Samstag, November 18, 2017

This time of the year

Morgens von Kaffee ans Bett geweckt worden. Ein bisschen früh, ich hätte tatsächlich noch länger als bis halb neun schlafen können --ich habe einiges aufzuholen und schlafe meist so schlecht, dass ... nun ja--, aber das Fitdingsi vom Hübschen befand, er hätte lang genug geschlafen und mal ehrlich? zu Kaffee sage ich nie nein.


Little L. war (wie immer) schon lange wach. Er sass unten auf dem Sofa mit seinem Kindle und las und las und las (gestern abend war kurz vor "Kind, jetzt ist Schlafenszeit und zwar wirklich und in echt!" Dumbledore getötet worden, deshalb musste er schnellstens wieder aufstehen und Band 6 fertig- und Band 7 (beides Affiliatelinks) anlesen).



Nach dem obligatorischen ausgiebigen Samstagsfrühstück packten Little L. und ich das Geburtstagsgeschenk für den Kindergeburtstag ein, er suchte sich aus unserem Fundus eine Karte aus (er hat eine mit ganz niedlichen Hunden und Katzen gewählt von der Schweizer MS Gesellschaft, ich musste direkt an Katarina denken) und schrieb sie ganz pragmatisch mit Bleistift, weil der grade da war.


Danach packten wir uns warm ein, incl Gummi- oder Winterstiefel und Arbeitshandschuhe und erledigten zusammen die herbstlichen zwei Stunden Gartenarbeit, die unser handtuchgrosser Reihenhausgarten pro Jahr erfordert. Wir haben also mit mehr Elan als Sachkenntnis die Rosenbüsche zusammengeschnitten, die vertrockneten Stauden und Kräuter aus den Beeten entfernt und insgesamt drei Ladungen Grünschnitt zur Mulde gebracht (wie so Vorstadthipster btw auf dem Longboard). Im Frühjahr braucht der Garten nochmal zwei Stunden Pflege, das ist alles und das ist auch gerade so viel, dass es Spass macht und nie mühsam wird.
Die noch schönen Salbei- und Rosmarinabschnitte habe ich total lifestylemässig in der Küche aufgehängt. Mit grauweisser Wurstkordel. Als nächstes wächst mir vermutlich ein Mediakit :-).




Zerkratzt und ausgekühlt teilten wir uns auf: der Hübsche ging mit Q. in den Baumarkt, er möchte nämlich einen Gehörschutz für die Schule (je nachdem gibt es die zur freien Bedienung, in seiner aktuellen Klasse aber halt nicht.), ich bracht Little L. zu der Kindergeburtstagsfeier.


Wieder daheim gab es für die verbliebenen drei erstmal die Reste vom Freitagskuchen, dann machte ich mich (es ist absolut die Jahreszeit dafür) daran, einen grossen Top Skifahrsuppe zu kochen (incl ein bisschen Abweichung vom Rezept, weil keine Dose Bohnen im Haus, nur getrocknete, und ausserdem musste noch ein Rest Mais und Kürbis weg), dazu parallel noch einen Zopfteig angesetzt (ein bisschen mehr als sonst, weil ich einen Teil mit Speckwürfeln verknetet Little Q. als zukünftiges Stockbrot zur Nachtübung der Pfadfinder mitgebe.
Erkennen Sie das Farbkonzept Pulli/Kochlöffel/Suppe? Ich Designfuchs.


Dann geht es (das ist für mich der pure Luxus) in die Badewanne, total dekadent mit einem Glas Sekt Orange (was für mich lange den Muff von Doktorfeiern im Institutskaffeeraum mit Neonlicht und es ist noch morgens und danach ist der Tag gelaufen hatte, schmeckt eigentlich sehr lecker, besonders seit ich es in einem unserer USA-Trips in Pacifica Breeze zu "Mimosa" um-gebrandet habe.).


In einer letzten Runde ausser Haus für heute geht es für mich das innerlich mit Nudelsuppe, äusserlich mit Skiklamotten warmgehaltene grosse Kind zu den Pfadfindern bringen, im gleichen Rutsch das kleine Kind vom Geburtstag abholen. Heim, Suppe essen, Zopf in den Ofen, kleines Kind ins Bett, grosses Kind abholen (um 22:00h, eine schöne Vorschau auf Teenie-Party-Abholdienst), schlafen. Ausschlafen.