Dienstag, August 26, 2014

Namen, Schall und Rauch

Es ist ja so, dass man, also ich, wenn man noch keine Blogartikel für den Tag vorbereitet hat (ja, manchmal mache ich das), und es kommt dann die Mittagszeit und die NAchmittagszeit und die Abendzeit und immer noch ist nichts Spannendes, Lustiges, Berührendes, Blogbares passiert, dann wird man, also ich, leicht nervös, weil: ICH BRAUCH CONTENT!
Und heute hätte ich dann fast entweder über unseren Essensplan zuhause oder aber über morgen geschrieben, und das ist einerseits langweilig (Essensplan) und andererseits Verschwendung, weil ich glaube, dass es morgen in der Realität noch viel lustiger und blogbarer als in meiner Vorstellung heute wird, und zweimal das gleiche, das geht ja auch nicht.
Aber dann hat Little Q. mir erstens heute abend eröffnet, dass er jetzt schon drei Leute mit menem Namen kennt, nämlich mich, eine ehemalige Kindergartenkollegin und Astrid Lindgrens Tochter (die kennt er nicht wirklich, aber sie haben Astrid Lindgren als Schulthema und da heute einen Artikel drüber gelesen). Ich habe ihm dann eröffnet, dass das kein Zufall ist, und schon hatte Little L. auch was zu erzählen, nämlich, dass er auch drei Leute mit dem gleichen Namen kennt, nämlich die eine Oma, dann die RTL-Sportfrau und dann mich.
Ich habe erst etwas irritiert geschaut, dann haben wir geklärt, dass ich nicht so wie die Oma und die Sportfrau heisse, aber mir ist bewusst geworden, dass (bis auf meinen Erstgeborenen, immerhin) sehr viele Leute Probleme damit haben, sich meinen Namen zu merken. Dass meine Eltern seinerzeit die Namen ihrer vier Töchter durcheinander geschmissen haben, konnte ich als Kind gar nicht verstehen, jetzt, als Mutter zweier Söhne mit grüngelben Namen schon. Als meine Mutter aber irgendwann angefangen hat, mich mit dem Namen ihrer grossen Schwester anzusprechen, fand ich das schon komisch (wobei: der Name ebendieser Tante ist von den Vokalen her genau wie meiner rot-gelb, also kann man das wohl schon verwechseln). Meine Schwiegermutter nennt mich auch oft beim Namen ihrer Schwägerin (die lustigerweise fast so heisst wie meine Tante), zu Anfangszeiten in der Uni hat mich der Hübsche lange für eines der wenigen anderen Mädchen im Semester gehalten, die Kerstin hiess, klingt ein bisschen ähnlich, (aber hey: grün-gelb!). Lustigerweise hatten wir auch eine Gudrun im Semester (lila-lila), und obwohl ich ja ursprünglich mal so hätte heissen sollen, wurde ich nie mit ihr verwechselt. Vielleicht passt der Name wirklich nicht zu mir.
Als ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber angefangen habe, gab es in der näheren Umgebung eine Frau, die mir recht ähnlich sieht, oder ich ihr, weil sie ist älter und war zuerst da ;-), gross, blond, halbkurze Haare, Brille, selbstbewusst, und so habe ich bei vielen Leuten ihren Namen bekommen: Christiane. Ich habe irgendwann dann sogar angefangen, auf diesen Namen zu hören, was sehr praktisch ist, weil so heisst meine direkte Kollegin auch, die immerhin auch blond ist, und dementsprechend anscheinend auch sehr leicht mit mir zu verwechseln. Das ist dann meistens auch gar nicht schlimm, wir sitzen ja im selben Büro, wenn uns jemand für die jeweils andere hält, klärt sich das schnell.
Die einzige Verwechslung, die ich nicht richtig witzig fand, wobei es da nicht um die Verwechslung, sondern um die Wortwahl und alles damit verbundene ging, fand an meinem allerersten Tag dort statt, da sagte nämlich einer: "Ach, und du bist die IT-Maus, die ich sonst immer nur am Telefon habe?" War ich nicht und ich spreche jetzt auch so nicht gern mit ihm ;-).
So, Content für heute erfüllt, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Montag, August 25, 2014

Beamer for lifetime

Heute war ich ein sehr schwieriger Mensch. Ich war nämlich aus Gründen (einer ist 5 Jahre alt, kommt morgens gerne in mein Bett, ist dann sehr kommunikativ und platzfordernd) seit 4:20h wach und dementsprechend dünnhäutig und reizbar.
In die erste Sitzung, für die sich am Donnerstag nachmittag noch Konfliktpotential deluxe zusammengebraut hatte, ging ich dementsprechend geharnischt. Irgendwie, und das ist auch noch nie passiert, waren aber alle ganz friedlich und vernünftig und ich musste kein Wort sagen und es hiess schon: "Ach, klar, stellen wir um, das was Frau Brüllen vorschlägt ist, ist das beste, übernehmen wir so." Hmpf.
Am Nachmittag hatte ich dann wieder Schulung in DEM Meetingraum. Und was soll ich sagen: der nette Forscher und die nette Assistentin sind jetzt meine Freunde und wir dürfen jederzeit und immer den Beamer haben. Was eine Entschuldigung für Fluchen auf dem Gang und zwei Packungen Lindt-Täfelchen doch ausrichten ;-).
Soweit, so friedlich, nach der Schulung meinte noch jemand, mich gaaaanz schwach von der Seite anreden zu müssen, aber während ich schon Luft holte zum Explodieren, da glättete mein frisch aus dem Urlaub zurückgekehrter tiefenentspannter Kollege mit unglaublich diplomatischen Worten, die das Gleiche wie mein "Kümmern Sie sich doch um Ihren eigenen Kram", zu dem ich ja nicht mehr kam, die Wogen.
Hmmm, jetzt gibts gleich Pizza, Kinder und Mann sind unglaublich liebreizend, könnte sein, dass ich heute gar nicht explodiere. Hätte ich heute morgen auch nicht gedacht.

Sonntag, August 24, 2014

Island, Teil 2

So, weiter geht's:
Von unserem Ferienhaus im Osten Islands brachen wir am nächsten Tag noch weiter gen Osten auf. Die Tourbeschreibung versprach Berge, Fjorde, Elfen, Papageientaucher. Lonely Planet erhöhte um "den einsamsten Getränkeautomaten der Welt". Und tatsächlich: zwischen Egilstadir und Borgarfjördur Eystri findet sich mitten im nichts dieses Häuschen:
Refreshment From The Most Remote Vending Machine In The World

Found It

Drinnen ist ein Automat, alles wird mit Solarstrom betrieben und offensichtlich zwischendrin mal aufgefüllt (die Seven-up war kalt, noch über ein Jahr haltbar und tatsächlich noch günstiger als im normalen Laden ;-))

Weiter ging es bei strahlendem Sonnenschein über einen Pass, wo wir zwischendrin noch kurz Pause machen mussten, um im Juli auf einem Schneefeld rumzulaufen:



Auf der anderen Seite der Berge waren wir schnell wieder am Meer, das sich an diesem Traumtag von seiner schönsten Seite zeigte (baden sind wir trotzdem nicht gegangen ;-)).


In Borgarfjördur Eystri gab es einen für isländische Verhältnisse total überfüllten Campingplatz und ein sehr lustiges Haus:


Ausserdem ist dort der Alfaborg, was wohl sowas wie die Hauptstadt der isländischen Elfen ist. Das wussten auch alle Leute dort, weswegen es recht voll dort war.
Little L. hat trotzdem ein Stück Keks und ein paar Heidelbeeren als Elfennahrung deponiert.

Ein paar Kilometer weiter kamen wir an der perfekten Vogelbeobachtungsstelle an. Es gab ein paar Brutfelsen, eine Holztreppe und Unmengen Papageientaucher (und Leute mit kilometerlangen Objektiven, die nicht begeistert von sich laut freuenden Kindern waren. Die Papageientaucher hat das nicht gestört).


Crossing A Penguin With A Parrot

Got Fish

Auf dem Rückweg wurde noch das eine oder andere Schild für die "Sammlung skurriler Verkehrsschilder" fotografiert.

No Sniping

Und der Abend klang mal wieder im Hotpot aus. Wobei man dazu sagen muss, dass der in diesem Ferienhaus das einzige Mal ziemlich gruselig war. Bei den anderen war es jeweils so, dass man den Hotpot nach Benutzung (oder zumindest vor der Abreise) leerlaufen liess. Laut Anleitung sollte der hier immer voll bleiben, die Regelung würde für angenehme Temperaturen sorgen und es schwamm so eine Art Chlorspender drin. Ausserdem schwammen noch gruslige schleimige Gebilde im Wasser rum, so dass ich beschloss, dass wir ihn einfach ganz auslassen würden, ausschrubben und dann erst neu befüllen und benutzen würden. War besser so und dann doch noch ganz gemütlich

Für den nächsten Tag hatten wir wieder was mit Wandern geplant, was das fürs Wetter hiess, war ja klar, oder ;-)? Also: wir sind ein Stückchen den Riesensee, an dem wir wohnten, entlang gefahren und haben uns (zunächst noch bei trockenem Wetter, aber wir kennen das ja mittlerweile und haben uns in Regenhosen etc. geworfen) an den Aufstieg zum Hengifoss gemacht. Kaum sind wir ausser Sichtweite des Parkplatzes, fängt es erst an zutröpfeln, dann zu schütten. Aber hey: das Ziel ist die ganze Zeit im Blick, wir haben Regenklamotten und Schokokekse.


Trip to Hengifoss
Auf dem Runterweg klart es dann wieder ein bisschen auf und wir fahren ein Stückchen weiter nach Skriduklaustur, wo es erstens ein kleines Museum und zweitens ein nettes Cafe (Klausturkaffi) mit Mittagsbuffet gibt. Eine Kellnerin dort hat das weltcoolste Tattoo (wenn man jetzt zB Chemiker ist) auf dem Rücken. Wir haben gefragt, warum (und ob wir ein Foto machen dürfen), sie hat wohl aus Gründen einen langen Titanstab im Rücken.

Die Kinder waren happy, dass sie sich am Buffet tatsächlich aussuchen durften, was sie wollten (beim Schokokuchen zum Dessert waren sie sich einig)

Weiter ging es in die Berge Richtung Kárahnjúkar-Kraftwerk, wo mitten in den Bergen in einem unterirdischen Kraftwerk Strom für ein Aluminiumwerk an der Küste gewonnen wird. Dazu wurden zwei Flüsse aufgestaut und da Wasser wird durch ein 70km langes unterirdisches Tunnelsystem zum Kraftwerk gebracht. Der Bau war seinerzeit wohl sehr umstritten, jetzt ist es aber da und es sieht schon ziemlich beeindruckend aus.

Auf der einen Seite der ehemalige Flusslauf:
Deep River Minus The Water

Auf der anderen Seite der riesige Stausee:

Auf dem Rückweg dann haben wir tatsächlich mal eine der berühmten F-Strassen gesehen, für die kein Mietauto versichert ist und wo es dann wirklich zur Sache geht...
Roads We Decided Not To Choose

Am nächsten Tag ging es dann auch schon weiter Richtung Süden. In unserer Routenbeschreibung hiess es extra: "Heute haben Sie eine lange Strecke vor sich, fahren Sie rechtzeitig los." Wir haben uns am Abend vorher entschlossen, wegen nicht mehr so grosser Fahrbegeisterung der Kinder ("Ja, toll, wieder mal ein Fjord, wann sind wir denn da?") ein bisschen abzukürzen und die malerische Küstenstrasse entlang der Ostfjorde durch das Landesinnere abzukürzen. Es war unten sehr neblig, deswegen war das nicht die dümmste Entscheidung, gesehen hätten wir eh nicht viel. So sind wir über eine Schotterstrasse durch sehr einsame Berggegenden gefahren, oben im strahlenden Sonnenschein, auf diesem Bild sieht man aber, was uns ein paar Höhenmeter weiter unten erwartete:
Nebelsuppe vom Feinsten. Das war ein bisschen abenteuerlich, weil wir wussten, dass es an einer Seite sehr steil runter geht, an der anderen die Steilwand nach oben und von vorne kam einmal auch noch ein Reisebus.... naja. Aber wir haben auch zauberhafte Plätze, die total menschenleer waren, entdeckt:

Irgendwann sind wir dann wieder auf der Küstenstrasse gelandet und hätten, wenn es denn nicht so verdammt neblig gewesen wäre, vermutlich die spektakulärsten Blicke auf den Vanajökull, den grössten Gletscher Islands gehabt. Naja, ein paar Ausläufer haben wir gesehen.
Wir waren ja recht früh losgefahren und hatten den Plan, irgendwo unterwegs gemütlich ausführlich zu frühstücken. Im Lonely Planet Reiseführer habe ich dann folgendes gefunden, für gut befunden und den Hübschen dorthin gelotst:


"Das Wikingercafe: (blablabla Wegbeschreibung): Das Viking Cafe mit dem "Berlin goes Isländisch-Flair trumpft mit leckerem Kaffee, Waffeln und Kuchen auf. Anschliessend lockt das benachbarte Wikingerdorf des Regisseurs Baltasar Kormakur mit Filmkulissen oder ein Spaziergang am schwarzen Strand, um nach Robben Ausschau zu halten"


Auf dem Weg haben wir erst noch ein paar lustige Fotos gemacht:

Clouds Approaching

Balance




Yeah, und das war dann das Cafe. Okay, ich gebe zu, bei Nebel und kalt und feucht, da ist es ein Containercafe vermutlich schwer, einladend zu wirken.


Aber auch der kühlschrankkalte Apfelkuchen, der Wasserkakao und der "Cappuccino" mit ohne Schaum aus Pappbechern für insgesamt umgerechnet 36 Euro, well....... wenn ich etwas auf Island nicht empfehlen kann, dann das Viking-Cafe. Aber vielleicht lags auch am Wetter, meiner Unterzuckerung und so.

Weiter ging es an der Küste entlang zur nächsten Attraktion, nämlich der Gletscherlagune Jökulsárlón. Dort mündet der Gletscherfluss des Breiðamerkurjökull ins Meer, Eisberge brechen dort von der Gletscherzunge ab und treiben über eine Lagune eben ins Meer. Eigentlich muss man nicht viel dazu sagen, die Bilder sprechen für sich:

Land Of Ice And Fire

Shades of Blue

Unexpected Encounter

Under The Bridge

Calm Day On The Beach

The Crystal







Die Kinder waren kaum dort weg zu bekommen, obwohl wir keine Bootsfahrt auf der Lagune gemacht haben. Es gab ein bisschen Knatsch, als Little Q. unbedingt den Felsabhang runterklettern wollte und ich Spielverderber das nicht erlaubte und Little L. erst von einer Welle erwischt und durchnässt wurde (wobei das nicht das Hauptproblem war, er wollte nur nicht zum Auto zurück, trockene Kleider anziehen.).
Nach ca zwei Stunden haben wir im Cafe vor Ort noch sehr leckere Waffeln (diesmal wirklich ;-)) gegessen und uns weiter Richtung Unterkunft aufgemacht.
Die Strecke führte uns durch die Sander, eine gefühlt endlose brettlebene Gegend, die durch Gletscherflüsse und-brüche entstanden ist.

Sehr beeindruckend auch das Denkmal der durch den Grímsvötn-Jökulshlaup zerstörten Brücke. Wenn man liest und sieht, was so ein Vulkanausbruch unter dem Eisschild eines Gletschers anrichten kann, dann wird einem bei den aktuellen Bárðarbunga-Aktivitäten schon ein  bisschen mulmig.



Diesen Abend verbrachten wir nicht in einem Ferienhaus, sondern in der linken dieser Hütten, die zu einem Bauerngut gehören. Es war sehr, sehr gemütlich in dieser Holzhütte im Grünen und das Essen im Farmrestaurant war unglaublich lecker..
Hier blieben wir nur eine Nacht, weiter ging es Richtung Südwesten. Unser erster Zwischenstop war der schwarze Strand von Reynishverfi. Angeblich ist das einer der 12 schönsten Strände der Welt und ja, er ist ziemlich toll. Es war auch ziemlich kalt und nass, aber sehr, sehr toll! Es gibt dort unglaublich tolle Basaltformationen zu sehen, ich finde, bei diesen Bildern ist klar, warum Little L.s Zukunftsplanung in Island von Zauberer zu Steinforscher umgeschwenkt ist:
The Cave

Freeclimbing for Beginners



Weiter ging es dann an der Küste entlang, mit einem Wanderabstecher (war ja sozusagen unser typisches Wanderwetter ;-)) auf die Gletscherzunge des Solheimajökull. Der kommt ziemlich nah an die RIngstrasse, es ging zwar eine recht holprige Schotterstrasse nach hinten, aber wir hatten ja immer noch den grossen 4x4. Und ja, ich war sehr, sehr froh, dass wir das Upgrade vom Skoda Octavia bekommen haben ,-)
Auch hier gab es so eine Art Gletscherlagune, nur sind die Eisblöcke viel "dreckiger" mit Asche und schwarzem Sand, so dass es nicht ganz so spektakulär wie in Jökulsárlón aussieht.
Die Schilder waren relativ deutlich, wir sind also den Weg bis zur Gletscherzung hinter gelaufen, haben die eine oder andere geführte Truppe mit Eiskletterausrüstung gesehen und genau nur der Hübsche hat einen Fuss auf den eigentlichen Gletscher gesetzt, danach wäre es nämlich, und das war mit blossem Auge und ein bisschen gesundem Menschenverstand zu erkennen, mit Schuhen ohne Steigeisen nicht mehr vernünftig weiter gegangen. Beeindruckend war es allemal und ja, ich habe sehr geschluckt, als ich kurz nach unserer Heimkehr diese Nachricht gelesen habe....

Auf diesem Bild sieht man ganz gut, wie das Wetter und wie die Strassenverhältnisse waren ;-):

They Call It Streets

Am Abend kamen wir dann in unserem nächsten Ferienhaus an, wieder an einem See mit einem grandiosen Ausblick.
Den geplanten Aufenthalt hier hatten wir um einen Tag verkürzt, um nicht am Abflugtag um halb drei Uhr morgens hier aufbrechen zu müssen und dafür noch ein wenig Zeit für Reykjavik zu haben.



Also haben wir uns bei strahlendem Sonnenschein nach einem ausgiebigen Frühstück im Pyjama auf die klassische Reykjavik-Touristen-Golden-Circle-Tour gemacht.
Im Andenkenladen am Gulfoss habe ich diese netten Strickerinnen entdeckt:
Der Gulfoss selber ist ein grossartiger Wasserfall, einer von vielen, aber einer der sehr gut zugänglich ist, was man auch an den Besucherzahlen merkt. Andererseits: das was man in Island als überlaufen empfindet, darüber lächelt man müde, wenn man zB an die Touristenströme in Pisa oder Rom denkt.
Milk Waterfall

Ghost Tourists



Weiter ging es Richtugn Geysir. Lustig ist, dass der ursprüngliche Geysir, der Geysir heisst, durch Touristen in den 50ern mit Steinen so verstopft wurde, dass er gar nicht mehr spritzt, dafür aber 10m weiter der Strokkur.


Die Kinder waren beruhigt: Schweizer Franken hätten wir schon reinwerfen dürfen.
So sieht es übrigens aus der Entfernung aus und so sieht eine überlaufene Touristenattraktion in Island aus.
Und so spritzt ein Geysir.
Throw-up Heptatych
Was wir dann noch ausführlich angeschaut haben, was nicht in unserem Plan stand (ich gebe zu, wir haben Þingvellir ausfallen lassen, weil wir übersättigt von Gegend und Leuten und Geschichte waren), war der Explosionskrater Kerið. Der Rundweg oben rum ist ziemlich dem Wind ausgesetzt, ich hatte echt Angst, dass es uns und auf dem unteren Foto dann den Hübschen allein in den Krater weht.

Der Wasserspiegel innendrin entspricht dem Grundwasserspiegel, der wohl recht hoch war, so dass der Rundweg untenrum teils überflutet war. Klar, dass trotzdem auf der Bank probegesessen werden musste.
An diesen Bildern sieht man, wie ich fotografiere: immer auf der Jagd nach Drama, aber diesmal ist nichts passiert ;-):





Kerid Crater

Long Exposure Kerid
Während der Hübsche und ich für den Abflug bzw. unsere letzte Nacht in einem Flughafenhotel packten, liess Q. den Nachmittag gemütlich auf der Terrasse ausklingen

Ein letztes Mal Hotpot:
The Prozacs Two Vikings a Duck and Macaulay Culkin Say Good Bye
Und am nächsten Tag ging es auf, wieder Zivilisation schnuppern, nach Reykjavik. Wir hatten eigentlich keinen grossen Plan ausser: schauen und auf jeden Fall die Hallgrímskirkja finden. Und rechtzeitig loszukommen, damit wir noch Zeit für die Blaue Lagune haben. Und genau das haben wir gemacht. Es war wirklich toll, die Stadt ist grossartig, sehr bunt, sehr friedlich, sehr touristisch, für uns nach zwei Wochen fast niemandem sehr voller Menschen. Das ist eigentlich (neben keinem Besuch im Vikings-Cafe und mehr Zeit) das einzige, was ich bei einem erneuten Islandbesuch anders machen würde: ich würde Reykjavik und den Golden Circle vorziehen. Das wäre ein guter Einstieg gewesen, so waren wir fast ein bisschen menschenscheu, also ich zumindest.


Das war übrigens die Kinderportion an Eis. Keine Ahnung, ob Erwachsene mehr oder weniger bekommen hätten.





Hier klettert Little L. zu Füssen von Leif Eriksson herum.



Ach ja. Witzige T-Shirts gibts überall. Ich finde auf eine gewisse ironische Weise das mittlere ziemlich lustig, aber ich glaube, diese Ironie würden viele Leute nicht verstehen. Und wer weiss, obs überhaupt ironisch gemeint ist. Und aus dem witzige-T-Shirts-Alter bin ich eh fast raus.

Haha, Chuck-Norris-Grill, in echt!
Und ja, die Hallgrímskirkja ist grossartig. Und praktisch unmöglich nicht zu finden.

Epiphany

Organ Pipe Church

Als allerletztes Goodie haben wir uns noch einen Nachmittag in der blauen Lagune gegönnt (hier mal die Eintrittspreise, um da mal ein Gefühl für zu bekommen, die Kinder waren aber umsonst.....)

Dieses Wellnessbad befindet sich zwischen Reykjavik und Keflavik in einer Mondlandschaft. Eine Mischung aus Meerwasser und geothermische heissem Wasser lädt in einer sehr schönen Spa-Anlage zum Entspannen ein. Kinder unter 9 MÜSSEN Schwimmflügel tragen, da wird auch sehr drauf geachtet, ich glaube, das liegt daran, dass man potentiell untergegangene Kinder wegen des trüben Wassers (das ist so ein Silikatschlammzeug) gar nicht von aussen sehen würde.

Tja, und am nächsten Morgen haben wir unseren einzigen isländischen Sonnenaufgang gesehen, nämlich morgens um 4:00h. 
Um 7:20h ging unser Flieger nach Zürich zurück.

Es war ein ganz, ganz grossartiger Urlaub, für alle von uns.
Ich habe übrigens mal die Highlights von uns allen vieren gesammelt:

Little L:
1. Das Ferienhaus in Ostisland, das hatte nämlich einen kleinen Dachboden, auf dem man spielen konnte
2. Eislutschen in Jökulsárlón.
3. Ponyreiten

Little Q:
1.Whale Watching
2. Blaue Lagune
3. Myvatn Nature Bath

Der Hübsche
1. Whale Watching
2. Die Schwefelquellen
3. Myvatn Nature Bath

Und ich:
1. Die Fahrt von und nach Hrisey
2. Whale Watching