Mittwoch, November 28, 2012

Ausgezwitschert

So. Ich habs wirklich versucht, aber ich werde hiermit mein Twitter-Experiment beenden.
Ich hatte ja von Anfang an Bedenken, dass ich mich nicht in 140 Zeichen ausdrücken kann und so ist es auch. Beziehungsweise: ich könnte schon, aber ich will nicht. Ich habe es echt satt, dass mir was twitternswertes einfällt, ich dann lostippe, dann ungefähr 328 Zeichen zu viel habe, dann anfangen muss, zusammenzustreichen und zu kürzen, bis es kurz genug, aber überhaupt nicht mehr witzig ist. Ich schreibe lieber ausufernd, in verschachtelten Sätzen und so lang und ausführlich, wie meine Gehirnwindungen nun mal sind.
So, dass war mein Problem mit MEINEN Tweets.
Dann ist aber Twitter natürlich sozial und interaktiv, d.h. ich habe mir eine (gar nicht soooooo) umfangreiche Timeline zusammengebaut. Und die schreibt. Und schreibt. Und ich lese ja nun wirklich schnell und gern und viel, aber eben halt: nicht 24/7 auf Twitter. Und dann ist es natürlich so, wenn ich morgens und abends (und manchmal in der Mittagspause in meine TL schaue, dann läuft die über. Mit unendlich ausfühlichen Diskussionen über die kleinen und grösseren Problemchen des Alltags, mit Linktipps, mit Retweets und alles, aber auch alles ist schon mehr oder weniger vorbei, weil es ja vor 3,4,6, 8 10 Stunden geschrieben wurde. Und ich hample hinterher und lese alles, weil: ich kann ja immer nur entweder ganz oder gar nicht und vielleicht, vielleicht ist ja wirklich mal was interessantes dabei oder ein wunderbarer Spruch oder so, und ausserdem will ich ja mitreden können und nichts verpassen, und so lese ich und lese und ganz ehrlich, auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, meine gesamte Timeline zu beleidigen, 90% der Tweets interessieren mich einfach nicht. Ich war noch nie ein grosser Chatnutzer, meine Forenzeit ist eigentlich auch vorbei, ich habe, glaube ich, einfach kein Interesse (mehr?) an diesem direkten Austausch. Dauerbeschallung habe ich hier zu Hause mehr oder weniger die ganze Zeit, von mindestens zwei Seiten, da muss ich das nicht auch noch virtuell haben.
Ich werde also weiterhin all Ihre Blogeinträge lesen, ich bleibe auch auf Instagram erhalten, ich freue mich, dass ich dank Twitter "Homeland" entdeckt habe, ich habe alle Leute in meiner Timeline nach wie vor gern, ich interessiere mich nach wie vor für sie, ich muss nur nicht andauernd direkt in ihrem Wohnzimmer sitzen. Und weil ich eben nur ganz oder gar nicht kann, und niemanden beleidigen möchte, indem ich ihn "entfolge", beleidige ich eben alle aufs Mal mache ich hiermit also einfach Schluss mit Twittern.

Kommentare:

Pampersfront hat gesagt…

Ich bin ja froh, dass ich dich auf Instagram gefunden habe :-)

Karen hat gesagt…

Danke für den Testbericht. Genau so hatte ich mir das mit dem Twittern nämlich auch vorgestellt. ;-)

(Mein Blog nimmt auch 120-Zeichen Postings an. Umgekehrt geht das nicht. ;-) )

Anonym hat gesagt…

Überlass den Haufrauen das Twittern, die haben mehr Zeit.
Retweet und so:ganz ehrlich, da brauchst du nach der Mittagspause garnichtmehr anzufangen zu arbeiten, bis du alles gelesen und beantwortet hast.
(meine Meinung, sorry)

Angel hat gesagt…

So ging mir das auch. Den ganzen Tag lief die Timeline auf und ich kam dann abends nicht nach und konnte nicht mal mehr dann, wenn ich was zu sagen gehabt hätte, was beitragen, denn bis ich dann mal Zeit hatte und mich bis dahin durchgelesen hatte, was das Thema schon lang durch.

Da lob ich mir doch Blogs, dann kann man auch noch Tage nach dem Eintrag lesen und vielleicht sogar etwas dazu sagen.