebt habe und wir auch noch unseren Start in den Urlaub vorbereiten müssen.
Aber nichtsdestotrotz habe ich drangedacht: heute ist der 4. Juli, deswegen ist morgen der 5. und deswegen ist moren WMDEDGT?
Also: wer mitmachen will: morgen Tagebuch führen und im morgigen Blopost verlinken!

Freitag, Juli 03, 2015

Strickimicki

Vor einigen Jahren habe ich ja meine Strickfähigkeiten reaktiviert und erst mit Sockenstricken in glatt, dann in immer mehr fancy Muster, dann mit Schals und Tüchern und Loops die Finger während des Fernsehens oder langer Autofahrten beschäftigt.

Meine Schwester hat mich sozusagen herausgefordert, die Grenzen noch weiter zu stecken und mir zu Weihnachten einen Riesenkarton voller Baumwoll/Seiden/Leinen-Garne in einfarbig mit Strickheften für echte Kleidung geschenkt. Nun denn. Den letzten Pulli, den ich gestrickt habe, habe ich ungetragen in die Tonne gepackt, weil: wahhh, senfgelb (da kann der Pulli nix dafür, das habe ich in geistiger Umnachtung selber ausgesucht), riesig, unförmig... naja.
Dazu kam, dass ich nicht so der pastell-Typ bin, weil ich ja so hellhäutig bin und dann schnell wieder Tod auf Latschen aussehe, aber ich habe mich der Herausforderung gestellt und erst ein Ajour-Shirt in hellem Türkis gestrickt (kommt mit in den Urlaub, aml sehen, ob es über dem passendfarbigen Bikini schick oder saudoof aussieht (auf jeden Fall bekomme ich ein lustiges Punktemuster in der Sonne.).

Danach habe ich mich an eine kurzärmlige Strickjacke (in der Anleitung in Currygelb, ein Zeichen ;-)) gemacht und dafür das taupe-farbige Garn ausgewählt. Das Muster war recht schnell drin und so sehen Sie, was in je einer Staffel "The Americans", "MadMen", "Game of Thrones" und "The Returned" rauskam.
Aktuell sind die Einzelteile gespannt, mal sehen, ob es zusammengenäht so aussieht wie erhofft ;-)

Donnerstag, Juli 02, 2015

Hitzefrei

gibts hier ja nicht (glaube ich).
Also: heute war der letzte reguläre Schul- und Kindergartentag, es gab Zeugnisse (wohooooo!) und einen Abschiedsapero mit Little Q.s Klasse, die ja von Unter- in die Mittelstufe wechseln und nach drein Jahren einen neuen Lehrer bekommen. Der Abschiedsschmerz hilt sich bei uns (nur deshalb) in Grenzen, weil Little L. nach den Ferien bei der gleichen Lehrerin seine Primarschullaufbahn beginnen wird, worüber wir uns unglaublich freuen. Ausserdem gab es einen Wasserschlauch zur freien Verfügung für die Kinder und Schatten für die Eltern.
Morgen noch Sternwanderung, um die neuen Erstklässler im Schoss der Schule zu begrüssen und ab 13:00h sind dann FERIEN!

Mittwoch, Juli 01, 2015

Einmal schütteln und weiter

Auf der positiven Seite von heute:

  • ich bin bei der Angiographie nicht verblutet. (Im Gegenteil, irgendwie habe ich auch aufs Dormicum verzichtet, und hatte sozusagen Deluxe-Einblicke in mein Nierenbecken und es war wirklich spannend)
  • Es hat nicht mal weh getan (jetzt, mit ein paar Stunden Abstand habe ich v.a.Rücken, weil ich fünf Stunden mit strammem Druckverband auf der Leiste auf dem Rücken liegen musste und mein rechtes Bein nicht anwinkeln, ausserdem fühlt sich meine rechte Seite so an, als ob jemand mit einem Draht in meiner Niere rumgestochert hätte, muhahahaha).
  • Es wurde nix superschlimmes gefunden.

Auf der negativen Seite:
  • Es wurde überhaupt nix gefunden, ergo auch nichts repariert. Und ja, das ist so doof, dass ich meinem Grundsatz "Nie vor Ärzten heulen" nicht treu bleiben konnte (nur so ein bisschen. Danke an die Schwester, die mir wortlos die Kleenexbox in die Hand gedrückt hat), weil: waaaaaaah! Ich dachte: heute wird repariert und gut isses!

Nun denn. Montag gibt es jetzt ein MRI und da findet man dann hoffentlich das, was die Ärzte bei der Spiegelung letzte Woche gesehen haben. Und dann wird das hoffentlich irgendwie repariert.

(Es gibt doch diesen Spruch, dass man bei Hufgetrappel erst mal an Pferde und nicht gleich an Zebras denken soll? Ich denke, wir haben Pferde, Esel, Zebras, Okapis und Giraffen durch. Go for the unicorn oder so.)

Dienstag, Juni 30, 2015

Alles richtig gemacht

So. Bürozeug in zwei Umzugskisten gepackt, Telefon und IT-Zeug umgezogen (fragen Sie nicht. Es hat alles irgendwie drei oder vier Anläufe gebraucht), die dank letzter Woche eben nicht ganz fertigen Dinge übergeben, Abschiedsrundmail geschrieben, Garderobenspindschlüssel nicht gefunden, Abschiedsrunde gedreht, Gipsschiene abgekriegt (geht so, danke der Nachfrage, ich soll viel Tippen zum Mobilisieren), bisschen sehr sentimental innerlich geworden, aber ehrlich gesagt, wissen Sie, wann ich wusste, dass ich ruhigen Gewissens gehen kann und meine Bürokollegen allein lassen kann?
Als ich heute morgen mein weisses T-Shirt im Auto mit Kaffee (ich hatte ja noch die Gipshand, und ach, dafür ging die Sauerei eigentlich) vollgesaut habe, das IMMER im Rollcontainer aufbewahrte Wechsel-Shirt für Notfälle schon daheim beim Umzugswaschen war, und der Fleckenstift im Umzugskarton auf dem Weg, und mein Kollege auch einen hatte. Ich meine: über drei Jahre habe ich Bolognese-, Kugelschreiber-, Salatsossen-, Stempelfarbe-, Rotwein- (auf einem Sommerfest. Sogar in einer grossen Versuchsreihe auf weissem Tischtuch) und sonstige Flecken des Büros, des Stockwerks und des Betriebs ungefragt (und ungebeten ;-)) mit Fleckenstift versorgt und es hat Früchte (also: eine Frucht. Wobei ich mir schon kurz Fleckenstifte für alle als Abschiedsgeschenk überlegt hatte. Aber dann kam ja letzte Woche dazwischen) getragen. So schön. Ich werde nicht mehr gebraucht. Ich kann gehen.

(Und weil ich von Blutverlust, Schlag auf den Kopf und Schmerzmitteln verwirrt ebendiesem Kollegen am Mittwoch aus Versehen von meinem Blog-Mailaccount statt der normalen privaten Mailadresse geschrieben habe, obwohl ich mich die letzten Jahre standhaft geweigert habe, meine Blogadresse zu verraten, sagen wir jetzt alle höflich: "Hallo Christian, danke für die schöne Zeit, Kampf den Flecken!")

Montag, Juni 29, 2015

Ausgebremst

Ich bin ja eher Team "Ich will aber" und deswegen setze ich (mehr oder weniger, aber eher mehr, also: fast immer) das um, was ich mir vornehme, auch wenn das von aussen bekloppt, "ambitioniert" oder zwanghaft aussieht, sei es Sport, sei es "ich blogge jeden Tag", sei es "ich gehe nie mit unzusammengelegter Wäsche oder unausgeräumter Spülmaschine ins Bett", sei es "jeden Donnerstag ist Putztag", sei es fixes Sportprogramm, leergearbeiteter Schreibtisch vor dem Wochenende, sicher aber vor dem Urlaub, nicht ins Bett, ohne mindestens 5 Seiten gelesen zu haben, you name ist.
Was dabei hintenüber kippt, ist im Normalfall als erstes der Nachtschlaf, dann das "Mal Pause machen" oder "Mensch, chill mal!", richtig Fernsehen tu ich seit Jahren nicht mehr, aber im Prinzip gehts mir super so. Langweilig war mir seit Jahrhunderten nicht mehr und das Gefühl, Tage oder Stunden einfach so verdandelt zu haben, das mich irre macht, das hatte ich auch schon ewig nicht mehr.

Jetzt ist es grad so, dass ich tatsächlich Pause machen muss, weil auch wenn der Arzt gesagt hat: "Verbluten werden Sie da dran nicht", Dr. Google sagt anderes, ausserdem habe ich nur 7 einsatzfähige Finger, davon zwei in Nachbarschaft eines feuchtigkeitsempfindlichen Gipsschienendings, ich habe einen Schlauch zwischen Niere und Blase (man gewöhnt sich dran, das sei hier mal festgehalten), und übermorgen wird meine Beckenarterie aufgepokelt. Also: wenn nicht jetzt, wann dann, sollte ich mal langsam machen?

Ich habe also bike to work frühzeitig beendet (wie auch, mit Gipshand), Bauchtraining/Crosstrainer sind auch erstmal gestrichen, bis Gips ab und Niere geflickt sind, ich zwinge motiviere die Männer im Haushalt noch mehr als eh schon, ihren Teil zu "Geschirr und Wäsche vor dem Schlafen erledigen" beizutragen, ich lag gestern anderthalb Stunden auf dem Sofa und habe einfach gelesen, ich habe mich nach dem Desaster vom letzten Mal wieder auf Putzfrauensuche gemacht.

Das ist okay für jetzt, aber ich bin ja nun nicht spirituell oder metaphysisch angehaucht und deswegen glaube ich auch nicht, dass ich gegen den Pfosten geknallt bin, WEIL ich nie Pause mache, oder ein Nierenaneurysma habe, WEIL ich nicht einfach mal alle Fünfe gerade sein lasse, sondern, dass das eine halt doof war und das andere halt so ist. Und weil das so ist, mache ich jetzt langsam, weil ich muss. (Aber das ist, verdammte Axt, nicht leicht.)