Dienstag, Juni 26, 2012

"Wie ich mal...."

Im Nachhinein geben solche Geschichten ja immerhin ordentlich Stoff für die in der Schule (bei uns damals zumindest) geforderten Erlebniserzählungen. Ich weiss nicht, wie oft ich meinen Kopfsprung neben das Schwimmbecken, mein Verschwinden auf dem Wochenmarkt, mein Abrutschen bei einer Zugspitzwanderung (und natürlich die Rettung der Fledermaus aus dem Stacheldrahtzaun) meist unter dem aussagekräftigen Titel "Wie ich nochmal Glück gehabt habe" verwurstet habe.
Bei den Jungs ist ja (nach Little Q.s spektakulärer Strassenüberquerung mit dem Laufrad seinerzeit "Wie ich nochmal Glück gehabt habe") eher Little L. der Mann fürs dramatische: "Wie ich mal mit dem Krankenwagen fuhr und einen Elektroschock bekam", "Wie meine Mama mal dachte, ich bekäme einen Zahn und dann hatte ich Lungenentzündung" etc.
Seit heute hat aber auch Little Q. Stoff zum Schreiben. Neben dem "Glück gehabt"-Titel böten sich auch "Warum ich noch nicht mit dem Rad zur Schule fahren darf" an. Oder "Wie mich meine Mama mal fast mit dem Auto überfahren hat.". Oder "Warum ich nicht versuchen darf, mit dem Fahrrad aus dem toten Winkel heraus vor einem parkenden Auto vorbei zu schiessen." Oder "Warum meine Mama erst in der Krippengarderobe geheult hat, dann meine Kindergartentasche im Kofferraum vergessen hat und ich dann ein  Salamibrot aus der Krippenküche mit in den Kindergarten bekommen habe.". Oder auch "Wie der lange Kratzer in die Fahrertür kam". Am besten wäre aber wahrscheinlich doch "Wie ich einmal richtig Glück hatte", weil eben: bis auf den Kratzer in der Autotür und einem Riesenschrecken (bei mir) und einer Minischürfung am rechten unteren kleinen Fingerglied (bei Little L.) ist nichts passiert.
(Versicherungstechnisch wird das spannend. Vermutlich wäre mir rein aus diesem Gesichtspunkt besser ein fremdes Kind in die Seitentür gefahren.....)