100726
Heute morgen um halb fünf gemütlich umgedreht und noch mal tief eingeschlafen. Beim Weckerläuten aufgestanden und erst mit einem Bein im Badeanzug gemerkt: "Hey, ho, es ist Freitag, ich schwimme heute gar nicht!"
Stattdessen auf der frischen, kühlen Terrasse Kaffee getrunken und Erdbeermarmeladenbrot gegessen (ich hätte fast neue Marmelade gekauft, aber mir ist der Erdbeermarmeladenvorrat von 2024 eingefallen. Eins der Gläser war nach oben gewölbt statt eingedellt, hatte ordentlich Pfuus beim Öffnen und roch eher nach Erdbeerlimes als nach Erdbeermarmelade (ich hätte es eh nicht gegessen!). Das nächste Glas Erdbeere mit Aperol war aber noch eingedellt, zwar nicht mehr knallrot, aber gut.
Katzenründchen mehrfach erfolgreich, aber bei den Nachbarn ist Jonny aufgeschlagen. Grosse Freude: eine rote Katze, die seit zwei Wochen vermisst war, schon mit Suchhunden gesucht wurde und gestern nochmal eine zweite Runde plakattiert wurde, ist gestern nacht dann gefunden worden. So was freut mich schon immer sehr.
Sonst: Arbeit, immer noch Midyearfeedback geben (da ist Gemini tatsächlich richtig gut. Scary gut. Ich gebe den Namen der Person an und die Feedbackfragen, das ist ALLES, Gemini geht durch unsere Interaktionen, analysiert, was wir zusammen gemacht haben und wie ich das so fand und macht da draus das Feedback. Ich lese natürlich durch, passe an und korrigiere, aber damit ist das in 10 Minuten erledigt statt einer Stunde Hängen und Würgen. Beim Eintöckeln in das Feedbacktool kann man das dann nochmal vom AI Irgendwas überprüfen lassen und sich Verbesserungsvorschläge geben lassen, das finde ich dann schon lustig, wenn AI sich selber korrigiert.), Diskussionen INformations austausch mit Japan bündeln, sowas.
Zwischendrin Sportründchen und dann nach dem Duschen ist Experimentiertag. Heute arbeite ich ja daheim, da ist das ok zum Ausprobieren: ich habe mir zwei Oberteile gekauft, unter die keiner meiner BHs unsichtbar passt und ohne zu gehen würde mich unwohl fühlen lassen. Also habe ich in Nippelcover und extra dafür Klebeband investiert und das unter dem einen Oberteil heute mal ausprobiert. Ist deutlich weniger unangenehm als ich dachte, deutlich schwieriger, faltenfrei aufzukleben als gedacht und ich fummle trotzdem die ganze Zeit am Ausschnitt rum und war beim Einkaufen sehr darauf bedacht, micht nicht zu bücken, sondern sehr aufrecht in die Knie zu gehen, wenn ich was aus einem unteren Regal brauche. Dabei ist der Grund für keinen BH, nicht mal einen halterlosen, der Rückenausschnitt, nicht der vorne.
Für den Banktermin am Nachmittag wechselte ich dann in das zweite Oberteil, das ein bisschen seriöser wirkt, aber halt hinten zu weit für BH runter geht.)
Kann man also machen, mal sehen, wie ich nach dem Abmachen des Tapes darüber denke.
Falls Ihr inneres Rumpelstilzchen jetzt übrigens schon am zappeln ist und "Gestern schreibt sie, dass ihr egal ist, was wir für Unterwäsche tragen und heute schreibt sie über Brusttape???!!!" rausmöchte, denken Sie noch ein bisschen länger drüber nach, Sie kommen schon noch drauf. Oder, Tipp von meiner Seite (lol), denken Sie doch über irgendwas anderes, wichtigeres nach. ALLES ist wichtiger als das.
Ich bin dann für ein spätes Mittagessen mit dem Hübschen auf die Site gefahren (Mini im Forschungsparkhaus geparkt). Mein Lieblingsspot, der Vegi- und Salatplace im grossen Turm, hat Freitag leider nicht offen, also liess ich dem Hübschen die Wahl zwischen Bowls und dem "Um die Welt"-Fancy-Restaurant mit dem alle zwei Wochen wechselnden Programm. Das wollte er und so assen wir sehr lecker griechisches.
Danach einen Eiskaffee auf dem Science Square, noch ein bisschen rumlaufen und gucken (wir hatten im Lift einen Screen für die Freezer- und Kryo-Farm gesehen, mit Bildern, die .... Selbstversorgung in der Zukunft in einem Raumschiff implizierten. Wir sind hingefahren, standen dann im Keller vor zwei unspektakulären Türen, die vermutlich badgekontrolliert sind und hinter denen man Laborkittel und Schutzbrille tragen musste. Der Hübsche wollte mich dazu bewegen, aufzumachen, aber ich habe ja gestern erst mein "Betriebsordnung"-Training gemacht und .... nein. War auch gut, ich habe nämlich die zwei Verantwortlichen angeschrieben und gefragt, und es sind halt einfach die Räume der Forscher mit ihren normalen und den -80-Grad-Freezern. Hm. Warum auch immer sie spezifische Öffnungszeiten und dieses Bild angeben! Der Hübsche vermutete so ein Kälteerlebnis für die heissen Tage oder was seine Kollegin für Schönheit macht, aber eher nicht.)
Banktermin für unsere Hypothekenverlängerung war dann wie jedesmal ein bisschen cringe, der Berater ist ungefähr so alt wie Q, bisschen älter vielleicht, und naja. Er meint ja das richtige, ist auch alles gut organisiert, aber naja, wir könnten halt seine Eltern sein und das Vertrauen, was er mit unserem Geld anstellt und seine Ratschläge ... ich sags mal so: Q. würde ich das Geld nicht in die Hand geben. Wird schon.
Heimfahren, letzte Klärungen für die Arbeit und dann packe ich meinen Rucksack für morgen, packe Proviant für alle (incl einer Riesenportion Birchermüesli zum Frühstück im Auto).
Ich pokle das Klebeband ab und ... autschn. Ich hätte nicht gedacht, dass es SO fest klebt und so klebrig bleibt. Und so weh tut zum Abziehen (man hat ja gelernt, Pflaster schnell abzureissen, das soll man hier definitiv nicht, aber auch ohne ist das nicht so schön.... ). Also: eher was für mal und nicht für immer.
Die Jungs gehen noch zum Sport, ich mache ein Katzenründchen, bereite Flammkuchen und Salat vor, dann gibt es Essen für alle, wir schauen mit Q. noch das Staffelfinale von "Star City" an und dann geht es ab in die Heia, morgen ruft der Berg.
Haben Sie weniger Lust auf radfahren in der Freizeit, durch das tägliche Pendeln mit dem ebike?
Ich hatte eigentlich noch nie besonders viel Lust auf Radfahren in der Freizeit :-). Ich fahre (und fuhr schon immer) Rad, um irgendwo hinzukommen, jetzt nicht aus Spass an der Freude. Meine Eltern haben das mit uns früher das eine oder andere Mal gemacht (Donauradweg, Altmühltal), aber ich glaube, das war weder Spass noch Freude für alle Beteiligten. Andersrum ist mein Verkehrsmittel der Wahl eigentlich in immer mehr Fällen und bei immer grösseren Entfernungen das Rad, viel eher als das Auto.
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