Donnerstag, August 27, 2009

Kleines Stückchen

Vielen Dank, meine Lieben, für Ihre Basteltipps und Genesungswünsche.
Im warmen Wasser verfärbte sich das gesamte Cocktailwürstchen in ein hübsches Lila und das Heimfahren war nicht so richtig spassig. (Gottseidank gibt es Flipflops). Auf dem Heimweg vom Schwimmbad kommen wir ja am Kantonsspital des Nachbarkantons vorbei, also haben wir dort kurz die Notaufnahme ausgecheckt. Wenn Sie mal einen Einteilungsmann ganz hektisch werden sehen wollen, dann kommen Sie mit einem Kind im Piratenwahn und -verkleidung. Der Mediziner sieht nur die Augenklappe und ahnt Böses..... War richtig peinlich, ihn dann auf mein blaues Würstl zu verweisen.
Behandelt wurde ich, und jetzt wirds interessant, vom anscheinend einzigen Assistenzarzt, den die Gegend um Basel aufzubieten hat, wenn Frau Brüllen mal notfallmässig was hat. Es war nämlich der erste (und netteste) von den vielen Urologen, den ich im Laufe meiner Nierengeschichte zu sehen bekam. (Liegt vielleicht daran, dass ich da noch im Opiatrausch war und alle Leute nett fand) Diesmal war er also an einem anderen Krankenhaus Notfallmediziner. Röntgen zeigt: ein minifuzziklaanes Stückchen vom vordersten Zehenglied ist abgesplittert, aber ordentlich an Ort und Stelle (die S-Form ist bei mir wohl normal), so dass ein Dachziegelverband (Frau...äh...Mutti, das hätten Sie auch hinbekommen. Danke für die Anleitung zum Nachbauen morgen, duschfest ist das ganze nämlich nicht) und ein Schmerzmittelrezept, von dem ich stilltechnisch nur das Dafalgan (=Paracetamol) holen werde, ausreichen.

So. Und nun werde ich mich schonen. Der Blick auf meine zwei Knubbelzehen, die mit einem unordentlichen Haufen Tesafilm zusammengefrickelt sind, ist zwar etwas ... unspektakulär, aber hey, ich habe fast 33 Jahre gebraucht, um mir endlich überhaupt mal was zu brechen, da muss man das zelebrieren. Auch wenn es nur was minifuzziklaanes ist, mit dem zB meine kleine Schwester vermutlich noch ein ganzes Handballturnier mit anschliessender Party bestreiten würde.