Dienstag, Februar 12, 2008

Fasnacht Light

"Face your fears" hiess es heute dann endlich für mich.


Little Q. und Au-el gingen (in Zivil) zur Basler Kinderfasnacht.


Ich muss gestehen, ich war positiv überrascht. Es war recht relaxed, nur kleine Wägen unterwegs, alles nicht so superernst wie ich es von den Fernsehübertragungen vom Cortege am Montag kenne (oder zu kennen meine).

Die Kostüme waren beeindruckend, eines wie das andere. Little Q. hat irgendwann auch kapiert, dass er die "Däfeli", die ihm zugesteckt wurden auch wirklich nehmen durfte.

Mein Sohn, der ja schon an einem Wapperl in der Kleidung verzweifelt, kriegt allerdings nach der ersten Ladung Räppli (=Konfetti) die Krise. Wir waren andauernd am "aus dem Body fischen". Ich habe aber das Gefühl, dass wir heute beim Baden noch eine bunte Überraschung erleben werden. (Merke für mich: nächstes Jahr keine Kaputzenpulli anziehen).

Die für uns Mütter erhoffte Kaffeepause im Thalia-Buchladen (mit grosser Glasfront auf das Fasnachtstreiben) artete wie fast schon erwartet, in extremen Stress aus: anstatt wie geplant brav an der Glasfront zu schauen, haben Au-el und Little Q. vor den Getränken mit den Handtaschenhaken unter der Bar gespielt, sich dann gegenseitig über die Fussabstellleiste geschubst, sich dann nach dem Boost durch den Himbeersirup (dieses urschweizer Kindergetränk bekommt Little Q. nur selten unterwegs) in den am boden liegenden Räppli gewälzt, versucht, ob dem Schirmständer durch unisono lautestes Hineinbrüllen ein Echo zu entlocken ist (nein, aber es hallt schön), und diesen mit kleinen Kieseln gefüllten Schirmständer dann kurzerhand umgeschmissen und entleert. Und das alles in den gefühlten 10 Sekunden, in denen wir einen Platz gesucht, die Kinder aus den Jacken geschält, bestellt, Getränke runtergestürzt, die Kinder immer wieder zur Ruhe ermahnt, gezahlt, die Kinder wieder eingepackt und fluchtartig den Laden verlassen haben. Versagermütter ;-)

Womit ich aber nienienie warm werden werde, ist die Musik. Für alle Mutigen habe ich ganz am Anfang (da war es noch leise und nicht besonders voll) ein Video aufgenommen. Lautstärke ganz hoch, dann bekommt man vielleicht ein Gefühl.