Donnerstag, Juli 16, 2026

160726

 Gestern abend / heute morgen war für mich ein sehr schönes Beispiel, wie sehr ich Routine ... brauche? Routine mir hilft? wie unflexibel ich bin? ich mich kenne und mir meinen Alltag passend eingerichtet habe? Anyway. 

Heute morgen gab der Kalender keine Schwimmrunde her, weil ich ein Meeting schon um acht hatte (Auch lustig: eine Kollegin und ich mussten ein Projekt, das ich gestartet habe und sie übernimmt, im global MSAT LT vorstellen und die treffen sich um acht, damit auch der Kollege aus San Francisco teilnehmen kann, der von Mittwoch auf Donnerstag nie schläft und deshalb ist 8 Uhr morgens ein guter Zeitpunkt. Ok. Heute konnte er übrigens nicht, aber nicht wegen schlafen). Normalerweise wäre ich ein bisschen früher schwimmen gegangen oder ein bisschen kürzer geschwommen, aber mit der Öffnungszeit des Bades erst um sieben und der mittelguten Anzieh-/Schminkinfrastruktur und dem Radeln dann halt nochmal hätte ich vielleicht 10 Minuten schwimmen können, damit ich ganz sicher um 8 parat im Meetingraum gewesen wäre. 

Das wusste ich an sich, habe aber trotzdem automatisch meine Schwimmtasche mit frischem Shampoo und Haarstyling bestückt, weil leer, Badeanzug zum Anziehen bereitgelegt und Unterwäsche in die Wechselkleidertasche gepackt, naja, und erst als ich den Wecker für halb sechs ausgestellt habe, weil sechs ja auch reichen würde, habe ich gemerkt, dass ich falsch vorbereitet hatte. Naja. NOCHMAL GUT GEGANGEN!

Radeln dann superangenehm, weil endlich mal kühler geworden. Es hatte die Nacht über sanft vor sich hingeregnet (bisschen antiklimatisch nach all dem dramatischen Himmel den ganzen Nachmittag gestern), war aber schon wieder trocken.

Irgendwie hatte ich dann gar nicht mehr sooooooo viel Zeit bis zum Meeting, meine Kollegin war ziemlich nervös, aber eh total gut vorbereitet. Die Diskussion war dann total smooth und straight forward, eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Das Thema ist an sich total klar, und bis zu einem gewissen Level des Involvements wird das auch easy peasy verstanden und unterstützt, aber ab dann wird es richtig zäh und harzig. Deshalb war es wichtig, das LT heute an Bord zu kriegen, damit die Kollegin nicht allen Frust / Widerstand abbekommt. Ich nehme den Erfolg von heute als solchen, bin aber nicht (mehr) so naiv zu glauben, dass es ab jetzt flutscht :-). Spannend auch meinen Chef beim "höflich hart nein sagen" zu sehen, wie er es uns nachher erklärt hat. Ich lerne eh sehr viel über Politik und influencing von ihm.

Dann: ein Tag, der dem Kalender hinterherrennt und von einem Produkt zum anderen Thema springt, aber in einer guten Art und Weise. Am Abend noch ein zweistündiges Meeting zu einem ... Projekt, in dem ich unfreiwillig gelandet bin und jetzt da sitze und festhänge. Immerhin überlappt es mit dem Groupmeeting, so dass ich nach 1h einen Grund zum Rausschlüpfen habe.

Noch während des Groupmeetings kommt die Unwetterwarnung der Einsatzzentrale und wenn man in die Richtung schaut, in die ich fahre, sieht man schwarzen Himmel und Laternen schon an. In der Richtung, aus der das Wetter kommt, sieht man eine schwarze Wand aufziehen. Joah. Allgemeine Unsicherheit, wer heimfährt und wer nicht. Ich bin in der Crew "ist eh wurscht, daheim haben wir trockene Kleier". Im Umkleideraum ist arge Galgenhumorstimmung. Beim Rausgehen dann der Schock: es ist unendlich heiss, viel wärmer als zB mittags beim Parkründchen.... dazu nieselt es. Und so bleibt es auch die ganze Strecke. Es blitzt und donnert (Immer so ungefähr 3-4 km entfernt), es regnet leicht und windet von hinten, aber ich fahre anscheinend gemütlich zwischen zwei wandernden Gewitterzellen und komme nur leicht feucht daheim an. Nichtmal die Unterwäsche muss ich wechseln!

Auf dem Weg noch den Gemüsekorb abgeholt, daheim dann auf einem Katzenründchen sehr überrascht gesehen, wie ein Autofahrer den für Autos ausser mit Genehmigung der Gemeinde durch eine Schranke gesperrten Weg befahren hat, indem er mit seinem Auto einfach durch ein Stück des angrenzenden Gartens gefahren ist. Dann ist er in unseren Weg reingefahren und vorne, wo auch eine Schranke ist, über das Bankett um die Schranke rum. Was für ein Sack?!

Naja. Jetzt bin ich mal gespannt, ob noch Regen kommt, ansonsten wird morgen Kuchen gebacken und konzentriert Zeug abgearbeitet. Und dann Geburtstagsgeschenke eingepackt! Jemand (nicht ich) wird 40 am Wochenende!

Kartoffeln, Bohnen, 3x verschiedener Salat, Unmengen Tomaten, zwei Auberginen, Basilikum, Zucchetti, Gurken, Knoblauch, DIE EIER, Cocktailtomaten


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