Montag, Juni 18, 2018

Lagerkoller

Heute haben wir also das allererste Mal im neuen Schlafzimmer geschlafen. Nicht soooooo lang, weil die Storen ja noch nicht da waren und es ab halb fünf oder so knallhell war :-). Aber gut.
Der Wecker läutete trotzdem erst um sieben (montags haben die Kinder ja später Schule). Unten erwartete mich .... ein nicht ganz so grosses Desaster, wie befürchtet, ich hatte nämlich mein aktuelles Strickprojekt (ich bin mit dem vorletzten Chart des Perlensternentuchs fast fertig, da sitze ich seit...Februar dran) gestern abend nicht aufgeräumt und deshalb hatten es die Katzen erwischt. Aber: gute Nachricht, sie waren eher am Wollknäuel interessiert als am Gestrick, d.h. sie hatten den Faden abgebissen und mit den Wollknäuel gekämpft. Schaden: ich musste einen Farbrapport, das entspricht in der aktuellen Breite vielleicht zwei Zentimeter Strickstück, unverstrickte Wolle entsorgen, weil sie die erstens sehr verwuzzelt hatten und zweitens immer wieder durchgekaut, so dass entwuzzeln in zig kurzen Stückchen geendet hätte. Phew, nochmal gutgegegangen! (Auch gut, dass die Merino-Seide-Lace Wolle so fein ist, dass sie eher resist, anstatt eine Katze zu strangulieren).


Ab kurz nach acht hatte ich das Haus für mich (ich habe ja eine Krankschreibung eigentlich bis nächsten Mittwoch, aus Gründen gehe ich aber morgen schon wieder, und wenn das einigermassen geht, dann war es das mit daheimbleiben. Jaja, ich höre Sie alle und auch den Hübschen, die scharf einatmen und sagen "Gesundheit geht vor" und "Da steht nicht ohne Grund zwei Wochen!", aber ich würde mir wünschen, dass Sie alle mir für ein Fünferl Körpergefühl und gesunden Menschenverstand zutrauen. Erstens: wenn es nicht geht, geh ich heim. Zweitens: die Ärztin hat selber gesagt, ich könne gehen, wann immer ich mich danach fühle. Drittens: die Krankschreibungszeit ist ja für alle gleich. Wenn ich jetzt zB einen Job hätte, in dem ich .... Regale einräumen müsste, was über Kopf heben, nach vorne gebückt über dem Operationstisch stehen, überhaupt was körperlich anstrengenderes als ab und an einen Kaffee aus der Kaffeeküche holen und mein Laptop und Block/Kuli ein paar Schritte zum nächsten Meetingraum tragen, dann wäre das was anderes.) und habe erstmal mit tatkräftiger Hilfe der Katzen noch einen Badschrank zusammengebaut.
Dann wieder geschont, also auf dem Balkon Fingernägel ab- und dann neulackiert (Bellbottom Blues, einer meiner Favoriten), gelesen, für die Kinder (und mich) einen Ofenpfannkuchen gemacht, den Storenmann reingelassen, der auch tatkräftige Unterstützung von den Katzen bekam, mit L. danach erstmals panisch die Katzen gesucht, weil WEG! (Sie hatten sich hinter dem Bügeleisen sehr leise sehr klein gemacht),




ein paar Arbeitsmails beantwortet (das ALLERLETZTE Mal Italien für das Projekt vorletzte Woche war wohl doch eher das vielleicht vorletzte Mal, aber wer weiss, vllt feiern wir ja das nächste Mal schon ein bisschen.), an einer Arbeits-TC teilgenommen, mit L. die Katzen eingesammelt und zum zweiten Impftermin zum Tierarzt gebracht. Das war übrhaupt sehr spannend, weil heute der Leukosetest dran war und wir schon ... so ein bisschen nervös waren, weil wir ihre Vorgeschichte und Eltern nicht kennen. Nicht rauslassen würde langfristig schwierig mit ihnen und wir sind überhaupt nicht bereit dafür, dass diese beiden Rabauken keine mindestens 20 Jahre alt warden (und dementsprechend weise). Aber: das spannendste (und das war sehr spannend, weil hui, die beiden können Strassenkamf) war das Blutabnehmen und jetzt haben wir zwei dicke "Leukose negativ" Stempel in den Pässen, müssen noch einmal impfen und dann wars das erstmal. Die beiden haben (bis auf die Kampfeinlage) Bestnoten von der Tierärztin bekommen und wissen jetzt, wo die Geheimvorräte an Leckerli sind. Und dass die Hundeleckerli vllt nicht so lecker sind, aber dafür in einem offenen Glas.
Auf dem Rückweg L. beim Turnen abgesetzt, mit dem Hübschen abgeklatscht, mit Q. zum Turnschuhe kaufen gegangen (vor einer Woche haben sie noch gepasst, nach der Hike Challenge sind sie, auch nach Füsseabschwellen, zwei Nummern zu klein. Er hat jetzt Schuhgrösse 41 und mich damit um zwei Nummern überholt.) und mit ihm ein bisschen für die Schule Nationalhymnen gelesen, gesungen und übersetzt.
L. vom Turnen abgeholt und auf einmal sehr, sehr müde geworden. Einfache Erklärung: ich hatte vor lauter Erholen seit dem Frühstück keinen Kaffee mehr getrunken!
Zwei Espressi später sieht alles schon wieder rosiger aus und ich werde gleich noch ein bisschen das Badschränkchen oben einräumen. Und das Tuch weiterstricken, das muss ja mal langsam ein Ende nehmen, bevor es die Katzen doch noch zerstören.
Auch ein neuer Lieblingsplatz






Warum niemand glaubt, dass Sansa viel leichter als Jon ist

Sie ist viel winziger, als es hier wirkt




Stressleveldurchschnitt gestern: 38
Selbstbeweihräucherung: Ich Ikeafuchs!