Dienstag, Februar 19, 2008

Übersprungshandlung

Eigentlich sollte es gestern schon losgehen, aber ja nu. Jetzt ging es also heute, in meiner Abwesenheit los. Das grosse Projekt, auf das (nicht nur) ich sehr lange hingearbeitet habe.
Und es geht wieder los, dass ich als Teilzeitmitarbeiterin und überhaupt als ich, die sich selber nie gut genug findet, mich unzulänglich finde, Angst habe, nicht alles gut genug vorbereitet zu haben, Angst habe, dass irgendwas schief geht, was ich hätte verhindern können.
Die Betreuungssituation hat sich gestern abend erst nochmal zugespitzt, als die Krippenleitung mir gesagt hat, dass Little Q. gerne jeden Tag ausser der Reihe kommen könnte. Jeden Tag ausser Donnerstag, den ich eben deswegen ausser der Reihe brauche und weder mit Plan A (Little Q. geht zur Au-el-Familie, da ist aber Donnerstag auch Krippentag), noch Plan B (der Hübsche bleibt daheim, geht aber nur vormittags) auffangen kann. Es wird jetzt mit Plan C (der Hübsche am Vormittag und die Nachbarin mit dem netten Mädel und dem Baby am Nachmittag) klappen.
Nächste Woche schlagen wir drei Fliegen mit einer Klappe: die Sehnsucht von Little Q. nach der Oma, die Sehnsucht der allerbesten Schwiegermutter von allen nach Little Q. und eben den sonst so schwierig zu meisternden Ausser-der-Reihe-Donnerstag. Und danach sollte der Donnerstag wenigstens ohne meine Anwesenheit laufen.
Und vor lauter Unzulänglichkeitsgefühlen, allgemeiner Wuschigkeit etc. habe ich heute alle Bäder geputzt und gewischt, allen Krimskrams aufgeräumt, die Küche incl. Dunstabzug, Regalen und Kühlschrank gewischt, eine gute Stunde beim Sporteln (heute "Vayamos Companeros", das ging eigentlich) geschwitzt, mindestens dreimal alle Unterlagen für den Rest der Woche durchgegangen, das Abendessen für Little Q. und den Hübschen vorbereitet, weil ich ja heute als Krönung zu einem Social Event firmentechnischer Natur muss, zwei Maschinen Wäsche gewaschen und getrocknete, einen Haufen hektische Emails rausgelassen, eine Art Blogcharity-Projekt (dazu gleich mehr) aufgetan. Und heute Nacht übrigens ab Mitternacht stündlich Little Q. getröstet.
Jetzt fühle ich mich wieder ein bisschen mehr wie ein nützlicher Mensch (ein bisschen wie auf Speed auch, aber das ist wohl das Adrenalin).
Hach, und es ist noch nicht mal zwei.
Im Briefkasten lagen noch die Papiere für die Steuererklärung und die Fenster müssten geputzt werden, aber ganz so schlimm ist es noch nicht.