Sonntag, Januar 18, 2026

180126

Gestern abend war einer der seltenen Abende, wo ich recht viel Arbeit in ein Abendessen geschmeckt habe, das dann wirklich nicht toll wurde. Besser so, als wenn es andersrum wäre, aber meine Güte, schon frustrierend.

Willkommen zum 10000. Beleg von "Rote Bete und Grünkohl: warum?". Ich hatte ja jede Menge Rote Bete im Gemüsekorb. Zwei hatte ich in Ofengemüse verwurstet, blieben noch drei. Ich hatte in der KaptnCook App einen sehr hübschen, bunten Salat aus Grünkohl (der ja das andere Gemüse ist, mit dem ich Mühe habe, v.a. mit den Mengen, in denen er im Korb landet. Skurrilerweise war er diesmal NICHT mit drin, so dass ich für diesen Salat sogar noch zusätzlichen kaufen musste), Karotten, Roter Bete, Clementinen (durch Orangen ersetzt), Tomaten und Walnüssen. Ich habe also geschnippelt und geraspelt und .... dann schmeckt das ganze nach sperriger kleingeschnittener Plastiktüte mit Kompost (und Orangen). Meine Güte! Passte dazu, dass die Pastamaker-Trüffel-Tagliatelle halt auch eher meh waren. 

Naja.

Heute dann etwas, was ich schon lange auf der "Das klingt so weird, vllt ist es voll gut"-Liste habe, nämlich: "Wirsing- Tofu-Pfanne mit Kokos und Zitronengras".

Sonst: alltime low beim Sleepscore, nämlich 3. Aber das war nur, weil das Bandl dachte, ich wäre um 3:41h aufgestanden, dabei bin ich da nur aufgewacht, habe festgestellt, dass Q. über eine Stunde überfällig zum vereinbarten letzten Heimkommenstermin war (und ausserdem hatten die Katzen die ganze Nacht reklamiert, dass sie gern rauswollten, aber wegen frisch operiert nicht durften. Und Sansa natürlich als Kollateralschaden wegen Bruders Benehmen). Ich stand ungefähr senkrecht im Bett, der Hübsche auch. Und es sagt einiges, dass wir nach der Gottseidank umgehend beantworteten WA-Anfrage schnellstens und entspanntestens wieder einschliefen, obwohl die Antwort durchaus einige Fragezeichen aufwarf, nämlich "Ah, sorry, die xy hat noch einen Feueralarm ausgelöst und wir chillen jetzt noch mit dem Einsatzleiter im Pfadihaus". Um kurz vor fünf kam er dann heim und ich habe nach der Erzählung bei einem sehr späten Frühstück auch Verständnis dafür, dass er um halb drei nicht mehr dran gedacht hat, dass er eigtl heimgehen sollte respektive eine Nachricht schicken. Folgendes war passiert: aus irgendwelchen Gründen kam es bei der Party beim frühmorgendlichen Minipizzenbacken zu Rauchentwicklung, die die Rauchmelder auslöste und damit einen direkten Alarm bei der Feuerwehr gegenüber. Q. und ein mitfeiernder Pfadifeuerwehrkollege überprüften erst, dass wirklich keine Gefahr und alles gelüftet und unter Kontrolle wäre, dann rannten sie zu Fuss zum Feuerwehrmagazin, um einen grossen, unnötigen, teuren Einsatz zu verhindern. Der Einsatzleiter kam kurz mit gucken, blies dann alles ab, die, die schon gekommen waren, bekamen noch Pizza und Bier und naja, da kann man dann mal die Zeit vergessen. Haben sie gut gemacht (auch das sich am Anfang unbeliebt machen bei den Nichtpfadis, die sich des Rauchverbots im Haus entweder nicht bewusst waren oder das einfach ignoriert haben). Es gab in den letzten Wochen viele Gespräche unter KollegInnen mit Kindern im Partyalter, ausgelöst von der Katastrophe in Crans Montana. Ich mag naiv sein, aber ich denke, die Kombination aus langjähriger Pfadi(leiter)erfahrung, wo man Risikoanalyse lernt UND auch unpopuläre Regeln unter Peers durchzusetzen, und eben der Feuerwehr rüstet unsere Jungs ganz gut aus.

Der Tag startete also gemächlich mit gestaffeltem Frühstück und viel Erzählen, dann ein bisschen Schulstoffsichten mit L. (bin sehr gespannt auf das Wiedereingliederungskonzept an der Schule für die Austauschschüler, das klingt alles ganz gut), der dann noch eine Verabredung hatte. Der Hübsche und ich liefen unsere Runde, erledigten Häusliches wie Bettwäsche waschen und trocknen, Schwimmtasche packen, so Zeug.

Skurrile Beobachtung, wo ich echt gern die Hintergrundgeschichte dazu wüsste: auf dem Rückweg von unserem "Latschi" sah ich in der Bushaltestelle zwischen Tennisplatz und Werksareal eine grosse Tüte (leere) Austernschalen liegen. Woher kommen die? Es gibt weit und breit kein Fischgeschäft (ok, im Coop gibt es, glaube ich, Austern), warum schmeisst man die nicht daheim weg oder in den Mistkübel 50cm nebendran? War das ein Snack an der Bushaltestelle? I guess, we will never know.




 Wunschlistenfrage:

Danke für den tollen Link zu Arcane Fibre - die Wolle sieht wunderschön aus. Und deshalb die Anschlussfrage: Wo kaufen Sie sonst noch gerne Ihre Wolle? Und die unumgängliche Zoll-Frage für die Schweiz dazu: Nach Hause (CH) liefern lassen oder in D abholen?

Gute Frage. Tatsächlich bin ich gerade (bis auf die Arcanfibers Lieferung) dabei, meine Bestände aufzustricken, die ich grösstenteils irgendwo "offline" gekauft habe. Ich mache das gern im Urlaub, in Wollgeschäfte gehen und lokale Wolle zu kaufen. Sonst habe ich einiges im "wollcafe.ch" bestellt, eine herrlich anachronistische Erfahrung, aber die scheinen zu schliessen, wie mir per Briefpost mitgeteilt wurde. Zollfrage: joah, kommt drauf an, nech? Mittlerweile bestelle ich das allermeiste direkt in die Schweiz, wenn sie hierher liefern. Der geringere Aufwand ist mir der Zoll dann meistens wert.

1 Kommentar:

Anna SoHeRum hat gesagt…

Zu den Austernschalen: Ich kann mir gut vorstellen, dass die jemand für ein Kreativprojekt oder so nutzen wollte und einfach an der Bushaltestelle vergessen hat.