Dienstag, August 25, 2026

250826

 Ach guck, Regen! Wie auf dem Regenradar angekündigt, begann unsere Regentrommel auf dem Fensterbrett gegen vier munter zu klimpern. Zum Radeln regnete es ergiebig runter, aber kein Sturzregen, nur nass halt. Ich hatte vergessen, meine Überschuhe aus der Radtasche zu ziehen, bevor ich alle Taschen verstaute, also wurden meine Turnschuhe halt nass. Rest war mitteltrocken mit Regenhose und Reflektorjacke, Hände blieben dank Softshellhandschuhen warm und trocken. Mit dem "neuen"Radparkplatz in der Tiefgarage direkt unter dem Schwimmbad entledigte ich mich meiner Regenhose und Handschuhe direkt dort und hängte sie über das Rad zum Trocknen. Wehe jemand klaut meine Neonhose!

Beim Schwimmen schnappte ich mir dann zwei Spinde, einen für die nassen Klamotten, einen für den Rest.

Ich habe mittlerweile meine morgendliche Routine gefunden: 8 Bahnen Brust, 2 Bahnen einarmiges Kraulen, repeat. Und beim Kraulen schaffe ich es jetzt, nicht direkt ins Keuchen zu kommen, weil, hey, ich muss überhaupt nicht so schnell machen und ertrinke trotzdem nicht. Vielleicht wird es doch? (Next humbling moment incoming: heute Abend ist wieder Kraulkurs und ich habe natürlich nur einen Teil der HAusaufgaben gemacht, weil ich mich noch nciht bereit gefühlt habe für das beidarmige Kraulen. Mal sehen. Meinen Pre-Kraul-Skyrdrink habe ich auch daheim im Kühlschrank vergessen).

Umzug ins Büro, im 16. Stock ist mir dann schon wieder so warm, dass ich die Idee, eine Kanne Tee zu kochen, die mir auf halbem eingeregneten Weg kam, wieder verwarf und bei kaltem Wasser blieb.

Kleidung auch eher sommerlich, ich hatte gestern abend meinen langen Stufenrock rausgekramt und ein ärmelloses schmales Oberteil in hellblau. Passte super zusammen, und ich bin noch nicht ganz bereit, den Rock gehen zu lassen, obwohl er schon über 20 Jahre alt ist, ich zwei Löchlein unten mit bunten Stickflicken repariert habe und heute ein weiteres kleines Loch an der Seite entdeckt habe. Ich habe einfach noch keinen angemessenen Ersatz gefunden....

Meine aktuelle Buchbinder-Wanninger-Story, die sich seit 6 Wochen hinzieht, erklimmt neue Höhen, ich nehme das mittlerweile halbwegs entspannt, dokumentiere aber all diese absurden Konversationen, um dann, wenn wieder mal jemand sagt "Ist doch alles klar und einfach!", sagen zu können: "Hölle, nein, Bruder."

Sonst: Mix aus (erstaunlich konstruktiven) Meetings und jeder freien Minute Dossierreview. Mittagessen bei fast keinem Regen, aber es gab trotzdem kein Ründchen, weil mir Bilder (viele Bilder) von einer weiten Reise gezeigt wurden. Das war schön, weil ich mich freute, wie sehr die Reisende die Reise genossen hatte, aber auch ein bisschen of my own medicine, weil: es waren schon sehr viele Bilder und ein bisschen Lektorat hätte der Story gut getan :-).

Nachmittag dicht gepackt mit Meetings, dann zweiter Kraulkurstermin. Ich hatte keinen Snack für vorher dabei und dachte mir: joah, wird eh nicht so anstrengend, das letzte Mal sind wir auch nicht soooo viel geschwommen, wird schon.

Hahahahaha. Naja. Ich hatte ja schon ganz gut geübt, allerdings gar nichts mit beiden Armen, sondern einzig und allein einarmigen Armzug und Atmen, unterstützt mit Pullbuoy. Heute dann: "Zum Aufwärmen mal zwei Bahnen einfach kraulen. Okeeee? Ich bin schon mal nicht ertrunken, das war ganz gut.

Dann gab es einen grossen Schritt zurück, weil eben ein paar Neulinge dabei waren, die dabei schon fast ertrunken sind. Also: nochmal Armzug in einzelnen Schritten je zwei Bahnen mit Pullbuoy zwischen den Beinen (Kaktusarme, Gulligulligulligulligulli und Pinguin). Tja. Und dann wieder Pullbuoy weg und halt kraulen. Mit Körper die ganze Zeit hin und herdrehen, nicht nur beim Atmen, mit Arme gaaaaaaanz lang vorstrecken und eigentlich beim Atmen schon nicht aufhören zu schwimmen, aber wenn es sein muss, dann vielleicht besser doch, und hallo, die Hände andersrum ins Wasser tauchen, und jetzt zwischendrin zum Atmen auf den Rückendrehen, alle drei Armzüge, und meine Güte, ich wusste gar nicht mehr, wie mir geschieht.

Aber: ich sehe Licht, respektive Luft. Ich schaffe es (manchmal) nicht ins Keuchen zu kommen, manchmal automatisch zu atmen, manchmal klappt es mit dem Zählen, manchmal gar nicht, manchmal sinke ich einatmenderweise auf dem Rücken einfach unter Wasser. Aber: es wird!

Eine der Neulinge ist dann sehr bedröppelt in der Umkleidekabine gewesen und ich habe mich an mich letzte Woche erinnert, wo ich echt fast verzweifelt war, und ihr das gesagt und dass es wirklich nicht leicht ist, aber besser wird. Das hat sie sehr gefreut!

Ach, ich bleibe also gespannt!

Heimradeln dann mit noch feuchten Schuhen, der Rest ist in der Umkleide respektive über dem Rad in der Tiefgarage sehr schön getrocknet und es war kaum vorstellbar, dass ich morgens froh um Handschuhe war: es war einfach wacherlwarm.

Daheim war... keiner, L. beim Hock, Q. an der Nordsee, der Hübsche beim Sport, die Katzen irgendwo.

Ich habe mein Zeug ausgeräumt (mal sehen, ob ich morgen wieder die Handtücher vergesse), dann die letzten 2 Zucchini und Tomaten in Pasta mit Zucchini, Tomaten (da wären Sie jetzt auch nicht draufgekommen, gell?) und Zitronenquarkknoblauchparmesancreme und drölfzig Kräutern gemacht. War ok, Zucchini halt.

Sehr nett mit L. geredet, der hat total Spass am Ultimate Frisbee, so kann es gehen.

Morgen wieder 30 Grad und Knallsonne, eh klar.



2 Kommentare:

Susanne hat gesagt…

Vielen Dank dass Sie uns am Kraulkurs so detailliert teilhaben lassen. Ich hab das mit 10 in der Schwimmabteilung gelernt und kann mich überhaupt nicht mehr erinnern wie uns das damals beigebracht wurde.

Birgit hat gesagt…

Apropos Kraulkurs: Ich hatte letzte Woche meine erste Kraulkursstunde. Hier gibts ein anaderes pädagogisches Konzept, theoretisch mal kurz erklären, wie der Armzug geht, aber dann: Zwei Bahnen nur Beine, eine Bahn rechter Arm, eine Bahn linker Arm, zwei Bahnen kraulen (naja oder sowas ähnliches ;-)) und dann wieder von vorn anfangen. Alles mit Kurzflossen und Schwimmbrett. Danach bin ich ziemlich in den Unterzucker gefallen und werde am Donnerstag sicher was zuckriges zum Trinken und eine Runde Trockenfrüchte mitnehmen. Ich weiß noch nicht, ob ich das pädagogische Konzept so prickelnd finde.