Freitag, Dezember 01, 2006

Der letzte Tag in Freiheit

bevor es am Montag zurück in die Tretmühle geht.
Und man kann nicht sagen, dass ich ihn nicht zelebriert hätte: Little Q. wurde nach dem Toastfrühstück in der Krippe abgeliefert (Abschied sogar praktisch ohne Heulen, weil gegen Schlumpfweitwurf kann eine Mama gar nicht konkurrieren), der Radlanhänger dort geparkt und mit leichterem Gepäck ging es weiter in die Stadt.
Mit einem Gratis-Christmas-Coffee vom Tchibo (Coffee&Snack-Card voll) und einem Blueberry Muffin in der Hand wurde der Esprit-Laden angepeilt. Freitags um 10 ist da alles ordentlich, recht leer und sogar einige der sehr mit sich selbst beschäftigten Verkäuferinnen hatten Zeit.
Es wurde probiert, kombiniert, verworfen und letztendlich kam folgendes Outfit dabei raus: statt dem geplanten Kleid wurde es das hier (schwarz steht mir immer noch nicht), das auf dem Bild und auch auf dem Bügel eher seltsam aussieht, getragen aber, ganz ehrlich, wow! Dazu eine braune Nadelstreifenhose und für drunter das hier (ist ja erstmal als Arbeitsoutfit gedacht, da wäre der Ausschnitt ein wenig zu, naja, ihr wisst schon. Gerade bei uns in der Abteilung, wo man schon das Gespräch der Woche ist, wenn man mal einen Rock trägt.) Die sexy Variante mit ohne Top und Hose drunter (Hose, nicht Höschen ;-)) und meinen schwarzen Stiefeln, tja, die bleibt est mal für non businiess occasions vorbehalten (man merkt, ich versuche schon wieder fit in denglish zu werden).
Entweder hat Esprit die Grössentabelle kundinnenfreundlich geändert oder das Kotzen gefolgt von nicht so grosser Lust auf Essen hat Wirkung gezeigt. Wie sonst sollen mir das Kleid in S und die Hose in 36 passen?
Als treue Kundin gabs noch einen Schlüsselanhänger dazu und fertig war ich mit Geldausgeben.
Anschliessend ging es noch zum Sporteln und dann gemütlich nach Hause.
Und ich wäre nicht die leicht neurotische Person, die ich nun mal bin, wenn nicht die ganze Zeit ien Stimmchen in meinem Hinterkopf geflüstert hätte:"Das verdienst du gar nicht, so einen Luxustag, du faules Stück. Der Hübsche schuftet im Büro, das Kind in die Krippe abgeschoben und du lässt es dir gutgehen....tolle Mutter und Ehefrau." So wurde daheim nochmal die Wohnung auf Vordermann und Hochlganz gebracht und schon ist das Stimmchen ruhig.
So, und jetzt geht es wieder aufs Rad, den kleinen Hausherrn abholen.