Freitag, Februar 05, 2021

050221 WMDEDGT 02/21 Corona-Edition, die 11.

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). Noch einmal, dann haben wir EIN JAHR CORONA-Edition. Yay-ish.


Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen (d.h wir machen das seit über sieben Jahren?! Ich dachte, es gibt Blogs erst seit 2015 :-)!) in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Hier: just another Corona-Freitag.
Aufgeweckt worden um 5:53h von einem erstaunlich kooperativen Kater, der sich bis zum Weckerklingeln 7 Minutem später durch ordentliches Kraulen davon abhalten liess, mich aus dem Bett und zum Futterparatmachen zu schleifen.
Homeoffice bis erstmal halb neun, es ruckelte und zuckelte in unseren Systemen, was zu abstrusen Mail-und Chatverwirrungen führte, weil die Zeitlinie nicht mehr passte. Dazu klappte der Zugriff auf diverse Systeme nicht, was das Arbeiten erstaunlich zäh machte. Auch erstaunlich: der Zugriff auf das Lernsystem klappte problemlos, also habe ich meinen Trainingsrecord auf Vordermann gebracht. (Tipp: wenn eine Auswahlmöglichkeit "all of the above" ist, ist das immer richtig.)
Dann schnelle Einkaufsrunde mit dem Hübschen und allen Rentnern und sonstigen Earlybirds, es war voll genug (ich würde gern viel früher als um 8:30h einkaufen gehen können, da ist ja der Tag schon halb rum!). Die neuen FFP2-Masken sitzen super, zusammen mit nur einer Minischüssel Special K zum Frühstück Stunden vorher, Hitze, Jacke an, führte das zu einem sich verabschiedenden Kreislauf in der Gemüseabteilung. Ich kenne ja mittlerweile die Warnzeichen: Extremitäten kribbeln erst, werden dann taub, das Sichtfeld wird vom Rand her eingeengt, es flimmert, mir wird unglaublich heiss  und dann irgendwann sehr schlecht und zittrig und panisch. Normalerweise hätte ich eine Cola direkt vor Ort getrunken, aber unter aktuellen Bedingungen ja eher nicht und ausserdem wollte ich keinen Aufstand machen. Also habe ich nur dem Hübschen gesagt, dass wir jetzt echt, echt Gas geben müssen, weil mir gar nicht gut ist und wir haben im Affenzahn Obst/Gemüse, Brot und Tiefkühlzeug erledigt und ich habe das Passabenesystem gefeiert, das einen Selfcheckout eines Familiengrosseinkaufs binnen 2 Minuten (und das auch nur, weil TWINT wieder mal gehakt hat) erlaubte. Draussen dann schnell Maske ab, saisongerecht einen Käsefastenwähe reingestopft und schon gings wieder.
Daheim liefen dann auch wieder alle Systeme, machte das Arbeiten schon ein bisschen einfacher.
Mittagessen: wir hatten gestern alle Reste aufgegessen, ich hatte keine Lust auf was Aufwendiges, obwohl der Kühlschrank knallvoll ist. Spontan gelüstete mich nach Spaghetti Aglio Olio. Es gab so Mischtaschen mit Pak Choi, Chili, Chinakohl, LImetten und Papaya, die ich nicht genommen habe, Papaya schmeckt scheusslich, im Angebot und wir haben sehr viele frische Chilis. Spaghetti waren allerdings aus, und all die anderen Nudeln, die wir haben, passen da nicht dazu, dafür habe ich aber wegen beschlagener Brille letzte Woche "Semola per Pasta" statt "Farina per Pizza" gekauft, die direkt nebeneinanderstehen und die gleiche Aufmachung haben, also habe ich mal wieder den Pastamaker rausgekramt (ich weiss, die meisten Blogger, die einen haben, feiern ihn, ich persönlich finde ihn schon nett, gerade wenn man Spezialnudeln wie Linguine mit Pfeffer, Fenchelsamen und Limettenschale oder sowas macht und auch für Lasagneplatten, die man dann direkt für die Form passend zuschneiden kann, aber besser als stinknormale Spaghetti schmecken die frischen da draus halt nicht und auch wenn alles in die Spülmaschine kann, ist es halt schon ein viel grösserer Act als eine Schachtel aufzumachen.  Und es ist ein Riesentrum, das irgendwo Platz braucht. Naja. Aber: es hat schon was meditatives, den Nudelwürstln beim Rauskommen zuzuschauen.) Während das alles fertigwurde, habe ich noch Cocktailtomaten halbiert, viel Basilikum gehackt, Parmesan gehobelt und hinterher hatte das Essen bis auf die Schärfe und den olfaktorischen Teil nichts mehr mit dem schnellen Studentenessen gemein, das ich eigentlich angestrebt hatte.
Nach dem Mittagessen noch ein schnelles Alignmentmeeting, das ich als sehr mühsam befürchtet hatte, weil es eine kilometerlange Emailkonversation auflösen sollte, aber es ging erstaunlich flott.
Dann: Freitagnachmittagsüberstundenabbau! Also: Wäschezusammenlegen, Crosstrainerrunde, Katzenspaziergang, Schwätzchen mit der Nachbarin über den Gartenweg (Jonny hatte dort einen kleinen Apero eingenommen), Jonny erschreckte einen Mann, der auf Jonnys (= die Bank auf dem Heimweg, auf die sich der Hübsche  IMMER setzt und Jonny, der dazuhüpft, krault) Bank sass zu Tode, weil wir einfach vorbeigehen wollten und das geht ja wohl nicht, man MUSS auf dem Heimweg auf die Bank hüpfen, auch wenn da jemand sitzt. Der Mann hatte Kopfhörer auf und erschrak zu Tode, als ein schwarzer, laut schnurrender Kater von hinten über die Lehne neben ihn sprang und Streicheleinheiten forderte.
L. beim Klavierüben geholfen, Zvieri für den Hübschen, L. und seinen Freund vorbereitet, damit das Wochenenden für alle bis auf Q. eingeleitet. Den holt der Hübsche jetzt von der Schule ab, ich werde gleich den Pizzateig kneten, den Ofen vorbereiten, den endlich wieder selbst erlaubten Freitagabendaperolspritz mixen und dann gibt es Pizza und danach schauen der Hübsche und ich "Malcolm und Mary" (Marta?) auf Netflix.
Wochenende. Dringend nötig.
Sonst geht es mir so mittel, die Brandblase ist in dem unangenehmen Stadium, wo sie juckt, wehtut und suppt. Eigentlich Zeit, um mal ein bisschen zu operieren. Das Handgelenk tut auch immer noch ganz schön weh, ich habe es (so typisch) mit der Schiene übertrieben und jetzt habe ich an der Innenseite eine wundgescheuerte Stelle. Die Gelpads fürs Handgelenk sind super, Kühlen hilft auch (ich warte ja nur drauf, dass ich es auch da übertreibe und Gefrierbrand oder so bekomme), mit Ibuprofen/Diclofenac habe ich jetzt mal aufgehört, weil ich es damit ganz sicher nicht übertreiben will und so toll half das auch nicht. Naja. Wird irgendwann auch.
Ich war die letzten Tage und Wochen erstaunlich abgestumpft gegenüber den Schweizer Coronazahlen, ich hatte das Gefühl, dass sie langsam abnehmen, trotz der verschiedenen Mutationen, was ja per se schon mal gut ist. Dann habe ich aber gestern gesehen, dass der Schweizer Durchschnitt mal wieder ein ganz falsches Bild vermittelt und der Röstigraben wie so oft die Romandie und die Deutschschweiz teilt. Es sieht genau umgekehrt wie vor Weihnachten aus: in der Deutschschweiz eigentlich ganz ok, in der Romandie ... nicht so. Dort wütet die britische und südafrikanische Mutation und auch wenn die Mobilität über die Sprachgrenze wohl eher nicht so gross ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es hier ankommt. Die Signale sind gemischt: die deutschschweizer Skigebiete lockern munter, während Pilotprojekte für Massentests in Schulen und Pflegeeinrichtungen hier auch endlich anlaufen.

Nun ja. Dann geht das also doch noch ein bisschen länger weiter so.
Erstmal Pizza.



JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN: 
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