Montag, März 02, 2026

020326

 Tagesbeobachtungen:

Wie immer ist das erste Aufstehen nach dem Urlaubn gar nicht schlimm, das kommt erst mit der Zeit, die Übermüdung. (Lustiger Traum heute: ich habe im Traum geschlafen, bin aufgewacht, merkte, dass ich untypischerweise auf dem Rücken lag und eine Katze eingerollt auf meinen Beinen. Ich konnte sie nicht sofort identifizieren, es war dann ein langhaariger Baktus (kein Wunder, dass ich mit einer INfluencerkatze aus Reykjavik bei mir im Bett nicht direkt gerechnet habe). Dann bin ich wirklich aufgewacht, habe gemerkt, dass ich untypischerweise auf dem Rücken lag und eine Katze eingerollt auf meinen Beinen. War dann aber nicht Baktus, sondern Sansa, die Welt ist in Ordnung, bis auf ein paar Inception-Anklänge.

Es hat sich herausgestellt, dass ich nicht aus Unlust oder vorausahnender Überarbeitung oder so gestern ein bisschen schlecht drauf war und Migräne hatte und Bauchweh (und +1kg mehr als sonst), sondern  yay, weiblicher Zyklus ist halt schon eine Scheisse. Ich merke jetzt, dass (wie Bayer das auch kommuniziert), die Verlängerung der Nutzdauer der Mirena NUR auf die Empfängnisverhütung bezieht, nicht auf andere Label Claims wie superstarke Periode oder Teil der Hormonersatztherapie. Ich merke meinen Zyklus deutlich (naja, wenn ich dran denken würde), noch nicht mit den ekelhaften Sauerei-Auswirkungen (ich sags, wie ich es empfinde. Ich fühle da keine weibliche Kraft oder was auch immer), und feiere nachträglich noch mehr, was diese Methode mir die letzten 16 Jahre an Unbill erspart hat.

Es ist morgens schon ... fast hell! Als ich über die Kraftwerksbrücke radelte, sah ich deutlich einen Schimmer Sonnenaufgang am Horizont (auf der anderen Seite einen RIESENvollmond, aber mein Handy war im Rucksack in der Radtasche, dementsprechend zu weit weg fr ein schnelles Foto). Der Weg kam mir dann so verändert vor (so viele Bäume, so viele neue Sachen!), aber ich kam zu dem Schluss: ich sehe halt einfach mehr als nur den Lichtkegel meiner Radlampe!

Auf dem Rückweg dann, obwohl spät, weil "Please prioritize: Department Meeting" angesetzt wurde, was nie gut ist, aber hey, diesmal nicht unsere Gruppe betroffen, auch noch hell und dabei ein paar Skurrilitäten entdeckt:

  • Ein Auto mit einem sehr grossen "Russland"-Aufkleber auf der Rückscheibe, in Form einer Zarenmatroschka. Oke?
  • Und ein Verkaufsplakat, sehr gross ausgedruckt, für ein "Reinhaus". Für wenn man mal genug hat von Putzen, nehme ich an.
Temperaturtechnisch hatte ich ein bisschen arg optimistisch geschätzt, als ich alle Wintersachen nach dem Waschen nach Island in die Kisten verräumt habe und dachte, 3 Grad ÜBER NULL, das ist ja praktsich warm. An den Ohren war das gar nicht warm und so habe ich in der Kiste in der Garderobe gesucht und immerhin einen Schlauchschal in Kindergrösse (also: Kinder normaler Grösse, nicht meine Kinder, die ja grössentechnisch mehr als erwachsen sind) und allen Starterpokemons drauf. Macht auch warm.

Mittagsründchen mit einem Kollegen mit To-Go-Kaffee dann bei T-Shirt-Temperaturen, das war schon auch schön!

Ah, Schwimmen: ich war etwas aus der Übung, so ablauftechnisch. Als erstes habe ich meine Knochenkopfhörer in der Kabine liegen lassen, musste also nach dem Duschen nochmal zurück laufen. Dann habe ich vergessen, meine Schwimmbrille aufzusetzen, das habe ich erst gemerkt, als ich mich zur ersten Bahn abgestossen habe, Kopf unter Wasser. Meine Güte. Aber dann: lief es. (Bisschen schade, dass ich jetzt weiss, wieviel schöner das im Freien und im Winter und in Island halt ist. Naaaaaaaja.)

Der Arbeitstag war so dicht gepackt, dass ich praktisch nicht zum durchschnaufen kam, aber gut, ist halt so. Wird. (Und: macht mir doch immer noch sehr Spass, da war ich gestern in meinem Doom and Gloom tatsächlich ein bisschen besorgt).

Apropos Doom and Gloom: Habe alle Karten für die Exkollegen, die im Rahmen der Reorg keinen neuen Job gefunden haben (sei es, weil sie nicht gesucht haben oder nicht genommen wurden), unterschrieben respektive mit persönlichen Grüssen versehen. Das war für manche (die mit Freuden eine Frühpensionierung gestartet haben oder das Paket für eine Jobsuche woanders, weil sie schon länger weg wollten, nutzen) leicht, für andere, die wirklich verzweifelt erfolglos gesucht haben und suchen, nicht so. Habe nochmal nachgerechnet: global gesehen ist ungefähr die Hälfte intern wieder untergekommen, aber "this is not a downsizing exercise". Oke. (ja, ich weiss...) Ich stand da also mit einem anderen Kollegen, der zeitgleich denselben Entschluss hatte und wir haben uns gemeinsam einen abgebrochen, die passenden Worte zu finden. (so viele, dass ich, weil handschriftlich nicht mehr gewohnt, vor fertig schon einen Krampf in der Hand hatte). Sehr schöne Idee: alle bekommen die gleiche Karte, vorne drauf mit Bildern aus den gemeinsamen Jahren. Wie kann es aber sein, dass ich auch so vielen Bildern drauf bin und IMMER in irgendeiner Quatschpose (wann genau habe ich ein Bild mit einer halb-piratenhaft getragenen Schlafbrille vor einem "Three Pillars of keine Ahnung was"-Plakat gemacht? Und warum?!

Compensation Dings: Heute das Lohn/Bonusgespräch mit meinem Chef gehabt, uff, ich hatte einige Details meines neuen Arbeitsvertrags vergessen, das war eine sehr, sehr positive Überraschung (also: vom finanziellen Outcome her, aber auch von der Cringeness. Bisher fand ich das jedes einzelne Mal total unangenehm und peinlich, auf einmal so gefühlig, und jetzt: angesetzt auf 15 Minuten, davon waren dann noch ein paar Minuten "Das ist das neue mit dem Vertrag"-Erklären, ohne grosses Rechtfertigen und was auch immer, zack, hier, danke, danke auch fertig. Habe ich schon gesagt, wie happy ich mit meinem Chef bin? Und: Disclaimer: nach fast 25 Jahren Leben in Grosskonzernen weiss ich immer noch nicht, wann genau man jetzt diese berühmten Gehaltsverhandlungen führen oder anstossen soll. Klar, wenn es um einen Jobwechsel / Vertragsunterzeichnung geht, da könnte man vermutlich verhandeln. Aber die normale jährliche Lohnrunde? Wenn es um die Zielerfüllung / den Performance Review geht: klar, dann kann man seine Perspektive kundtun und auch dokumentieren. Aber wenn es dann drum geht, was dann der Outcome ist und was das finanziell bedeutet, da ist das längstens durch alle Instanzen abgesegnet, kalibriert, das Budget ausgeglichen und fixfertig in Stein gemeisselt, da ist nix mehr mit verhandeln. Was ich schon zwei oder dreimal gemacht habe übrigens, war eine Funktionsstufenerhöhung  anzustossen oder für mich zu "fordern". Das ist JEDESMAL darin geendet, dass es entweder vergessen wurde, nicht ernst genommen wurde, meine schriftlichen Erläuterungen "ah ja, stimmt" irgendwo abgelegt wurden und dann entweder der Chef gefeuert wurde, die Abteilung aufgelöst wurde oder ich einfach woanders hingegangen bin und auch schon mal Funktionsstufen übersprungen habe. Aber Gehaltsverhandlungen? Keine Ahnung, wann das passieren sollte. Und nein, ich beschwere mich nicht :-), ich verhandle eh nicht gern)

Jetzt: Feierabend und statt Steuererklärung dann doch "Knights of the Seven Kingdoms" Staffelfinale, weil des Hübschen Arbeitgeber IMMER noch keinen Lohnausweis parat hat, nicht dass ich da Buch führen würde, aber da haben wir schon ein paar Misses die letzten Jahre. 

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