Freitag, November 07, 2014

6 Jahre

Wird mein Patenmädchen nächste Woche. Und weil sie sich ein Tier (Katze, Fische, ein Pferd oder einen Hasen) wünscht und ich den Auftrag von den Eltern bekam, das ohne Lebendiges zu lösen, passte die neue Stickdatei von Johanna Fritz, die es seit gestern bei Kunterbuntdesign gibt, wunderbar. Die Katzen gibt es in verschiedenen maritim oder piratenartig angehauchten Varianten, für mein Schweizer Patenmädchen mit 50% hamburgerischem Genmaterial gab es eine mit Matrosenmütze.
Und irgendwie tut sie mir ein bisschen leid mit ihrem Novembergeburtstag: mir ist dann immer so herbstlich zumute, dass immer irgendwas in dunklen Farben rauskommt..... aber trotzdem: ich mag das "Sveja"-Shirt sehr.

Donnerstag, November 06, 2014

Früh übt sich,

was ein echter Schweizer werden will.
Little L. kam letztens aus dem Kindergarten nach Hause und meinte: "Heute, Mami, da hab ich im Kindsgi ein Buus bekommen"
Ich so: "Aha. Was ist das denn, "ein Buus", das Wort habe ich noch nie gehört?
Little L.: "Ja, also, ich weiss jetzt das Wort auf unserer Sprache nicht, in Kindsgi-Sprache heisst das "e Buess"".
Ja, und da klickte es natürlich bei mir (Little L. und Q. reden mit dem Hüsbchen und mir ihre Version von Hochdeutsch, in Kindergarten, Krippe und Schule dahingegen astreinen Aargauer/Basler Dialekt und wenn es mal Wörter gibt, die wir zu Hause auf Hochdeutsch nicht benutzen, dann fehlen die.)
Aber: wie jeder der in der Schweiz schon mal 0-5 Stundenkilometer zu schnell gefahren ist, weiss ich natürlich, was "e Buess" ist (zu Hochdeutsch: "eine Busse" und nein, auf der Schweizer Tastatur gibt es kein scharfes s und ich habe keine Lust auf komische Sonderzeichenshortkeys.).

Ich wollte natürlich wissen, wofür es die "Buess" gab und was sie beinhaltet. Grund war "Also, ich war zu spät. Ich war am Malen und wir sollten alle in den Kreis kommen und ich war aber noch nicht fertig und dann hatte es die Frau H. schon zum dritten Mal gesagt und dann gab es die Buess. Die S., der I. und noch drei andere haben auch eine Buess bekommen."
In was die Busse bestehen sollte, war zunächst unklar, als Referenz wurde herangezogen, dass andere als Buess schon mal alle Buntstifte im ganzen Kindergarten spitzen musste, was bei der Affinität mancher Kinder zu dieser Tätigkeit (Elektrospitzer! Kurbelspitzer!) vielleicht gar nicht so richtig schlimm war.
Am nächsten Tag dann wurde die Buess vollstreckt: alle, die eine bekommen hatten, durften nach dem Znüni im Kreis als Letzte zum Sielen nach draussen gehen. "Aber, Mami, von all den Letzten war ich der Erste, also war es gar nicht schlimm"

Ich werde das nächste Mal, wenn man mich mit 123 km/h auf der Autobahn blitzt, auch mal vorschlagen, dass ich statt 150 CHF zu bezahlen, doch mal alle Bleistifte der Kantonalpolizei spitzen könnte, oder bei einem Stau erstmal alle vorbeilassen und dann als letzter (oder wenigstens als Erster von den Letzten) durchfahren könnte.

Mittwoch, November 05, 2014

WMDEDGT? 11/14

Es ist soweit, es ist der 5. November und ich habe selber dran gedacht: Heute ist wieder kollektives Tagebuchbloggen angesagt.
Wer mitmachen will: den Tag über Tagebuch führen, in die Liste eintragen und schauen, was die anderen an einem Novembertag so machen.

Der Tag beginnt mich irgendwann mitten in der Nacht, als Little L. Kuschelbegleitung bei sich im Kinderzimmer wünscht. Immerhin kann ich in seinem breiten Bett besser schlafen, als wenn er sich beim Hübschen und mir einquartieren würde.
Um 6:00h klingelt der Wecker und das allmorgendliche Wäscheaufhängen, alle aus den Betten scheuchen, Frühstücken, Brotzeiteinpacken etc. nimmt seinen Lauf.
Um 7:03h sind wir in der Kinderkrippe, ich gable eine Arbeitskollegin auf, die statt mit dem Bus mit mir in die Stadt fährt, wir werfen wegen strömendem Regen noch den Hübschen auf dem Weg an seinem Arbeitsplatz raus und wegen „Regen! Unwetter! Bahnstreik vielleicht auf der anderen Seite der Grenze“ brauchen wir bis halb acht im Büro.

Auch hier soweit alles im Rahmen: Sachen unterschreiben, Mitarbeiterevent vorbereiten (in der Endphase der Organisation kommt mir meine langjährige Erfahrung im Ausrichten von minutiös geplanten Kindergeburtstagen mit der Unterstützung eines sehr kurzfristig zusammengestellten Teams zugute): ich konzipiere Präsentationen, Auswertetools, Sitzpläne, organisiere einen Lastwagen von hier nach da, bekomme immer mehr Anrufe von Leuten, die sich ob der kryptischen Bestellungen wundern, die wir getätigt haben („Sie haben bei uns Molekülbaukästen in, sagen wir, ungewöhnlichen Mengen bestellt. Darf ich fragen, wofür?“).
Spannende Momente des Tages: ein Mitarbeiter rempelt mich im Lift so an, dass ich mir heissen Kaffee drüberschütte und meine Kollegin und ich haben unsere Wasserflaschen aus Versehen getauscht. Mittelgrosses Drama: Sie nimmt ohne, ich mit Kohlensäure, sie trinkt aus dem Glas, ich aus der Flasche.
Mittags gibt es ein mittelgutes Asiagericht mit Rindfleisch, ich hätte doch die Älplermagronen nehmen sollen, ausserdem bringe ich das Zalandopaket zur Post (mit für dieses Saison erstmalig vorgenommener "Kälteschutzjacke, ableitfähig")
Draussen ist es so dunkel, dass sich der ganze Tag wie kurz vor Feierabend anfühlt….

Am Nachmittag erledige ich etwas, was ich lange vor mir hergeschoben habe: der Oberstchef möchte von mir Feedback über eine seiner Mitarbeiterinnen, die in einem Teilbereich meiner Arbeit aktuell meine Chefin ist. Schwierige Situation, aber kneifen gilt nicht, auch wenn der Knopf „Feedbackanfrage ablehnen“ schon sehr verführerisch erscheint.
Schon drin in den ganzen HR-Themen schreibe ich noch schnell (haha) die Kommentare in meinen eigenen Performance-Plan, es ist November, die Mitarbeitergespräche stehen vor der Tür.
Danach erstelle ich farbcodierte Seating Charts für das Event und komme mir ein bisschen vor wie beim Hochzeitplanen. Immerhin muss ich diesmal keine Rücksicht drauf nehmen, wer neben wem und, viel wichtiger, wer auf keinen Fall neben dem sitzen darf oder will, es geht einzig und allein um eine ordentliche Durchmischung.
Irgendwann dann fühlt es sich nicht nur an wie halb fünf, sondern ist sogar halb fünf und damit für heute Feierabend, weil wir noch mit einem Kollegen, de die Abteilung gewechselt hat, ein bisschen Abschied feiern gehen. Aus Wettergründen (UND VIELLEICHT LOKFÜHRERSTREIK mit Auswirkungen auf den schweizter Bahnverkehr bin ich mit dem Auto gekommen, aber so früh (und bei dem Sauwetter) habe ich eh keine Lust auf fahruntüchtig machende Mengen Bier.
Die Kinder haben heute übrigens die erste Probe fürs Krippenspiel, weswegen der Hübsche sie erst um 18:00h abholen und zum Abendessen ins Restaurant zum Goldenen M ausführen wird










Dienstag, November 04, 2014

Service oder so


Vor nicht allzulanger Zeit hat ein Schokomuffinrezept bzw. eigentlich das Kleid der Bäckerin das Internet in Aufregung versetzt. Das  Kleid ging als "Herzdamenkleid" durch Twitter und Instagram, es wurde sogar nachgenäht.
Was mich erst abgeschreckt hatte, war mein mangelndes Dekollete die Aussage, dass es aus Polyester sei und sowas trage ich nicht gern (Wie immer: ICH trage das nicht gerne, das heisst nicht, dass Sie das nicht gerne tragen dürfen. Oder ich Sie weniger cool, klug und stark finde, wenn Sie Polyester gerne oder mittelgerne tragen). Also habe ich es erst mal nicht bestellt und dann immer wieder gesehen und hätte es dann doch gerne gehabt.
Ich habe also bei Zalando mal geschaut und tadaaaa: nix mit Polyester, sondern Jersey mit Elasthan. Und sogar in blau!

Ich habe also das rote (wenigstens für ein Bild wollte ich das Original-Herzdamenkleid anziehen), das blaue und ein paar Wickelkleider bestellt.
Als sie hier ankamen merkte ich dreierlei:
1. Die King Louie Wickelkeider stehen mir nicht. Wenn man (also ich) schon keine Oberweite hat, möchte man (also ich) wenigstens mit der schmalen Taille angeben, wenn da so Geraffel ist, will ich entweder dauernd zuppeln und es sieht dicker als als ich bin.
2. Das Herzdamenkleid sieht in rot am besten aus.
3. Zalando hat mir zwei Kleider (das rote und das blaue Herzdamenkleid) aus Polyester geschickt.

Ich war etwas verwirrt, habe auf der Zalando-Homepage nochmal nachgesehen: und ja, da steht immer noch "80% Baumwolle, und noch bisschen was anderes". Bei allen andere Anbietern des Kleides steht "88% Polyester, 12% Elasthan", so wie auch auf dem Etikett meines Kleides.

Grmpf. Ich habe also via Zalando-Reklamationsservice geschrieben, dass ich gerne wüsste, ob sie mir das falsche Kleid geschickt haben oder die Beschreibung falsch ist.
Für mich ist klar: wenn es das Kleid in Baumwolle gibt, will ich das in Baumwolle, das habe ich auch bestellt. Wenn nicht, dann war die Beschreibung falsch und ich muss nochmal überlegen, ob ich das Kleid trotzdem behalte, weil gut sieht es allemal aus, aber ich hätte das gerne gewusst.

Tja. Schon einen Tag später bekomme ich eine EMail mit folgendem grossartigen Text:

Guten Tag Frau Brüllen, 
mein Name ist Servicemitarbeiter xy und ich bedanke mich für Ihre Nachricht.

Ich habe Ihre Anfrage erhalten und kann Ihnen mitteilen, dass Ihr Vorgang sich derzeit noch in Bearbeitung befindet. Selbstverständlich gebe ich Ihnen schnellstens eine Rückmeldung, sobald mir ein Ergebnis vorliegt.

Ich freue mich, wenn Sie sich kurz Zeit nehmen, um uns mitzuteilen, wie zufrieden Sie mit unserem Service sind. Bitte klicken Sie hier, um zur Umfrage zu gelangen.

Für weitere Fragen stehen meine Kollegen und ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Viele Grüsse,

Und drunter noch liebevoll eine gescannte handschriftliche Unterschrift.
Jetzt mal ehrlich: Nicht so richtig durchdacht, oder? Mir sagen, dass sie keine Ahnung haben, aber mich noch eine Zufriedenheitsumfrage ausfüllen lassen? Aber ich bin ja brav und habe also die Umfrage ausgefüllt. Mit ganz schön wenig Sternen ("Wie zufrieden sind Sie mit dem letzten Kontakt mit dem Zalando-Kundendienst?" "Gar nicht" "Wie finden Sie das Layout unserer Emails?" WAS HAT DAS MIT MEINER FRAGE ZU  TUN????? "Haben Sie sonst noch Anmerkungen?" "Schon.") und gewartet. Tagelang gewartet. Und keine Antwort bekommen.

Mittlerweile hat sich die Beschreibung des roten Kleides bei Zalando auf "88% Polyester, 12% Elasthan" geändert, Antwort kommt aber keine.

Es gingen dann heute noch ein paar Mails hin und her, ich habe gelernt, dass es eine "Fachabteilung für Beschaffenheit von Artikeln" gibt, die sehr bedächtig zu arbeiten scheint, ich wurde mehrfach aufgefordert, doch ruhig nochmal die Kundenzufriedenheitsumfrage auszufüllen, habe das auch brav jedesmal erledigt, in der Zwischenzeit dann wurde es mir zu doof und ich habe einen Rücksendeschein für alle Kleider ausgefüllt. Am Ende haart die Katze noch in das Paket mit den Wickelkleidern, die ich eh nicht behalten möchte, und dann bin ich die Böse. Also: alle eingepackt und nicht mal ein Tragefoto gemacht (ohne so richtiges Dekollete sieht es auch tatsächlich nur halb so spannend aus, kann ich Ihnen verraten).

Also: kein Herzdamenkleid für mich, was natürlich nicht am Kleid und nicht an der Herzdame liegt, eher an meiner Sturheit, die einen für mich högscht unprofessionellen Umgang mit Kunden nicht ausstehen kann und deshalb aus Trotz nichts von dem Laden möchte (obwohl, ich habe jetzt einen 15%-Gutschein für das nächste Mal bekommen und habe ja nie behauptet, nicht käuflich zu sein). Ich überlege, ob ich der Frau mit der schwungvollen Unterschrift noch sagen soll, dass die Artikelbeschreibung für das blaue Kleid immer noch falsch ist. Aber vielleicht findet die Fachabteilung für Beschaffenheit von Artikeln auch selber raus.



Ach ja: und nicht vergessen: morgen ist "WMDEDGT?"

Montag, November 03, 2014

"Kamera läuft, uuuuuuund bitte"

Ich habe seinerzeit (aka in den 90ern) für sehr gemischte Gefühle in meinem Freundeskreis gesorgt, als ich mit viel Appell an ihre Pflicht als Bürger und überhaupt und so sie alle zusammen zu einem Blutspendetermin gezerrt habe und dann selber nicht spenden durfte (Gewicht grenzwertig, Blutdruck noch grenzwertiger, Hb-Wert unter allen Grenzen).
Ich hatte ja selbst fast ein bisschen ein schlechtes Gewissen, als sie da alle halbliterweise Blut liessen und ich nur einen Fingerpieks bekam.
(Heute könnte ich natürlich sagen: ha, mein Blut will eh keiner)

Und weil ich mir nicht nochmal sagen lassen will, dass ich die Leute immer in irgendwelche Aktionen reinschwatze und dann selber kneife (also: ich hätte ja damals gespendet, aber sie haben mich echt nicht gelassen), bin ich heute trotz Schnupfnase (rot), Rotzbirne und Erkältungsstimme mit dem Kollegen, den ich freundlich dazu motiviert habe, mit mir zusammen doch etwas gegen die mangelnde Präsenz unseres Bereichs bei offiziellen Bild- und Tondokumenten unseres Arbeitgebers zu unternehmen, doch zu dem offiziellen Videodreh für den Tag der offenen Tür irgendwann nächsten Herbst (ja, spontan, das können wir ,-)) gegangen.
Erst hiess  es ja, man müsse nur lächeln und winken und das ist ja nun wirklich eine meiner Kernkompetenzen, aber dann mussten wir uns auch noch zwei Sätze ausdenken und sagen und dabei NUR IN DIE LINSE schauen, was leichter klingt als es ist. Ich habe mir schliesslich auch nur fast das Genick gebrochen bei dem Versuch, ein freundlich neckisches Begrüssungszwinkern mit ohne Hände und bitte NUR IN DIE LINSE Schauen hinzubekommen, aber das haben wir dann nochmal gedreht, weil ein "aaaaaahrg, mein Hals" stand nicht im Drehbuch.

Sonntag, November 02, 2014

Buh!

Am Freitag haben sich ja auf Twitter, Instagram und der Bloggerwelt wieder die "Yeah, Halloween" und "Boah, es ist aber Reformationstag und diese Amerikanisierung, furchtbar"-Artikel, Tweets und Bilder in allen Ausprägungen gekreuzt.
Ich sehe das relativ pragmatisch: hier bei uns in der Siedlung ist das ein Riesenevent für die grosse Kinderschar. Also: machen wir mit. (Wobei: Nicht-Mitmachen auch ginge, sogar sehr leicht, wenn man keine Kinder hat, und sonst muss man es "nur" seinen Kindern erklären. Wenn man ein Tuch an die Klinke bindet oder, wenn man dem nicht traut, ein Schild an die Tür hängt "Bitte nicht läuten" oder, wenn man dem auch nicht traut, eine Gartenbank quer vor die Haustür stellt, dann wird man auch nicht rausgeläutet.)
Wir haben also schon am Mittwoch abend einen Batman-Kürbis geschnitzt (auf die Idee kam ich, als ich den Artikel vom Nuf über den schönen Hipster gelesen hatte, aber leider wirft unser Kürbis keinen Fledermausschatten, dazu ist es hier zu gut beleuchtet).

Die Kinder waren auf einmal ganz grosse Fans von Scream-Masken (einmal im Original und einmal in freundlich ;-)), da ich aber schon ahnte, dass das Maskentragen bei Little L. keine ganz grosse Liebe werden würde, nahm ich statt des Umhangs das genauso teure (aka billige) Zauberlehrling-Set mit Brille und Hut zus. zum Umhang mit.


Wer hätte das gedacht: als es dann mit der Klingelei hier bei uns losging, wollte er tatsächlich lieber erst mal als Harry losziehen, mit der Maske als Backup dabei. (Ich hätte zum Aufmalen der Blitznarbe mal besser nicht meinen Urban-Decay-Kajal genommen, weil erstens war der "Schwarz? Mami? Hast du schon mal eine schwarze Narbe gesehen?" und zweitens geht der praktisch nicht mehr ab). Mit Hogwarts-Schal und Original-Leuchtzauberstab, tja, da sieht er schon sehr niedlich aus.

Zusammen mit einem Nachbarsjungen klingelte das Dreiergespann also an all den Türen, die mit Kürbissen, Gruselkulisse, Spinnweben, Totenköpfen und ähnlichem dekoriert waren.
Nachdem wir die letzten paar Jahre immer total genervt waren, weil ob des Overkills an "So spät noch draussen! Süssigkeiten! Waaaaah!" die elementaren Regeln der Höflichkeit (Hallo, tschüss, bitte, danke) auf der Strecke geblieben waren, hatten sie sich dieses Jahr ein Sprüchlein gemerkt, dass zwar nicht unbedingt das originellste der Welt ist "Wir sind drei kleine Geister und essen gerne Kleister. Wenn Sie uns nichts geben, bleiben wir hier kleben", aber im Chor von drei U10-Gruselgestalten aufgesagt, ist das schon süss und wenn dann noch "danke" und "Ciaociao" gesagt wird, ist alles superst.

Ich muss sagen, den Rumlaufteil von Halloween finde ich sehr toll. Die Häuser sind hier grossartig dekoriert, es gibt Minigeisterbahn-Installationen, man trifft alle Nachbarn, Kollegen, Kindergarten- und Schulfreunde, meist super kostümiert. Das Daheimsitzen und andauernd Rausgeklingeltwerden ist nur so mittel, aber das haben wir dieses Jahr nicht mal erlebt, weil der Hübsche einen Sporttermin* hatte und so keiner das Haus hüten konnte. Und als wir dann nach 2h durchgefroren heimkamen, kamen nur noch ein paar Nachzügler, die grosszügig von den Jungs aus unserer bereitgestellten Schüssel versorgt wurden. Ach ja: wir haben jetzt übrigens erst mal genug an Süsskram.

Die "Streiche" halten sich nach meiner Erfahrung hier in unserer Schlafstadtidylle echt in Grenzen, irgendwie ist anscheinend ein Ei von wo auch immer auf unserem Balkon gelandet, aber das hat grösstenteils die Katze entsorgt.






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Samstag, November 01, 2014

November?

So ein besuch der basler herbstmäss ist schon ein bisschen skurril, wenn die sonne scheint und den kindern so warm ist, dass sie kurzärmlig rumlaufen. Immerhin haben little l. und ich vom hübschen tödlichen männerschnupfen vererbt bekommen, so dass sich das wenigstens nach herbst anfühlt.
Mittlerweile hat sich little q.s fahrgeschäftaversion mehr als nur gelegt (ich sage nur: "blue fire", aber bitte in der ersten reihe) und little l. kann per seiner definitionem alles, was sein bruder auch kann. Das ist einerseits nicht so gut für den geldbeutel und meine nerven, weil ich zumindest das gefühl habe, den kleinen mann ("ICH BIN NICHT KLEIN!!!!!") extra fest halten zu müssen, aber der spassfaktor ist schon deutlich höher, als wenn man dem schwanenkarusell und der bimmelbahn zuschauen muss.
Ach ja: und der parkplatz in der firmentiefgarage 5 min zu fuss vom messeplatz weg, der ist natürlich jeden tag toll, aber an einem sonnigen mässtag, wo man in basel auch noch einkaufen kann, anders als in allen ländern und kantonen im näheren und ferneren umfeld.






Ein von @prozac74 gepostetes Foto am




Ein von @prozac74 gepostetes Foto am


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