Freitag, Dezember 07, 2018

42

Tja. Meine kleine Schwester startete das Geburtstagstelefonat mit "Und, wie isses so in alt?" und tja, man weiss es nicht so genau, weil man kommt ja gar nicht dazu, drüber nachzudenken, weil meine Güte, wir waren einkaufen, mussten die kryptischen Notizen in der Wunderlist entziffern ("Annette Rivana"), Gäste abholen, backen, kochen, Jonny nach nur einem halben Schälchen Nachtisch erwischen, Blätterteigrosen rollen (naja), verschiedenste Gins und Tonics probieren (ich sags mal so: nicht alles, was glitzert, ist auch wirklich uneingeschränkt lecker), und morgen geht das grad so weiter
In diesem Sinne: danke für all die Glückwünsche, ich bin dann mal feiern.

Donnerstag, Dezember 06, 2018

Hoch die Hände!

Heute hatte ich einen Tag, der von 8:30 bis 18:00 ohne Pause (naja, Mittagessen schon, das ist mir ja heilig) mit Meetings vollgepackt war, und noch dazu einiges, was ich ausserdem erledigen musste, also: ein Tag für Erledigrrrl deluxe, weil: morgen nehme ich mir ja frei, weil ich erstens Geburtstag habe und zweitens VIEL ZU TUN, weil ich ja eine grossartige Party am Samstag schmeissen werde und drittens morgen schon die Pre-Party mit den Gästen aus dem Internet von weiter weg habe.

Und so kam es, dass ich in dem Face to Face (ich werde das für immer und ewig verbinden und Sie vermutlich auch) mit meinem Chef heute auf die Frage "Und, was gibt es Neues?" erstmals antwortete: "Ich habe heute den "Strategic Activities-Tracker" nicht ausgefüllt, weil anderes dringender war". Das war eine Überraschung für ihn, aber trotzdem hat das Meeting heute meinen Tag mit einer ordentlichen Portion Glitzerstaub versehen, weil er von dem Feedback, das ich von meinen Kollegen angefragt hatte, sehr beeindruckt war. Ich hingegen war die letzten Wochen tatsächlich unterschwellig sauer auf die gewesen, weil ich dachte, sie hätten meine Anfrage einfach ignoriert, dabei habe ich es in unserem neuen "total intuitiv zu bedienenden" HR-Tool einfach nicht gefunden. Anders als für Änderungen zB der Adresse oder Telefonnummer, für die es ohne Witz 8 Bestägigungsschritte mit verschiedenen Athentifizierungen braucht und von denen ich es zB immer noch nicht geschafft habe, die letzte als erledigt zu markieren, gibt es für den Eingang von Feedback praktischerweise überhaupt gar keine Information. Und so habe ich das nach dem Facetoface auch erstmal durchgelesen, danach ganz rote Ohren bekommen und erstmal ein paar Dankeschön-Nachrichten incl "Sorry, dass ich das Wochen zu spät mache" verschickt.
Der Rest des Tages lief dann durchaus beschwingt, aber auch highspeed, weil: ich hatte viel zu erledigen. Sogar das Aufzugselfie wurde unscharf, weil ich sausen musste.

Auf dem Heimweg wählte ich mich in another Townhall Meeting ein, auch wenn das heute mal in Basel und nicht in Kalifornien gehostet wird, aber ich habe heute nun wirklich keine Zeit für einen Xmas-Apero, weil Partyvorbereitungen beginnen heute abend, da gibts nix. (Ein Kollege hat mein kurzen Ausführungen zur Partyplanung (er wollte wissen, warum ich morgen frei habe und ob ich wegfahre) mit "Hahaha, und ich hab kurz gedacht, du meinst das ernst!" kommentiert. Merke: Ofenbelegungspläne, dem persönlichen Ladendurchlaufschema angepasste Einkaufslisten  und Projektpläne für Geburtstagsfeiern nicht mehr ausserhalb bestimmter Kreise erwähnen.)

Ansonsten: es war Nikolaus, ich bin immer noch nicht bereit, die Tradition, dass die Kinder eins der so niedlichen Pakete mit Schokolade und einem Kuscheltier bekommen, als nicht mehr altersadäquat abzuhaken und ich glaube, auch Q. war noch sehr happy mit dem niedlichen Toffifee-Löwen. Immerhin gab es sehr coole Kitkat-Nikoläuse, einer mit Smartphone und einen mit Kopfhörern. (ich hab ein Nikolaussäckchen vom Zusatzjöbchen gekriegt und ja, mich freut sowas sehr, auch wenn ich grad festgestellt habe, dass der Lindt-Nikolaus vom letzten Jahr immer noch im Regal steht. Upsi. Naja, er macht sich auf dem Nikolausteller immer noch recht gut.

Der Hübsche kam heute immerhin schon mal testweise nach Hause, Koffer abwerfen und für die Weihnachtsfeier umziehen, dann düste er wieder Richtung Feier ab, während die Jungs und ich aushäusig zu Abend assen und die Sachen einkauften, für die ich zolltechnisch mehr als eine Person im Auto brauche (jajaja, wundern Sie sich nur, es ist nicht so spektakulär, wie Sie sich das vorstellen, es ist nämlich eigentlich nur Fleisch, weil man pro Person und Tag nur 1kg zollfrei über die Grenze mitnehmen darf und für eine Party mit 25 Gästen oder so reicht das nicht, auch wenn es sehr viel vegetarisches geben wird.

Stressleveldurchschnitt gestern: 19
Selbstbeweihräucherung: einfach mal das Fremdlob sehr genossen! 

Mittwoch, Dezember 05, 2018

#WMDEDGT 12/18

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?"
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir heute den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier durch Klick auf die Schaltfläche, die sich abends freischaltet, und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über fünf Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013, also seit ganz schön lang gibt es das jeden Monat am 5. und es ist KEINE BLOGPARADE!)


Allgemeines:
  • WMDEDGT hat seinen Anfang im Tagebuchbloggen gemacht und ich möchte, dass es auch so bleibt. Ich behalte mir deshalb vor, Links auf Posts, die halt heute geschrieben wurden, aber keine Tagebuchblogsposts sind, von der Liste zu löschen.
  • Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei, und zwar wirklich automatisch. Da kann jeder, seinen Link selber eintragen, indem er auf dieses Feld (das ab 18:00h hier ganz unten dann erscheint) klickt:
  • In meinen Augen ist es einerseits eine Frage der Höflichkeit, im verlinkten Blogpost auf die Aktion zu verweisen, sei es durch einen Link oder den Hashtag (am gescheitesten halt schon mit Link), und zwar nicht, weil ich da dann so unglaublich viele Klicks und Besucher hierher locke, das ist mir ja ehrlich gesagt wurscht), sondern, weil das Ganze ja als Gemeinschaftsaktion entstanden und gedacht ist und das funktioniert halt nur, wenn man die anderen #wmdedgt-ler auch finden kann und das klappt nun mal mit einem Link auf den hiesigen Post.
  • Ich behalte mir vor, alle Posts, in denen Werbung gemacht wird für was auch immer, aus der Liste zu löschen. Und das gilt auch dann, wenn Sie einen Link auf dieses Blog warum auch immer als Werbung kennzeichnen (und jajaja, ich weiss, dass Sie glauben, dass das deutsche Rechtssprechung wäre: ABER: Hier wird kein Geld verdient, ich gewinne NICHTS dadurch, dass Sie hierher verlinken, also, dieses Kasperltheater mache ich nicht mit.)
  • Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, tragen Sie sich halt nicht ein.
So, jetzt aber.
Der Tag begann wie die meisten: Fingerzupfen von Jonny. Heute um halb fünf und ich hatte keine Lust auf "Katze ins Bad begleiten und danach 30 Minuten in den Schlaf zurückstreicheln, während man in die Finger gezwickt wird", weil danach bin ich hellwach und ich konnte ja noch eine Stunde schlafen. Also gab es Futterschüssel auf die Treppe und Tür zu.

Viertel vor sechs der echte Wecker, aufstehen, fertig machen, endlich das "NKLA"-Limited Edition Set 2018 von Colourpop anbrechen (ich mag die sehr, sie sind IMMER tragbar, aber nicht so fad, wie man auf den ersten Blick vermuten möchte.), sukzessive Kinder aufwecken (Q. um sechs, L. um halb sieben) und den Fortschritt Richtung Frühstückstisch achtsam begleiten (aka in regelmässigen Abständen nach oben rufen: "Wie schauts aus? Ich hör kein Zähneputzen! Ist der Rolladen oben? JEtzt aber mal hoppigaloppi!"), selber frühstücken und eine ordentliche Portion Kaffee trinken, die ersten Emails beantworten, Kinder aus dem Haus schicken und ZUM ALLERERSTEN MAL die Katzen schon im Dunkeln rauslassen, weil ich um acht ein Meeting habe und dafür um zwanzig nach 7 aus dem Haus muss. (Achtung, jetzt Fäkalstories) Die Katzen wollten schon sehr dringend raus und als ich sie nicht schon um halb sieben rausliess, besuchten sie nacheinander das Katzenklo und zwar nicht so, wie wir das im Töpfchentraining gelernt haben mit ordentlich Verscharren, sondern einfach rein, böllern, raus. Ich habe das so interpretiert, dass sie nicht nur keine Heimscheisser sind (das habe ich ja anhand der Ausbeute aka Katzenklohinterlassenschaften in Relation zum Futter Intake schon superschlau geschlussfolgert), sondern sogar lieber draussen ihre Haufen hinterlassen als drinnen. Sorry Nachbarn. (Not so really sorry, weil wir ja schon seit Jahren selber fremde Katzenwürste aus unserem Garten entsorgen, also ist das ja nur fair).

Der Bus blieb dann so krass im Stau stecken, dass ich mich für das Meeting via Handy einwählte und erst ankam, als die Konferenzschaltung und das Bildschirmsharing stabil klappte.

Dann: Arbeit, Arbeit, Arbeit, ich bin ein wenig hektisch, wie immer am Ende des Jahres (und überhaupt immer, das gebe ich ja zu), weil einiges noch fertig werden muss und dann habe ich da ja noch das Zusatzjöbchen und auch da ist Ende Jahr und huch, Italien muss auch noch was liefern. Und ausserdem nehme ich mir den Freitag ja frei, weil Geburtstag und Gäste und Vorbereiten und das bedeutet einen Tag weniger in der hektischen Zeit, naja, Sie ahnen meine Gedankengänge.

Mittagessen mit den ehemaligen Bürokollegen, immer wieder eine Freude (Sehr schön fand ich das Strahlen der Frau an der Essensausgabe (Gnocchi mit Tomatensosse, Peperonata, Rucola und Parmesanspänen), als ich mich für das schöne Anrichten bedankte. Ich finde das Kantinenessen allermeistens sehr lecker, sage das auch, aber so ein Rucolahäufchen oben drauf und drapierte Parmesanspäne und Crema di Balsamico (ja, meine Güte, die späten 90er, frühen 00er Jahre waren meine prägenden!), das ist nix, das ich automatisch bei "Menü 1, vegetarisch" erwarte.

Nachtrag zu gestern: Ja, natürlich habe ich mir zu viele Gedanken um die Hose gemacht, aber so ganz wie eine normale schwarze Hose sieht sie halt schon nicht aus. Erstens ist sie grau und zweitens halt ... gecoated.



Zwischendrin coole Fotos vom Hübschen, der mit seinem Riesenpreisgeldscheck (also: überhaupt, aber vor allem schon auch physisch riesengross, auf einer Holzplatte) im Flugzeug und durch die Weltgeschichte unterwegs war und nun aus Gründen (die NIX mit uns privat zu tun haben) die nächsten Tage in Basel in einem Hotel verbringen wird. In Sichtweite und Augenhöhe vom Turm sozusagen :-).

Um halb fünf ging es nach Hause, L. war heute mit seinem besten Freund Kerzenziehen am Robispielplatz im Nachbarort, das hat sich mittlerweile als sein Adventsritual etabliert. Q erzählte vom Französischtest und der Wichtelei in der Schule.
Crosstrainern, damit den Hattrick für die Woche vollmachen und das auch in den Beinen spüren.

Abendessen: wie immer mittwochs Flammkuchen, wie immer gestaffelt, weil Q. ja  Training bis acht hat und L. und ich vorher Hunger haben und L. eher ins Bett muss, sonst wird das nix.

L. durchs Bad scheuchen, vorlesen ("Das Lied des Quarktiers", sehr grossartig), Q. beim Essen Gesellschaft leisten, neu angekommene Geschenkpakete in die Sauna räumen, versuchen, den munter wachsenden Pickel am Kinn zu ignorieren, einmal noch den Staubsauger durchs ERdgeschoss schicken, wir können Flammkuchen nicht essen, ohne zu bröseln.
Als die Kinder im Bett sind, setze ich mich hin und arbeite noch ein bisschen(ich weiss, ich weiss, aber meine Güte, jetzt habe ich mich für das Zusatzjöbchen entschieden, jetzt mache ich das auch. Ist ja nicht für immer. Und Freitag habe ich freifreifrei. Und ja, ich weiss, dass das ein bisschen eine Milchmädchenrechnung ist, wenn ich die Freitagsstunden Mittwoch abend schon reingearbeitet habe)), dazu trinke ich eine Menge Tee (Lady Grey ist mein allerliebster), verdrücke ein paar Plätzchen  und all das bei romantischem Kerzenlicht vom Adventskranz. Um zehn logge ich mich aus dem Firmennetzwerk aus, befülle zwei Kinderstiefel und verschwinde mit Buch Richtung Bett. Wann ich schlafe? Wir werden sehen. Weil erstens überhaupt, zweitens Tee, drittens viel Tee.

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: mich getraut, die Katzen im Dunkeln rauszulassen. Und erst um halb fünf anzurufen, ob sie wieder da sind.

Danke Ihnen fürs Mitmachen, ich freue mich da wie ein Schnitzel drüber!







Dienstag, Dezember 04, 2018

Streichhölzer, anyone?

Ich bin gestern abend ein wenig... versumpft wäre der falsche Ausdruck, aber so fühlt es sich an.
Aus Gründen (Montag komme ich immer spät heim mit L., es war einiges für Schule etc. zu klären, Wäsche zu erledigen, Zeug halt) war es gar nicht so leicht, sich zu, Crosstrainiern zu ¨überwinden, aber es war Montag und wenn ich 3x Crosstrainiern diese Woche unterbringen will, muss ich das Mo/Di/Mi machen), und so war ich erst um halb 11 geduscht parat für den Rest des Abends. Und da stand "Menüplan Party" auf der Liste.


Ich habe also meine Klebezettelsammlung im "Lecker Christmas" Heft konsolidiert, die Mengen mit der Gästeliste abgeglichen, einen EInkaufszettel erstellt und in die Wunderlist diktiert, einen Aktivitätsplan für Freitag und Samstag (mit minimalem Involvement der schon am Freitag anreisenden Gäste, weil sie sind ja Gäste und ich vielleicht schaffe ich es diesmal, eine locker flockige, stets unterhaltsame entspannte Gastgeberin zu sein und nicht ein Drillsergeant in einer Ausbildungsküche. Man darf gespannt sein) erstellt, einen Ofenbelegungsplan für Samstag, dann alles nochmal angepasst und jetzt steht das alles. Und dann war es halt auch schon nach 12.
Und dann war eine Waschmaschine fertig und ich musste noch ein paar Seiten in meinem Buch lesen, weil sonst kann ich gar nicht einschlafen, und dann war es eins, und mir wurde bewusst, das ich zum allerersten Mal ohne den Hübschen im obersten Stockwerk schlafe und hui, auf einmal waren da komische Geräusche und alles war so gross, dann war es halb zwei und irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen und wurde davon wach, das Jonny mich in die Finger zwickte, weil: halb sechs!
Yay!

Der Start in den Tag war dann erstaunlich gemütlich, weil ich schon daheim am Küchentisch mit Arbeiten anfangen konnte, da ich ja heute vollen Kinderdienst hatte, also erst mit L. um viertel nach acht aus dem Haus ging.
Es reichte gerade noch für das grosse Townhall-Meeting, aber ach, ich bin vermutlich in Jahresenderledigungsstimmung und all der unter- und mittelschwelligen Querelen so müde, dass ich für "Feel Good"-Pre-Xmas-Pep-Talk mich nicht wirklich begeistern kann. Naja. Vielleicht brauche ich auch einfach Urlaub.
Den Rest des Tagees rotiert, immer mal wieder gehorcht, wie es dem Hübschen geht (der Flug nach Holland gestern war wohl so ruckelig, dass ein Passagier grossflächig seinen Mageninhalt verteilt hat, aber die spontane Schlaffähigkeit des Hübschen ist ja legendär, also hat er alles verpasst.), aber anscheinend lief es gut!

Daheim Kindercheck, einmal Französischvokabeln, einmal Musikhausaufgaben, Geld fürs Kerzenziehen morgen parat legen, Katzen füttern, Wäsche aufhängen, Pizzaschnecken in den Ofen schieben, Crosstrainer strampeln, Salat machen und frisch geduscht im Pyjama zu Abend essen.
Vorleserunde, Klamotten * für morgen rauslegen, die Novemberseite im Fotobuch machen, ein doppeltes Rezept blaue Hypnokekse machen, die Kinderwunschlisten für Weihnachten mit noch mehr Ideen bestücken, mit dem Hübschen chatten, der zu Recht feiert, tja, der Plan mit heute früher ins Bett kommen scheint nicht richtig aufzugehen, aber der Raum ist immer noch so gross, da oben! Und es gibt immer was zu tun :-)

Stressleveldurchschnitt gestern: 37
Selbstbeweihräucherung: Ich hoffe, ich habe mir die steigende Gereiztheit beim dröflzigsten Mal Erklären eines Prozesses, der seit Jahren implementiert ist, nicht anmerken lassen. und nur innerlich leise gewimmert.

* Ich bin ja ein recht einseitiges Werbeopfer. Wenn ich meinen Esprit-Friends-Newsletter bekomme, weiss ich, dass ich in 90% der Fälle etwas finde, was mir wirklich gut gefällt, wenn ich reinschaue, deshalb mache ich das nicht so oft. (Anders zB Zalando, die ich damals via Zalon mit den ausführlichsten Details über meine Vorlieben gefüttert habe und die mir seitdem standhaft Jogginghosen und scheussliche Sneaker vorschlagen. Muss man auch erstmal hinkriegen). Ich habe also, als es um "Coated Pants" ging, nur reingeschaut, weil ich wissen wollte was das ist und anscheinend sind das enge Hosen, die ausschauen wie Lederhosen, aber irgendwie beschichtet sind.  Ich habe mir gedacht: "Ja, genau, so Aushilfsrockerhosen für entweder grad 20jährige oder Wannabe-Rockomas, die den Schuss nicht gehört haben und gerne noch jung wären". Und dann ist mir ja während des Workshops meine Lieblingscordhose geplatzt und ich brauchte (naja. "brauchte") dringend Ersatz und irgendwie habe ich mich jetzt (wo die wadenlangen Hosenröcke modern sind, die schon in den frühen 90ern beknackt aussahen) ja an mich in skinny Hosen gewöhnt und mit einer weiten flatterigen Bluse könnte das ja schon ganz cool aussehen und ich probier das jetzt einfach mal. Beim Anprobieren war ich mir dann sofort sicher, dass all die flattrigen weiten Blusen super sind, die Hose passte zwar, aber hm, bin ich jetzt eine Möchtegern-Rock-Oma? Kommen als nächstes Nietenarmbänder und Totenkopfhalsbänder? Dass der Hübsche meinte: "Schon cool, so ein bisschen halt wie Gemma Teller Morrow" war nur bedingt hilfreich oder um ehrlich zu sein, auf mehreren Ebenen etwas verstörend. Nun ja, ich hatte die Hose also eine Woche im Schrank, bis ich mich traute, sie anzuziehen (ich war ja unterwegs letzte Woche und man will ja nicht wie eine Old Lady zum ersten Termin bei Lieferanten auflaufen oder eben in der Zusatzjobtruppe den Ruf der Rockerbraut aD haben), heute war es dann so weit. Und was soll ich sagen: es war erstaunlich unspektakulär, genau keiner hat was gesagt, eine Kollegin, deren Kleidungsstil ich sehr mag, hatte sogar genau so einen Hose an. Morgen kommt dann der Härtetest: ich ziehe sie nochmal an und zwar im Turmbüro. Dort ist man ja sehr rustikal und direkt und trägt das Herz auf der Zunge, das ist nochmal eine andere Welt als bei den Globis am Bahnhof. Und ab übermorgen dann: SAMCRO, Basel Chapter.

Nicht ein einziges Mal war ich heute allein im Lift, deshalb nur mit schlechter Ausleuchtung nach einem langen Tag daheim

Montag, Dezember 03, 2018

Unterzahl

Sagen Sie es den Kindern nicht (naja, die können das ja einfach abzählen), aber die nächsten 4 Tage bin ich daheim als Erwachsene in der Unterzahl.
Der Hübsche ist auf dem Weg nach Amsterdam, reich und berühmt werden, während die Jungs und ich daheim den Alltag wuppen. Was man halt so drei Wochen vor Weihnachten Alltag nennt.

Der Tag hat heute denkbar beknackt angefangen: nach einem recht gemütlichen Start rief mich der Hübsche um kurz nach acht geknickt an: der Staubsaugerroboter, der die letzten Krümel vor dem Putzfraueneinsatz wegsaugen sollte, hatte das Kabel meiner (unserer) Lieblingsweihnachtsdekoration (das Dingsi rechts) gefressen und das Teil vom Regal gerissen und tja, jetzt ist der Glassturz halt zerbrochen. (Immerhin: der Hübsche hat es noch gemerkt und die Glasscherben entfernen können, bevor sich die Katzen dran aufschlitzen konnten) Tja, schade und ich war auch ein bisschen traurig, aber letztendlich ist das halt ein ... Ding und entweder finde ich einen passenden Glassturz bei Nordlux als Ersatzteil oder ich bastle was anderes aus dem Lichtgewurschtel oder so.
Dazu ist das gestern nahezu kaputte Handy heute ganz verendet und obwohl der Ersatz schon im Digitec abholbereit war, war der Hübsche doch recht gestresst und schlecht gelaunt und tat mir sehr leid bei unserem Mittagessendate, weil ich genau weiss, wie sich das anfühlt.
Immerhin liessen sich die Handys trotzdem nahezu vollständig synchronisieren und der Hübsche hat jetzt wieder emotionale Kapazitäten für Vorfreude und Aufregung für das grosse Event morgen frei. (Sie haben ihm jetzt am Flughafen noch das Deo abgenommen, weil ich Schlaubischlumpf im Brustton der Überzeugung gemeint habe, Spray wäre keine Flüssigkeit und muss deshalb nicht in das Beutelchen. Tja. Entweder nur meins nicht oder meins nicht, weil es so ein kleines compressed-Dings ist, oder weil sie es nicht gesehen haben. Aber jetzt hat er ein richtig schickes aus dem Duty Free, da stinkt man nicht nur nicht, sondern duftet gar edel unterm Arm)

Mein Arbeitstag startete auch etwas suboptimal, ich bin nämlich mit einem (nicht nur meiner Meinung nach) sehr guten Plan, eine grosse (also: echt grosse.) Menge Geld zu sparen respektive zu retten, gegen eine anscheinend unnachgiebige Wand gefahren. Und weil ich die nicht hatte kommen sehen (und auch nach wie vor nicht verstehe), tat der Aufprall besonders weh. Tja.
Geknickt im Lift

Zum Launeheben bin ich übrigens mittags in der Stadt Weihnachtsfeeling tanken gewesen (ich wollte auch schauen, ob ich irgendwo so einen Glasssturz oder so ein ähnliches Dekoding finde, habe ich aber nicht) und im Flying Tiger etwas eskaliert. Ich wollte eigentlich nur zwei Ladekabel (in pink übrigens. Die nimmt mir in dem Männerverein keiner weg)  für nur bei der Arbeit besorgen (bisher nehme ich die immer von daheim mit und das dauernde Ein- und Ausstecken nervt),
Wichtig und nicht zu unterschätzen: topseriöses Auftreten

aber dann sah ich erst das Glittergeschenkpapier und dann die Props für eine Weihnachtsphotobooth und hm, ich sag mal so: dieses Jahr wird es denkwürdige Familienbilder geben.

Frisur sitzt
Und ja, ich habe kein Problem damit, mit einem Haarreif mit goldglitzerndem Rentiergeweih in einer Einkaufstasche über den "Ugly-Christmas-Sweater-and-Costume"-Contest der US-Kollegen im Firmen-Google+ zu lästern.
Weihnachten wird ja bei uns heuer ein wenig trashig glitterig und das kam so:  seit ein paar Jahren sind die Kinder ja gross genug, dass sie Glaskugeln am Baum leben lassen. Seitdem haben wir uns wunderschönen Baumschmuck in .. drei? verschieden kombinierbaren Farbkonzepten (weiss/silber für mit allem, rot, grau und türkis) geleistet. Dieses Jahr bekommen wir zwar Besuch von dem frisch mobilen Superburschi, aber 5 Erwachsene und zwei grosse Kinder als Aufseher sollten ein Kleinkind vom Kugelpflücken abhalten können, oder? Wen aber auch 100 Erwachsene nicht vom AufdenBaumkletternundallesrunterfangenwasgeht abhalten werden können, das sind Jon und Sansa. Wir werden also wie jedes Jahr den Baum an der Decke festbinden und nur bruchsicheren Schmuck aufhängen. Und damit das nicht nur Wichtel aus Märchenwolle und Tannenzapfen sind, waren L. und ich einkaufen und ... naja, das Glitterthema sprach uns spontan beide an. Das wird sich auch im Katzenfell super machen, wenn sie zB den pinken Hirsch oder die bunten Glitterzuckerstangenhänger wegtragen oder sich durch den Baum jagen.

Spannend wurde es dann übrigens noch, als ich auf einmal eine SMS der Alarmanlage bekam "Einbruchalarm Haustür", aber nachdem Q. auf dem Heimweg von der Schule gerade schon angerufen hatte, hatte ich so eine Idee, wer der Einbrecher sein könnte. Normal ist die Alarmanlage nämlich nicht an, wenn er heimkommt, weil dann der Hübsche schon da ist, aber heute ist der ja teures Deo kaufen, und, O-Ton Q.: "Ich hab mich noch gewundert, was da so piept und dann immer schneller und dann wollte ich überlegen, wie der Code war, und zack, ging schon die Sirene los." Kudos an das Kind, bei dem man sich ja manchmal nicht sicher ist, wie viel Info tatsächlich im Hirn ankommt und wie viel den "Jaja, hmhm, klar, also L., da gibt es jetzt den neuen Skin..".Filter aka rechts rein, links raus nimmt, das sich im vollen Sirenengeheul an den geheimen Ort, an dem die Fernbedienung zum Abstellen versteckt ist, erinnert hat.

Stresslevel gestern: 26
Selbstbeweihräucherung: die Niederlage heute morgen relativ sportlich genommen.

Sonntag, Dezember 02, 2018

Freizeitstress

Man hat es nicht leicht an einem kinderfreien Wochenende: soviel Dinge zu tun, die mit Kindern nicht gehen, soviel zu entspannen und langsam zu machen und trotzdem all das erledigen, was an jedem anderen Sonntag auch zu erledigen ist. Plus Extrawäsche, weil die Kinder verschlammt aus dem Pfadilager zurückkommen.
Wir haben heute also ausgeschlafen, gemütlich zu zweit gefrühstückt, es gab keine Diskussion, wer die erste Kerze am Adventskranz anzünden darf, ich habe das einfach gemacht. Ich habe die über Nacht getrockneten Bethmännchen gebacken und verziert, der Hübsche hat angefangen, sein Zeug für die Reisewoche parat zu legen, wir haben ein, zwei Maschinen Wäsche gewaschen und uns dann auf den Weg ins Nachbarörtchen in die Therme gemacht. Diese Idee hatten auch noch ein, zwei, dreihundert andere Menschen und deshalb mussten wir erst ein bisschen warten, bis wir reinkonnten.
Dann aber war es sehr schön: kalter Nieselregen ist das perfekte Wetter für Solebecken, Intensivsolebecken (meine Güte, ich wusste gar nicht, dass ich SO zerkratzt von den Katzen bin), drölfzig verschiedene Saunen und Fussbadebecken mit Blubber, bei denen man mit der richtigen Technik sehr schöne Furzgeräusche generieren konnte. Zack, drei Stunden um, schnell heim, Katzen füttern, Wäsche aufhängen, zusammenlegen und schon war es halb fünf, Zeit im mittlerweile strömenden Regen platschnasse übermüdete Kinder abzuholen. Aber: schön war es im Lager, sie haben sich gemütlich in die Badewanne oder ins Bett mit Katze verzogen, die gestern installierte Belechtung sehr goutiert.
Leider hat der Hübsche sein Handy fallen lassen und nach mehreren Sprüngen ist es nun total im Eimer.
Also daheim schnell, schnell, neues Handy bestellen, Schutzhülle (denken Sie sich hier ein loritoteskes "ach"), mehr Wäsche waschen, Abendessen machen (Tacos aus Gründen), Znüniboxen und Schultaschen packen, Blusen bügeln, Koffer packen, Nägellackieren, die Knöpfe, die die Reinigung am Anzug des Hübschen ruiniert hat (zwei Knöpfe pro Reinigung zerbrechen ist ein bisschen viel, oder?), ersetzen, durchschnaufen, eine Folge Narcos, schlafen.

Selbstbeweihräucherung: mich wirklich angestrengt, dass das mit dem Relaxen klappt.
Stressleveldurchschnitt gestern: 46

Samstag, Dezember 01, 2018

Dezember

Es ist soweit: mein Lieblingsmonat!

Im Dezember werden wir

  • ein kinderfreies Wochenende (naja, 27 Stunden) verbringen, die Kinder sind nämlich mit den Pfadis auf dem Samichlausweekend. Wir wollten eigentlich schick essen und ins Kino gehen, aber das ist uns etwas spät eingefallen und anscheinend sind ganz viele Arbeitsweihnachtsfeiern auch samstags und so war alles ausgebucht und im Kino kam auch nix, also haben wir das Haus weihnachtlich geschmückt und zuhause asiatisch (mit viel Gemüse und sehr scharf, das ist mit Kindern immer schwierig) gekocht, die Sauna angeworfen und Narcos geschaut. Auch ok. Morgen geht es in die Therme.

Die Köhler-Krippe, die jedes Jahr mit einer neuen Figur ergänzt wird. (Erinnerung für 2019: Entweder einen Tannenbaum oder einen Busch)







  • eine Woche ohne den Hübschen verbringen, der erst in Holland, dann in Basel, aber für ein paar Tage und über Nacht auf einem Workshop ist.
  • Q. und L. durch die letzten Prüfungen (und das ist gerade bei Q. noch eine Menge) vor der Weihnachtspause begleiten.
  • meinen Geburtstag hoffentlich rauschend feiern (mit Gästen aus dem Internet und von hier, ich freue mich sehr)
  • den 50. Geburtstag meines Lieblingskollegen feiern (den habe ich, wie so einige übrigens, vom Hübschen "geerbt" :-))
  • an zig Teamweihnachtsessen uns dick und rund essen
  • mit Q. zu den letzten Meisterschaftsspielen dieses Jahr fahren
  • mit L. bei der Turnaufführung mitfiebern
  • einen Weihnachtsbaum aus dem Dorfwald holen
  • Heiligabend im kleinen, den Rest von Weihnachten im grösseren Familienkreis feiern
  • zwei Wochen Weihnachtspause machen
  • die Jahresendbuchhaltung erledigen
  • das Kammerl des Grauens ausmisten
  • Ach ja: und jeden Tag ein Adventskalendertürchen aufmachen





Wie man hier sieht, haben wir 3 fertig gekaufte, einen individuell befüllten, alles nach Wunsch und ohne jeden ideologischen Überbau. Ich fand ja das erste Adventskalendergate vor zwei Jahren schon unsäglich albern, den Versuch, das im Zuge des inszenierten Nachhaltigkeitsshitstörmchens dieses Jahr (ein Schelm, wer dabei an Buchverkaufszahlen denkt) wieder aufzuwärmen, sehr armselig und hey, ich habe vor Jahren schon alles dazu gesagt.

Stressleveldurchschnitt gestern: 22
Selbstbeweihräucherung: nur leise geflucht, als der neu gekaufte Lichtersternenvorhang total verwurschtelt war.