Donnerstag, August 16, 2007

Heppi Börsdi

Im Namen von Little Q. darf ich schon mal für die vielen lieben Glückwünsche danken.


Nachdem zunächst in der Krippe gestern vorgefeiert wurde (hach, die kennen meinen Sohn: es gab einen geschenkten Jeep. Die Britta-Muffins wurden mit Zuckerguss und Marzipankarotten gepimpt und waren am Abend alle weg), ging es gestern abend dann noch zum besten Freund, der gestern für einen Tag ein ganzes Jahr älter war als Little Q.. Seitdem ist Little Q. konditioniert wie ein Pawlowscher Hund: Irgendein Satz mit "Geburtstag"drin, und sofort kommt als Antwort "Kuku, hmmmmmmmmmhmmm" (= Kuchen).

Am Abend wurden der Hübsche und ich zu Coldplay dann richtig sentimental, als wir an die Zeit vor zwei Jahren zurückdachten (Äusserst charmant der Hübsche als ich über zyklusbedingte Bauchkrämpfe jammerte: "Vor zwei Jahren war es schlimmer." Ist wahr, aber da gab es dann bald auch Opiate und ein Baby...)



Der Geburtstag heute begann früh wie immer, mit einem Fotoshooting, weil der Hübsche dieses Projekt auch mit Little Q. durchführen möchte. Hat sich schon einiges getan von da



nach da.



Gottseidank hat Little Q. erst nach dem Frühstück den Vorhang zur Terrasse aufgezogen, wo das hier steht.




Heute war leider kein so gutes Wetter und so waren drei Garnituren Hosepullisocken pitschnass, bevor er nach zweieinhalb Stunden "BootFlugzeugKanuPumpenpumpenpumpen" unter Protestgekreisch zum von der einen Oma gesponserten Laufrad gezerrt werden konnte. Im Tröpfelregen wurden begeistert die ersten Runden getrippelt, die ersten Stürze weggesteckt und das erste blaue Auge mit dem Lenker eingefangen
(hach, wie wird das erst nächste Woche, wenn er und Au-el sich gegenseitig anspornen und das auch noch mit Lenkertaschen im Partnerlook).


Mehr auspacken war vor dem Mittagsschlaf nicht drin.


Direkt nach dem Schlafen ging es nur im Body hoch auf den Speicher zu den nächsten Geschenken,



um mir in der Zeit die Möglichkeit zu geben, den Kaffeetisch für die eingeladenen Nachbarinnen incl. Kinder (oder andersrum) fertig zu decken. Hat nicht ganz geklappt, weil die ersten zu früh kamen. Egal, Little Q. war in Geberlaune. Bis auf die Motorsäge (gestern haben wir uns noch drüber amüsiert, das Au-els Masochisteneltern ihm eine Trillerpfeife zum Geburtstag schenken, was ich immer noch seltsam finde. Aber das täuschend echte Kettensägengeräusch und Little Q.s leicht irres "Denti Motohäääääääääääge" sind auch nicht zu verachten) und das Wasserflugzeug wurde alles freundschaftlich geteilt. Mit dem Parkhaus konnte man sogar zu dritt spielen.



Den Ovokuchen hätte ich mir übrigens sparen können. Einfacher wäre es gewesen, jedem Kind eine kleine Schüssel M&Ms hinzustellen. Erinnert mich an dieses Foto:



Hier ist aber trotzdem das Rezept (Bild kommt morgen)




Ovomaltine-Kuchen



150g weiche Butter
150 g Zucker
6 Eier (getrennt)
100g Ovomaltine-Schokolade (oder andere dunkle)
150g Zwieback
150g Ovomaltine-Pulver
125g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
Glasur: 150g dunkle Schokolade, 1 TL Butter, 1 EL Honig
Springform mit Backpapier belegen
Butter und Zucker aufschlagen, Eidotter nach und nach dazugeben
Ovo-Schoggi schmelzen
Zwieback reiben (oder in den Mixer schmeissen)
Mit Schoggi, Ovo-Pulver und Nüssen in die Buttercreme rühren
Eiweiss sehr steif schlagen, unterheben
In der Springform bei 180°C unterste Rille 60 Minuten backen (Heissluft: 160°C, 50 min)
Kuchen in der Form 10 Minuten abkühlen lassen, dann rausnehmen, ganz abkühlen lassen.
Glasur: Schoggi zerbröckeln, mit Butter schmelzen, Honig erwärmen, Kuchen damit enpinseln, dann Glasur drüber und kindgerecht dekorieren.
Ich habe diesmal den Kuchen vorher in zwei Böden geteilt und mit pürierten Himbeeren bestrichen.






Müdegespielt und total aufgedreht ging es mit dem Wasserflugzeug und dem Kanu und einer Tinti-Badekugel in die Wanne und dann ins Bett.



Und für die müden, aber glücklichen Eltern gibt es jetzt noch lecker Prosecco und eine Folge GA.

Hach, es ist toll, Eltern von so einem Sohn zu sein. Und zwei Jahre...Mann, das klingt schon richtig erwachsen.