Dienstag, April 20, 2021

200421 Komfortzone

 Als ich heute morgen von einer hungrigen kleinen piepsenden Katze geweckt wurde, war es 4:10h. Ich fand das erst noch gut, weil hey, fast noch 2 Stunden schlafen nach dem Befüllen der Schale mit irgendwas mit Gelee. Ich hatte mir das schön vorgestellt: die Katze frühstückt, kommt dann mit rundem warmen Bäuchlein auf meine Decke und kuschelt sich an und wir schlafen noch 2 Stunden. Hahahaha. Nach irgendwas mit Gelee war der Katze langweilig, sie knusperte noch lautstark ein bisschen Trockenfutter, piepste nach "Leute, aufstehen!", versuchte Jonny zu wecken, stellte sich auf meinen Kopf, um aus dem Fenster zu schauen, naja irgendwann war es sechs.

Wer morgen vor sechs einen Mucks macht, wird mit "irgendwas mit Gelee" vor die Schlafzimmertür gesetzt.

Sonst: Die immer noch neue Putzhilfe kam, ich bin immer noch högscht beeindruckt, WIE sauber es hier wird und wie gründlich sie ist. Da wir heute alle daheim waren, gab es ein lustiges "Wir gehen uns gegenseitig aus dem Weg"-Ballett, aber ich kann ja aus jedem Zimmer arbeiten (ich glaube, aus den Badezimmern wurde hier noch nicht gearbeitet.). Ich finde es ja mittlerweile fast lustig, wie ich/wir immer mitleidig gefragt werden, wie lange wir denn schon im Homeoffice sind und dass das ja endlich mal aufhören muss und ja bestimmt echt schlimm für uns ist. Ganz ehrlich: nein. Ich habe einen grossartigen Arbeitsplatz (naja, wenn Q. in der Schule ist), unglaublich leckeren Kaffee, beste Snacks, niemand stört mich mit Smalltalk (naja, ausser mich wegen Homeoffice zu bemitleiden :-)), ich verschwende keine Zeit im ÖV, ich kann private Termine und Kleinigkeiten wie Pakete annehmen einfach nebenbei erledigen ohne gross planen zu müssen. So sehr ich mich auch wieder auf KANTINENESSEN, Flurfunk, Kaffeerunden, Gossip und Waschraumgespräche und meine KollegInnen freue, so sehr ist das Homeoffice im Moment mein aller, aller, allerkleinstes Problem. Ehrlich.

Das neue Jöbli wurde heute direkt schon im Team kommuniziert, es geht aus den verschiedensten Gründen alles sehr schnell und ich bin högscht aufgeregt. Ich würde so, so, so, so gern darüber erzählen, aber naja, geht halt nicht und so werde ich weiter Mann und Kinder beim Abendessen an meinen neuen Erkenntnissen und Abenteuern teilhaben lassen. Wenn ich zu Wort komme.

Sonst: die Pausenwoche (ich habe nachgeschaut: ich habe JAZ-Abbau betrieben und muss mir jetzt für die Restferien vom  letzten Jahr was einfallen lassen.) hat mir unglaublich gut getan, es flutscht wieder. Das ist eine sehr grosse Beruhigung, weil ich ein bisschen besorgt war, ob ich einfach zuuuuu durch bin und meine Energie verloren habe. (Oder es liegt an dem neuen Jöbli, das so spannend ist, dass ich das bekannte schnell wegerledige, um mit dem Neuen weitermachen zu können.)

Zwei Äusserlichkeiten:

Meine Haare oben auf dem Kopf sind viel, viel, viel zu lang. Es sieht nicht nur richtig doof aus, sondern tut auch manchmal an den Haarwurzeln weh. Am Wochenende war ich fast so weit, den Hübschen da ranzulassen, einfach mal ungefähr 5-7cm abschneiden, wie schwer kann das sein? Und viel doofer als jetzt kann es auch nicht aussehen, auch wenn es in die Hose geht.





Dann hatte ich doch keine Lust und habe stattdessen den Trick angewandt, den mir meine Friseurin gezeigt hat, als ich irgendwann mal zweifelte, ob ich denn jemals zu einer Nichtundercut-Frisur zurückkehren könne, ohne Wischmoplook über Monate: den "Scheitel" ein paar cm auf die Kopfmitte verlegen und schon sieht es aus wie ein sehr kurzer Bob (oder wie man das halt nennt).

Mit der aktuellen Länge sieht es aus wie ein sehr lang nicht mehr geschnittener kurzer Bob, aber erstaunlich ok. Das habe ich jetzt zwei, drei Tage probiert und ... aufgegeben. Mich stören die Flusenhaare, die über mein rechtes Ohr baumeln, so sehr, dass ich fast irre werde. Es wird also doch Assipalme oder Hausfriseur am Wochenende.

Wie das eine oder andere Mal erwähnt, vermisse ich Reisen. Ich vermisse sogar die doch sehr nervigen Trips nach Italien. Eine Miniabhilfe sind meine Parfums, die ich gerne in Duty Free Shops in laaaaaaangen Umsteigepausen in Heathrow oder wenn ich viel zu früh am Flughafen in Zürich oder Rom oder Shannon war, gekauft habe. Oder im Urlaub in Calgary zB.. Duftreisen sozusagen. Lol.

Heute ging es unspektakulär mit "Nivea Sun" mental ins Freibad :-)


Gegessen:

Aprikosenjoghurt mit Müsli (ich nehme jetzt ja immer ein Kind mit zum Wocheneinkauf. L. hatte letztens den Auftrag, Joghurts für die Familie einzuladen und hat mir 8 Aprikosenjoghurts besorgt, weil ich vor 4 Wochen 2 gekauft habe, weil ich dachte, der Hübsche mag die. Stimmt aber nicht und L. kam dazu als ich sagte: "Ah ok, dann esse ich die halt". Ich bin eigentlich kein Fruchtjoghurtfan, aber 2 Aprikosenjoghurts innerhalb ihrer Haltbarkeit plus die Zeit, die ich sie danach noch vergesse, das kriege ich hin. Nun ja. Heute habe ich den ersten meienr 10 Aprikosenjoghurts gegessen und für Freitag steht "Auf gar keinen Fall Aprikosenjoghurt" auf der Einkaufsliste.

Getrocknete Mango

letzten Rest Vegilasagne und viel Salat

NICHT den geplanten Reisnudelsalat mit Minze, Tofu, Sprossen und Erdnüssen, weil ich alle Sorten Asia-Nudeln habe, nur keine breiten Reisnudeln. (Dafür aber noch Aprikosenjoghurt), sondern halt mal wieder Sandwiches aus dem Sandwichgrill (ich: gewürzte Kichererbsen, Raspelkarotten, viel Käse,Tomate, Japapeno, Zwiebel)


Gelesen: "Dark Iceland" 5

Gesehen: Ersten Teil der "Missing Maddie McCann"-Doku auf Netflix. Dann angewidert die Augen mit Seife ausgewaschen, weil das ganz, ganz schlimm ist. "Agents of Shield" und "COunterpart" (immer noch: grosse Empfehlung!)

Selbstbeweihräucherung: Bevor ich mir wieder selber überlege, was ich an mir gut finde, freue ich mich noch ein wenig darüber, was andere an mir so gut finden, dass ich das Jöbli bekommen habe (ohne danach zu fragen)