Sonntag, Januar 07, 2018

Back to normal

Es ist soweit: Kinderüernachtungsbesuch ist kein Aufwand mehr (okay, vllt kommt es auch auf das Kind an, diesmal war es Little L.s allerallerallerallerbester Freund, die beiden sind eh praktisch Bonusbrüder, die dauernd entweder bei ihm oder bei uns sind): sie können selber die Matratze samt Schlafsack parat machen und auch wieder wegräumen, niemand hat Heimweh, es wird abends zwar geschwatzt und gekichert, aber nicht unendlich lang, dafür wird morgens ausgeschlafen. Hach.


Ansonsten: die Wohnung ist vollkommen entweihnachtet. So sehr ich schon im November nach den Weihnachtsdekosachen giere, so sehr freue ich mich dann am Dreikönigstag (oder halt am Tag danach) auf ein gefühlt doppelt so grosses Wohnzimmer. Das einzige, was bleiben darf, bevor ich irgendwann an Ostern den Häkelkranz von Oma Eis aufhänge, ist der Türkranz mit roten Beeren und FakeEiskristallen drauf.


Die Kinder haben die Krippenfiguren einzeln eingewickelt und in ihre Schachteln verpackt, wir haben gefühlt Kilometer Lichterketten sorgfältig in den zugehörigen Schachteln verstaut, Millionen Batterien herausgenommen und dann alles wieder oben auf dem Speicher verstaut.


Der Tannenbaum wartet zusammen mit dem zerlegten Küchenschrank morgen auf die Müllabfuhr.


Der Hübsche hat währenddessen den softwartetechnisch in den jungfräulichen Zustand zurückversetzten Hauptcomputer neu aufgesetzt (und dabei bewundernswert wenig geflucht und geschimpft).


Wir haben den Backofen nochmal rausgenommen und geschaut, ob wir mit unseren rudimentären Elektrikkenntnissen irgendwas offensichtliches erkennen: nein. (er ist 15 Jahre alt, hat gute Dienste getan, der Garraum ist neben der Dampfschale auch schon durchgerostet, so gross ist die Überraschung nicht, dass er hinüber ist.) Ich werde morgen nochmal einen Elektriker aufbieten, vielleicht erkennt der was, und sonst habe ich schon nach neuen recherchiert. Gottseidank wird das alles nicht so kompliziert wie mit dem Kühlschrank, die Lücke im Schrank ist eine Normlücke, so viele verschiedene Dampf-Backöfen gibt es gar nicht, anschliessen muss es eh ein Elektriker, das wird relativ unspektakulär.


Wir sind dann noch ein bisschen runter an den Rhein gegangen, Hochwasser schauen. Hier ist es nicht so dramatisch wie auch schon, aber dank Burglind schwimmt irre viel Holz im Wasser.


Ansonsten: Schultaschen sind gepackt, Arbeitstasche ist gepackt, Klamotten für Büro und Klassenzimmer morgen liegen bereit (fertig mit Jeans und Hoodie, wenigstens für mich :-)), unsere Termintafel ist freigewischt von weihnachtlichen Menülisten und mit den Terminen der nächsten Woche versehen.


Ich bin einerseits nicht wirklich unendlich erholt, neben Weihnachten, das ja immer eine Runde sehr schöner Aufgaben beinhaltet, war diesmal auch echt viel sonstiges Zeug zu erledigen (ich sag nur Kühlschrank, Computer und jetzt noch der Nachmacher Ofen), die Sorgen um die Katz zehren, und daheim finde ich einfach immer was zu machen und zu tun.
Immerhin hat es zweimal mit Skifahren geklappt, wir haben doch einiges unternommen und nette Leute getroffen. Andererseits habe ich mich echt vom Arbeitszeug nicht irre machen lassen und habe meinen Kopf davon immerhin freigemacht.


Auf geht's, 2018!


Selbstbeweihräucherung: wir sind alle alltagsbereit!