Dienstag, Dezember 05, 2006

Wie, nur zwei Tage die Woche? Wie soll das denn klappen?

Fragt mich mein Chef gestern in der Gruppensitzung. Weiss ich auch noch nicht, mache es auch zum ersten Mal, Bescheid darüber weiss er ja eigentlich schon seit 100 Jahren.
Sehr schön, zu sehen, dass sich nix geändert hat: Die Einweisung in ein neues Projekt ähnelt den Anweisungen der Miranda Priestley in "The Devil wears Prada", aber immerhin weiss ich das und kann mir eine Informationen auf eigene Faust beschaffen. Und die leichte Hysterie, die sich aufgrund meines kontinuierlich sinkenden Stundensaldos breitmacht, sollte auch vergehen, sobald das Zeiterfassungssystem fürs Homeoffice wirklich funktioniert.
Nun denn, der gestrige Tag ist vor allem für den Umzug in mein neues Büro draufgegangen (incl eingesperrt sein im Lastenaufzug), wobei ich mich schon wundern musste: ich hatte es eigentlich so in Erinnerung, dass ich letzten Sommer ausgemistet hätte. Naja, das war wohl endschwangerschaftsverklärt, anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich unter vielem anderem eine gefüllte Wärmflasche aufbewahrt habe.
Egal, mein neues Büro ist schon fast wohnlich und ich muss mich eigentlich nur zusammenreissen und mir ins Gedächtnis rufen, dass Aussagen wie "Da brauchen wir bis nächste Woche ein Verfahren, das fühen wir dann direkt in Indien ein" noch nie ernst zu nehmen waren und ich bisher bei jedem Projekt am Anfang das Gefühl hatte, die einzige Ahnungslose zu sein.
Aber hart ist das schon, ehrlich, v.a. wenn der kleine Mann beschliesst, um viertel vor fünf aufzustehen. Dabei hatte ich doch den tollen Plan, mit dem Hübschen zusammen zu frühstücken, dann gemütlich zu homeofficen, bis der kleine Mann gegen acht sanft erwacht und dann zum Sporteln zu gehen. Naja, Pustekuchen, schläft er halt jetzt seit acht wieder, ich kriege meinen zweiten Kaffee und homeoffice bis wir dannhalt später sporteln gehen.