Donnerstag, August 06, 2020

060820 Ein Bett, ein Bett!

Normaler Start in den Tag um sechs, draussen ist es noch schön kühl, ich begleite den Hübschen auf dem Weg zum Büro für eine kurze Runde um den Block, solang es noch nicht so heiss ist (er hat heute gar nicht von daheim gearbeitet!)

Eigentlich wäre der Tag genau wie gestern gewesen, nur noch ein bisschen (hahaha) wärmer, wenn nicht unsere dekadent nach Hause gelieferte Ikea-Bestellung für heute angesagt gewesen wäre.
Joah. Weiss ich jetzt nicht, ob ich das nochmal mache.
Auf der Positivseite: sie kamen sehr pünktlich, ich hatte zwischen 11 und 15h ausgewählt, um zehn vor 12 kam der angekündigte Anruf, sie wären in 10 Minuten da. Und dann noch einer 15 Minuten später, sie hätten die Adresse eingegeben, da wäre eine Schranke gewesen, dann wären sie zurück gefahren und hätten es von der anderen Seite probiert, da war auch eine Schranke, und jetzt wären sie beim McDonalds und was ist das für eine doofe Adresse.
Joah, sowas ist mir jetzt ja nicht neu (unser Haus liegt in einer autofreien Siedlung, es gibt Parkplätze, die man anfahren kann und jede Menge andere Anfahrtswege, die an Schranken enden.
(Deshalb habe ich auf die Frage im Formular "Gibt es Besonderheiten bei der Anfahrt, die der Chauffeur wissen muss?" geschrieben: "Achtung, Eingabe der Adresse in Navigationssystemen kann dazu führen, dass man an geschlossenen Schranken steht. Bitte xxxxxx eingeben, Zufahrt zwischen McD und Tankstelle, parken gegenüber coop-Parkplatz").
Ich habe sie dann zu unseren Besucherparkplätzen gelotst, dort in Empfang genommen und ... die Frage, ob der Kleinkram separat geschickt würde, hat sich beim Öffnen der Transportertüren geklärt: nein. Die lagen alle in einer Pappkiste, also, zumindest beim Beladen des Transporters, nehme ich mal an, nach der Fahrt war die Kiste umgekippt und alle Einzelteile waren über den Boden des Transporters verstreut. (Bisschen froh, dass ich mich nicht getraut habe, Spülbürste, Pfannen, Gefrierbeutel, Silikonschaber und Knoblauchpresse mitzubestellen, für eingepackte "Betydelig" und spülmaschinenfeste Plastikkisten ist das noch okay-ish, aber irgendwie fehlt mir da ein bisschen Sorgfalt und Respekt).
Ich habe also die zusammengesammelte Kleinkramkiste und die Vorhangstange ("Oh, Plastik ist schon ab, macht nix, ok?" genommen und bin voraus Richtung Haus gegangen.
Die beiden Transporteure haben sich je ein Paket unter den Arm geklemmt und sind mir hinterhergetrappelt. Bei jedem Haus wollten sie einbiegen und die Gesichter wurden immer länger, als wir ("Kann die Adresse direkt mit dem Lastwagen angefahren werden?" "Nein, von den Parkplätzen ist es etwa 100m ebener Fussweg") etwa 100m ebenen Fussweg laufen mussten.
Die (angerissenen, aber nur die Pappe) Pakete wurden ins Wohnzimmer gelegt, mir wurde erklärt, dass ich echt eine blöde Adresse hätte, und es besser wäre, wenn man direkt mit dem Auto reinfahren könnte, dann wurde noch ein Paket angeschleppt, "Hast du kein Rolli?!" ("Weitere Bemerkungen?" "Es wäre sehr von Vorteil, eine Sackkarre oä mitzubringen, damit der Fussweg vom Parkplatz zum Haus einfacher wird.").
Ich ärgere mich ein wenig über mich selber, wenn ich jetzt hier im Wohnzimmer sitze und blogge und auf die Pakete schaue, die hier im Wohnzimmer liegen anstatt im ersten Stock in L.s Zimmer ("In welche Etage soll die Lieferung gebracht werden?" "1. OG, kein Lift"), aber ich hatte echt nicht den Nerv, den beiden auch das noch abzuverlangen. 
Als ich den Lieferschein unterschrieb, sah ich übrigens direkt über dem Feld zum Unterschreiben all die Angaben, die ich in die Bestellung eingetöckelt hatte, aber naja, vielleicht liest man das nicht durch, wenn man ausliefert. (Und ja, ich würde den Job auch nicht gern machen, aber hm, ich habe halt auch dafür bezahlt und es ist ja nicht so, dass ich behauptet hätte, an einem Autobahnparkplatz zu leben und dann war es ein Rapunzelturm im tiefen Wald...)
Alles in allem unbefriedigend, ich hoffe schwer, dass nix kaputt ist und wir das heil die Treppe rauf kriegen und das Bett richtig, richtig toll wird.

Sonst: alles super, ich habe nach der Arbeit eine Runde auf L.s Hummer im Pool gedümpelt, nach dem Crosstrainern eine Runde ohne Hummer im Pool gelegen, die zweite Stichwunde von Q.s Doughnut geflickt (meine Güte ey, wie grobimässig kann man mit einem Küchenmesser so eine Packung aufmassakrieren?), mich super gut mit den Kindern unterhalten (Q. liest gerade für ein Englischreferat "The Junglebook" im Original und ist total angefixt und ich bin ... högscht beeindruckt), und morgen ist ja auch schon Freitag.

Gegessen:
Brot mit Honig
Salat mit Brot und Handkäs mit Musik (die Kaltmamsell mit ihren Frankfurtferien bringt mich auf Ideen), was die Kinder fast zum Würgen brachte, nur so aus der Ferne
Und genau das gleiche am Abend nochmal.
Magnum Mint (das in mini, das wärs)

Getragen:
mal wieder Bluse oder so




Gelesen:
Gestern noch das Rosie-Dingens aus und jetzt "Silver Wings"; das ist totaler Schund, aber das macht nix. (Ich mag es, wie sich Camilla Läckberg, die ja sonst brave Skandinavien-Schären-Krimis schreibt, hier ihr Trash-Gen auslebt)

Gesehen: "Umbrella Academy"

Stressleveldurchschnitt gestern
Selbstbeweihräucherung: Beste Aufblasdoughnutflickerin