Freitag, November 14, 2008

"Sie haben das aber hoffentlich nicht genommen, oder?"

Sagt die Frau aus der urologischen Poliklinik, als ich ihr erzähle, dass mir gestern ein bisschen unwohl geworden ist, als ich auf dem Beipackzettel zu dem Alucol gelesen habe: "Personen mit Nierensteinen sollten Alucol nur unter ärztlicher Überwachung einnehmen."
Nein, habe ich nicht. Bullrich-Salz ("Bei längerer Einnahme erhöhtes Risiko für Nierensteine") hats für die Nacht auch getan.
Und nein, meine Gynäkologin ist nicht doof, ich habe einfach die Sprechstundenhilfe nach dem Mittel gefragt, das ich in der ersten Schwangerschaft bekommen habe.
Wir harren also der Dinge, ob eine intensive Recherche der beteiligten Ärzte noch ein baby- und nierensteinverträgliches Mittel gegen Sodbrennen auftut oder aber ich meinen winterlichen Speiseplan auf antisodbrennen etc. umstellen muss (Raclette! Käsefondue! Zitrusfrüchte! zwei Chips auf einmal! Plätzchen! Schluchz.)
Mal vorab: Tips gegen Sodbrennen brauche ich keine, danke. Alles schon nachgelesen und zusammen mit dem, was ich wegen der Niere nicht essen sollte, bleibt nichts übrig.
Kleiner Trost: die Urologenfrau hat gemeint: "Mensch, sie sind schon eine Arme."
(Dazu passt, dass der Hübsche mich in den Hintern getreten hat und zum Arztbesuch wegen förschterlischem Halsweh etc. verdonnert hat und, ja genau, meine Hausärztin in den Ferien ist.)
(Klar gehe ich zur Vertretung. Der kennt die ganze Geschichte ja noch nicht. Hoffentlich hat er Zeit.)