Donnerstag, November 27, 2014

Zen, aber sowas von.

Beispiel gefällig?

  • Heute morgen umd 7:18h hat mir (also: meinem Anrufbeantworter) der Umzugsservice, der um 8:00h kommen sollte, mitgeteilt, dass er schon da war und nur einen Teil der Sachen mitgenommen hat. Ich habe das "Anrufen und für den Rest nochmal kommen lassen" sogar delegiert.
  • Als ich am Veranstaltungsort auftauche, um Vollständigkeit und so des transportierten Materials zu überprüfen, sagte der Gebäudeverantwortliche: "Nein, Ihr Zeug ist noch nicht da, noch keiner wollte den Schlüssel zum Raum...." War dann aber doch da, hatte wohl irgendwer anders aufgesperrt.
  • Mein Favorit war aber der Technikverantwortliche, mit dem ich zwar vor Woche alles so lala abgesprochen hatte, den ich aber seit zwei Wochen verzweifelt versuche zu erreichen und der einfach nicht reagierte. Heute klärte sich warum: ihm wurde Rucksack incl. Firmenlaptop und Unterlagen geklaut, wir haben also bei fast Null angefangen. Aber: immerhin hat er meine 27 immer hysterischer klingenden Emails nicht bekommen.

So, jetzt ist alles gut, alles erledigt, und in 24h ist der erste Akt schon vorbei.

Mittwoch, November 26, 2014

Muss. Schlafen.

Aber dazu kommt es erstmal nicht übermässig, weil am Freitag die Premiere des Riesen-von-mir-voll-und-ganz-organisierten Events ins Haus steht. Ich  bin aktuell fast davon überzeugt, dass alles glatt gehen wird (drücken Sie die Daumen, dass der interne Umzugsdienst morgen alles mitnimmt, ich habe mich nämlich mit der Materialmenge kolossal verschätzt.).
Ich habe viel gelernt, über die Befindlichkeiten anderer Menschen und was das mit mir macht (viel zu viel, aber ich arbeite dran. Bin aus dem Betroffenheitsmodus in meine vertrauten Halbklingonenmodus angekommen, fühlt sich besser an), ich weiss mittlerweile von 40 Mitarbeitern, wer zu welchem termin kommt, weil ich die Namensschilder und mehr sortiert habe, ich habe von Papierschnitten übersäte Finger, weil ich insgesamt 670 Umschläge mit Material gepackt habe, ich habe Rücken, weil ich mit zwei Kollegen das Zeug gefühlt dreimal übers Areal und zurück geschleppt habe, ich habe Lunge, weil der Bau, der an unseren Lagerraum angrenzt abgerissen wird (ohne Witz, an der Wand neben der Tür ist ein Strich, da steht dran "Abreissen bis hier"), als der Kollege die Abrissmenschen heute im Scherz fragte, ob sie da Asbest rausreissen würden, meinten die "Nein, nicht viel, glauben wir." Ähem.
Ach ja, vor allem habe ich Nerven und beginne jedes Telefonat und jedes Gespräch diese Woche "Tut mir leid, für den Fall, dass ich ungeduldig oder unfreundlich wirke, für den Fall, dass ich Sie das schon mehrfach gefragt habe, haben Sie bitte Geduld mit mir, ich bin total aufgeregt."
Ach ja. Und seit Beginn der Hardcorevorbereitung vor zwei Wochen in etwa habe ich ohne Witz 4 kg abgenommen und es hört nicht auf. Wird Zeit, dass das rum und Weihnachten ist. So lang dürfen Sie mir noch die Daumen drücken

Dienstag, November 25, 2014

Down Memory Lane

Ein von @prozac74 gepostetes Foto am
Als ich am Samstagabend für Little Ls Sonntagmorgenbeschäftigung den CD-Schrank nach Hörspielen jenseits von "Die Teufelskicker" durchsuchte, fiel mir der Soundtrack zur ersten Staffel (oder war es die zweite?) von "Grey's Anatomy" in die Hände.

 Den habe ich vor Jahren von "Düne Sieben" als Dankeschön für ich weiss gar nicht mehr was bekommen.
Abgesehen davon, dass ich beim Gedanken an diese Frau sowieso regelmässig einene Kloss im Hals bekomme, musste ich auch an vergangene Bloggerzeiten denken, damals,

  • als wir bei Frau Mutti auf dem virtuellen Sofa zusammen GA geschaut haben (also ich nicht, weil die Schweizer ja immer eher dran waren mit senden)
  • als Frau Antonmann die "Haare wie Meredith" hatte,
  • als Frau Ami über ihr Chaos mit Namen und Ausweisen und ihre Postwegbringschwäche schrieb,
  • als Larissa noch dauerhaft schlaflos war,
  • als Lise und ich uns gegenseitig an "Haare färben" auf die ToDo-Liste für vor Weihnachten schreiben erinnerten,
  • als die Engel durch Bloggistan reisten, Stilke ein minifuzziklaanes Video mit ihnen drehte, Jette den Hackengel knetete
  • als die Wandertasse jahrelang durch die Bloggerlande reiste,

ach ja.

Ist das wirklich schon SIEBEN Jahre und mehr her?

Naja, und als ich dann gestern die CD im Auto laufen liess und DAS Lied kam, das wie die Faust aufs Auge zu meiner aktuellen Situation bei der Arbeit und überhaupt passt, tja, da war der grosse Hach-Moment dann perfekt.


Montag, November 24, 2014

"Explosimeter?"

Heute mittag sass ich leise fluchend über der "Moderationsslides_Version5_final_mitÄnderungenvom WE_echtfinal.pptx"-Präsentation, als es auf einmal an der Bürotür klopfte. Auf mein freundliches Grinsen durch die Glasscheibe der Norm-Labortür öffnete ein Mitarbeiter der Gebäudesicherheitsabteilung und streckte mir freudestrahlend einen kleinen grünen Zettel und ein Gerät entgegen.

FB: "Ja, hallo? Wollen Sie zu mir?" (das ist eine berechtigte Frage, unser Büro ist nämlich ein 50:50 mit Männern und Frauen besetztes Viererbüro und wenn jemand nur den Namen der Ansprechperson weiss, kann man sich da bei uns leicht vertun.)

Gebäudemann, immer noch strahlend: "Explosimeter!"

FB: "Ja, das sehe ich. Und?"

Gebäudemann: "Fotoerlaubnis" (wedelt mit dem kleinen grünen Zettel)

Im Nachhinein hätte ich das Gespräch mit dem von meiner Kollegin sehr gern benutzten "Mach Satz!" vermutlich schneller zu einem Ende bringen können, ob es das gewünschte gewesen wäre, ist fraglich.

FB: "Ja, und?"

Gebäudemann: "Für Sie, da, steht Ihr Name drauf."

Und er hatte sogar recht. In ordentlicher Druckschrift hatte mir jemand eine kleine Arbeitserlaubnis mit zusätzlicher Fotografierbewilligung für heute von 13:00 - 16:00h ausgestellt. Und das für die Ausübung dieser Tätigkeit in Ex-Bereichen nötige Explosimeter gleich mitliefern lassen. Nur: Warum?

FB: "Ja, sehe ich. sogar richtig geschrieben, das ist wirklich toll, das sieht man selten. Aber ich habe weder eine Arbeitserlaubnis noch eine Fotobewilligung beantragt."

Gebäudemann: "Ja, ich kann da nix dafür. Ich bin nur das ausführende Organ." (streckt mir immer noch Zettel und Gerät hin)

FB: "Ja, das tut mir jetzt leid, aber ich brauch das nicht. Ich habe zwar heute morgen eine Mail an die Gebäudesicherheit geschickt, dass ich einen Besucher durch den Produktionsbau führen werde und mich um Sicherheitsausrüstung und alles andere selber kümmern werde. Aber erstens weiss ich nicht, wo man da rauslesen kann, dass ich eine Fotobewilligung haben möchte, und zweitens habe ich eine halbe Stunde später eine zweite Mail geschrieben, in der ich den Besuch wieder abgemeldet habe, weil er doch nicht kommt."

Gebäudemann: "Ja, toll, wie das so funktioniert, mit der Kommunikation und so" (streckt mir immer noch Gerät und Zettel hin)

FB: "Ja, anscheinend funktioniert das nicht so gut. Aber ganz ehrlich: ich werde jetzt nicht, nur damit Sie den Weg nicht umsonst gemacht haben, zum Werksschutz gehen und eine Fotografiebewillligung für auf dem Areal beantragen, dann einen Fotoapparat suchen gehen und dann drei Stunden lang im Bau Fotos machen, die ich nicht brauche, während ich einen Besuch, der nicht kam, imaginär rumführe. Ich habe einen Alternativvorschlag: Sie können ein Stück von unserem Bürokuchen haben und dann gehen Sie mitsamt Ihrem Explosimeter wieder zurück und wenn ich mal eins brauche, dann weiss ich jetzt ja, wie man eins bestellt."

Phew. Ich hätte fast noch eingeworfen, dass er bei mir bestimmt falsch ist und vermutlich Frau Novemberregen sucht, aber dann hätte er mich für total bekloppt gehalten.

Sonntag, November 23, 2014

Weihnachtswerkstatt

Die Jungs sind ja begeisterte Fanboys, erst von StarWars, dann kam Harry Potter und aktuell sind Der Hobbit und Herr der Ringe angesagt. (Little Q. hat alle Bücher gelesen, aktuell ist er beim Silmarillion, und wir sind immer ganz gut damit gefahren, dass er, wenn die Bücher gelesen sind, auch die Filme sehen darf.).
Seitdem ich das erste Laserschwert bei Elbenwald bestellt habe, bekommen wir deren Katalog zugeschickt und der ist noch beliebter als der Legokatalog und das will was heissen.
Weihnachten ist da natürlich prädestiniert, und wir hatten ein paar harte Diskussionen darüber, dass auch das Christkind keine LARP-Waffen für 200€ aufwärts bringen wird. Auf einmal kamen Lothlorien-Umhänge ins SPiel und die berühmte Blattbrosche und dann, als man so hin und her überlegte (Einführung ins Bugdet-Denken), kamen meine Schlauberger auf die Idee, dass sie sich ja nur die Broschen aus dem Katalog wünschen könnten und die Umhänge könnte ich ja nähen, wie schwer könnte das denn sein?

Und so habe ich zusammen mit Little Q. bei Butinette die richtige Pannesamt-Farbe ausgewählt, nach Schnittmustern gesucht und dann dieses Wochenenden insgesamt 6 Meter naturfarbenen Pannesamt in zwei Gefährten-Umhänge nach diesem Schnittmuster verwandelt. Ich muss sagen, ich bin ein bisschen begeistert. (Der Hübsche und ich schauen ja zur Zeit "Once upon a time" und ich finde eh, dass wir heutzutage viel zu wenig Umhänge tragen. So ein bisschen Dramatik täte uns allen optisch nicht schlecht).
Zusammen mit der Blattbrosche sieht das wirklich ziemlich cool aus. Ich habe an einem Umhang noch ein bisschen mit Stickerei gespielt, aber erstens ist mein Silber-Metallic-Stickgarn jetzt alle und zweitens denke ich, dass ich die restlichen Stickereien mit noch zu kaufendem grün-metallic-Garn machen werde. Aber die eigentlich für Wiesn-Accessoires gedachte Trachtendatei von Mymaki passt wirklich gut!

Samstag, November 22, 2014

Keine Zeit, keine Zeit

Es ist ja so: seit ich 90% arbeite, ist der Dienstag abend der neue Freitag vormittag, also, was den Wocheneinkauf angeht. Ich  schaue normalerweise, dass ich ein bisschen früher loskomme, auf dem Heimweg fahre ich bei dem grossen Hieber, der auf dem Weg liegt, vorbei und wenn mir nicht irgend ein Vollhonk hinten reinfährt, klappt das ziemlich gut (Auto ist mittlerweile repariert, wenn die gegnerische Versicherung die Rechnung von 4380,35 CHF wie geplant bezahlt, muss ich nur noch einmal hin, um die Kante im Lack abschleifen und polieren zu lassen, dann ist das erledigt).
Nur ist im Moment oft so viel los, auch am Dienstag abend, so dass diese Routine noch keine ist. Auch diese Woche war am Dienstag abend keine Zeit für Einkauf, am Mittwoch auch nicht, Donnerstag und Freitag auch nicht, und Samstag nachmittag hätten wir zwar Zeit gehabt, wolleten diese aber dann doch anders nutzen, als mit Millionen anderen Leuten gleichzeitig einzukaufen und dann noch ungefähr eine Stunde am deutschen Zoll anzustehen, um diese Einkäufe zu verzollen.
Tja. Also haben wir beschlossen, dass wir den Dienstagseinkauf einfach ausfallen lassen und ich erst nächsten Dienstag wieder einkaufen gehe. Was soll ich sagen, wir haben auf die Schnelle zwei Gurken, 10 Eier, ein paar Becher Joghurt und ein paar Semmeln nebenbei eingekauft und sonst leben wir von Vorräten. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich ein Prepper bin, aber bisher merken wir nicht, dass irgendwas fehlen würde. Das Abendessen aus Bratwürschtln (mal frisch gekauft und eingefroren, für wenn mal was ist), Bratkartoffeln (Reste von den Pellkartoffeln zum Raclette letzte Woche irgendwann) und lauwarmem Linsensalat aus Belugalinsen (habe ich mal gekauft, weil sie so schön aussahen), Zwiebelwürfelchen (Zwiebeln und Knoblauch hat man ja immer), Cornichon-Würfeln (Essiggurken gibt es hier auch immer) und einer Marinade aus Senf, Balsamico, Olivenäl, Salz, Pfeffer und Zaatar (fürs Kind stattdessen Gurkensticks) war auf jeden Fall extrem lecker.

Mal sehen, was ich für morgen noch finde. Und ob ich am Dienstag überhaupt einkaufen gehen muss, oder wir noch eine Woche aus dem Schrank leben.

Freitag, November 21, 2014

Alles Jahre wieder

Weihnachten nähert sich mit grossen Schritten, das mekt man daran, dass wir wie jedes Jahr

  • den Frühlingskranz schon letzte Woche von der Tür genommen haben
  • den fast vollständig verflüssigten, recht flauschigen Halloweenkürbis entsorgt haben
  • die Skiausrüstug für die Kinder ausgeliehen haben (irgendwie haben wir heute einen günstigen Termin erwischt: wir waren mit Skier, Helme, Schuhe, Stöcke für zwei anpasssen nach 20 Minuten wieder raus. Immer noch und immer wieder dickste Empfehlung)
  • dieses Jahr Adventskalender für alle rechtzeitig parat haben (der verspätete Ponyhütchenkalender vom letzte Jahr, der hat mir, da war ich selber überrascht, den Start in den Advent ziemlich versaut.), die für die Jungs muss ich noch füllen, aber der Inhalt steht.
  • schon in den Startlöchern für das Fotobuch 2014 stehen.
  • die diesjährige Ergänzungsfigur zu unserer Björn Koehler-Krippe bestellt haben.
  • an dem einzigen Freitag, an dem keine Krippenspielprobe ist, pünktlichst vor verschlossener Tür standen.


Wird alles. Wie immer.