Donnerstag, Januar 28, 2016

Closure

Heute: erstmal Fusstermin.
 
Lustig war, als ich um acht zum Termin in die Praxis kam, und die Computer nicht gingen, weil „Stromausfall, sorry, alles geht nicht, wir müssen improvisieren.“ Ich überlegte, wie lang ich warten sollte, bevor ich wieder gehen würde, weil ohne Computer MRI-Aufnahmen besprechen, die auf ebendem liegen….. dann überlegte ich, was für eine Art Stromausfall das wohl wäre, wo die PCs nicht gingen, Licht, Telefone und Zimmerbrunnen aber schon. Währenddessen lauschte ich auf halbem Ohr aufgeregten Telefonaten mit dem Stromanbieter, Internetprovider, Hausverwaltung („Ich bin Praxismitinhaber, das muss geregelt werden“, „Wer ist bei uns eigentlich für IT verantwortlich?“, „Kann ich mal Ihre Hotlinenummer haben?“ --- diese Frage fand ich ehrlich gesagt am besten. Wenn man schon einen echten Mitarbeiter am Telefon hat, nach der Nummer für die Warteschleife fragen--- Hektik, Hektik, Hektik) und wurde dann Zeugnis des magischen „Wie, Sicherung, keine Ahnung, oh. Jetzt geht’s wieder“ Ach ja.
 
Fuss-Sache an sich: gute Nachricht: ich habe wirklich ein Morton-Neurom und nicht Morbus Koehler (das ist irgendwas mit nektrotischen Knochenköpfchen und ich wusste gar nicht, dass das zur Debatte stand).
Nicht so gute Nachricht: eine OP wäre „keine grosse Sache“, ich würde danach halt 3-4 Wochen nur mit Krücken rumhumpeln können und danach noch 4-6 Monate eingeschränkt sein. Das ist vielleicht aus Orthopädensicht keine grosse Sache, und wenn man sich zB das Bein bricht oder das Kreuzband reisst, dann ist das auch mindestens so, und davon geht die Welt auch nicht unter, aber diese Entscheidung bewusst zu treffen und zu sagen: okay, der Knubbel nervt mich so, die Schmerzen snd so stark, dass es mir das wert ist, so weit bin ich noch nicht. Klar, beim Skifahren hat es unglaublich weh getan (ach ja: man könnte es sich vielleicht denken, und wenn ich nicht ganz so sehr darauf gepolt wäre, alles, aber auch wirklich alles witzig zu verpacken, hätte ich da auch selber draufkommen können, aber: einem Arzt den Satz „Der Schmerzen beim Liftfahren und Entlasten waren so schlimm, ich habe schon überlegt, das Bein abzunagen.“ zu sagen, ist nicht 100% geschickt.), aber anscheinend habe ich nicht genau genug geschaut und man könne bei allen Skischuhen so eine Art Inneneinlage rausnehmen und dann sollten die medizinischen Einlagen reinpassen oder aber die Schuhe umtauschen. Das klingt als wenigstens zu überprüfende Alternative besser als OP-Krücken-Schmerzen.
Status also: Skischuhe überprüfen, Sommer abwarten, danach nochmal entscheiden.

 
Zweites Thema, das heute hoffentlich final abgeschlossen wurde: die Uhr.
 
Gestern abend kam ein Anruf, die Uhr wäre funktions- und abholbereit. Ich muss gestehen, ich war etwas nervös, als ich mich dem Uhrenladen näherte, aber entweder haben die dort mein Blog gelesen oder es ist Kunde-ist-König-Woche oder Friendly Thursday, auf jeden Fall hat mir der Chef des Ladens, der ja bisher noch nie in Erscheinung getreten war, die Tür persönlich aufgemacht, dann war die Uhr fertig und ging auch (also: ich habe mich natürlich erstmal blamiert, weil ich sagte: „Hö, die geht ja immer noch nicht“, und wurde wieder vom Chef belehrt, dass sie wohl ginge, der Sekundenzeiger wäre auf einem der kleinen Zifferblätter, und das, was aussieht, wie ein Sekundenzeiger, das wäre der Stoppuhrzeiger. Das ist meiner Meinung nach eine totale Fehlkonstruktion, aber es ist ja auch nicht meine Uhr.), wurde auf drölfzigtausend Meter Wassertiefe getestet, mir wurde auf dem Weg raus auch die Tür wieder aufgehalten, sehr, sehr mysteriös.


Sonst: ich übe mich in "Es müssen abends nicht alle Emails beantwortet sein, bei manchen  ist es vorteilhaft, über eine Antwort nochmal zu schlafen*, auch wenn meine physische wie psychische clean desk policy mich deswegen sehr unwohl fühlen lässt."

*aka "Dem inneren HB-Männchen gut zureden und erklären, dass manche Menschen halt ein bisschen länger brauchen, um einzusehen, dass MEIN WEG DER EINZIG RICHTIGE IST!!!!!" Schumschei.