Donnerstag, September 08, 2005

Nachttauglich

Bin ich noch nicht so richtig. An sich kommt Little Q. nur zweimal, wenn wir unter der Woche um sechs aufstehen. Das Füttern dauert mittlerweile statt einer Stunde auch nur noch jeweils ca. 20 Minuten. Allerdings weigert Little Q. sich, danach zivilisiert einzuschlafen. Abgesehen von seinen unsäglichen Schlafgeräuschen (Hallo, Alex?) braucht er ca. eine Stunde Dizi rein, Dizi raus, Bauch reiben, über die Schulter gelegt rumtragen, wickeln (mal testhalber...), Teefläschchen, ins grosse Bett mitnehmen etc., bis er dann schläft. Von der zwei- bis maximal dreistündigen Pause bis zum nächsten Mal Hunger ist dann natürlich nicht mehr viel übrig. Dazu kommt einerseits mein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht mehr kann und mein Hübscher ranmuss, er muss ja schliesslich untertags arbeiten. Andererseits träume ich die ganze Nacht vom Stillen, Rumschuckeln etc., so dass ich mir in einer unendlichen Schleife gefangen vorkomme. Tja, heute morgen war es dann soweit, dass ich nur noch heulen konnte, als der kleine Mann nach Füttern bis 20 nach vier ab fünf bis zum Aufstehen nur gequengelt hat.
Gottseidank bin ich berechenbarer als mein kleiner Sohn, nach dem Morgenmilchkaffee ist die Welt für mich nämlich immer wieder in Ordnung, egal, wie verschlafen ich war. Komischerweise schläft der kleine Mann vormittags im Wohnzimmer dann auch wie ein Engel.
Noch was Komisches: seit gestern machen wir richtig lange Spaziergänge mit dem Kinderwagen. Der kleine Mann verschläft fast alles, ich bin allerdings rechtschaffen fertig, wenn ich nach anderthalb Stunden bergauf, bergab wieder daheim bin. Nach der Fütterung schläft der kleine Mann aber dann so tief und fest, als wäre er die ganze Strecke selber gelaufen.... mir soll’s recht sein!