Donnerstag, Januar 29, 2026

290126

 Gestern abend bin ich recht früh ins Bett, ich war todmüde, für heute morgen hatte ich den Wecker eine halbe Stunde später gestellt als für mit Schwimmen. Geschlafen habe ich ... ok (gegen 12 bin ich aus einem krassen Alptraum hochgeschreckt, ab dann ging es), heute morgen fühlte ich mich richtig erholt, kein Wunder, wenn man mal RICHTIG lang geschlafen hat. Blick aufs Armband sagt: 7h 19min (ich hätte eher so 9 Stunden gedacht. Gibt es sowas wie "gefühlte Schlafdauer"?) Andersrum: ich habe grad überprüft: meine aufs Jahr gemittelte durchschnittliche Schlafdauer pro Nacht ist seit Bandltragen konstant 6h 30min plusminus 5 Minuten. Und da sind natürlich wochenendliche Ausschlaforgien mit eingerechnet, also sind 7h19min natürlich schon echt lang!

Anyway.

Heute gemächlicheres aus dem Haus gehen (nachdem die Kaltmamsell es aufgeschlüsselt hat, hier das, was ich tue, wenn ich NICHT vor der Arbeit schwimme: Zähneputzen, Gesichtwaschen, WC, Katzen füttern, Fahrradkleidung anziehen, aktuell sind das Thermounterwäsche, Funktionspulli, Softshellhose, runtergehen, Katzenfutter unten von alt auf frisch wechseln, Milchkaffee aus der Maschine lassen, zwei Toasts toasten, parallel die Vitamintabletten für die gesamte Familie portionieren. Dann: Toast mit Marmelade und Milchkaffee essen, dazu Skincare der Reihe nach auftragen, Internetlesen und kurz die Arbeitsemails seit dem Abend vorher screenen. Dann: alles verräumen, nochmal nach oben, schminken, heute vergessen die Haare zu stylen, aber das kann ich nach dem Radfahren im Lockerraum nachholen, Schuhe an, Reflektorjacke an, Helm auf, Tasche mit Arbeitskleidung und Arbeitsrucksack schnappen, ab in den Radkeller. Dauert 55 min ohne Hetze, im Radkeller ziehe ich mich um, schaue, ob das Makeup noch passt, style die Haare und ab geht es nach oben).

Im Büro habe ich dann erstmal gut zwei Stunden an einem Schreibtisch, die ich eigentlich verplant hatte mit Zeug schreiben, dazu komme ich aber nicht, weil mein Chef noch dringend was braucht, ein Kollege Hilfe braucht, weil er die entsprechenden Systemrechte nicht hat (und das Training nicht assigned bekommen hat, weil seine Chefin gesagt hat, er bräuchte das nicht, obwohl er begründen konnte wofür und jetzt ging es halt ohne die Rechte tatsächlich nicht), also hat er jetzt nochmal eine Begründung für das Training und ich habe ihm aktuell in zwei Fällen aus der Patsche geholfen, so dass er nicht zwei Due Dates reisst (war eine einfache Übung, es gab nämlich diese Woche schon ein paar Kollegen, die das realisiert haben), naja, und dann gab es noch ein paar Entwicklungen in Sachen Autounfall. Es bahnte sich ein weiterer an und diesmal habe ich anders agiert. Bei aller Liebe zum Drama: ich brauch das jetzt da nicht noch mehr, jetzt regeln wir das anders.

Dann: der Teil des Tages, an dem ich triplebooked war für lauter Sachen, die eigentlich priorisiert hätten werden müssen. Ich habe mich für primäre Präsenz in dem Workshop, für den das halbe LT aus den USA angereist war, entschieden und meine Kollegin im Autounfallmeeting gebeten, mir Bescheid zu geben, wenn sich das Thema dort eben "Wie fliegen wir heute aus der Kurve?" nähern würde. Und da bin ich dann aus dem Workshop geflitzt (wo die Luft auch schon etwas dick wurde) und habe mich in einer quiet booth schnell in den Autounfall eingewählt. Durch mein Wirken hinter den Kulissen wurde der Unfall zwar nicht abgewendet, aber, um bei dem Vergleich zu bleiben, ging es nicht mit Vollgas durch eine Kindergartengruppe in eine Nonnenprozession und dann in eine Säuglingsstation, sondern mit quietschenden Reifen in einen gutgepflegten Vorgarten hinein. Ich habe dann direkt vor Ort noch (ich mag das Beispiel jetzt) verhindert, dass die Autofahrerin aussteigt und dem Gartenbesitzer noch eine Szene macht, warum er da auch einen Garten hinmacht und noch dazu mit einen Jägerzaun, schau mal den Lack an!, sondern bevor sie Luft holen konnte, gesagt: "Ach guck, ich bin mir sicher, der Gartenbesitzer hier weiss, wie man hier sicher und korrekt von A nach B kommt, die Strasse geht ja direkt an seinem Vorgarten vorbei. Und er ist zu Hause! Jetzt!". Naja. Heisst natürlich nicht, dass der Gartenbesitzer nicht stinksauer ist und die Autofahrerin nicht beim rückwärts aus dem Garten raussetzen in den Gegenverkehr trudelt oder in das Schaufenster auf der anderen Strassenseite. Aber da bin ich ja auch dran.

Als das erledigt war, bin ich zurück in den Workshop, der war eigentlich für 3h incl Lunch angesetzt und ich hatte ein nahtloses Folgemeeting, aber es dauerte alles länger und so hatten wir zwischendrin 20min für Sandwich und was zu trinken. Und da sah ich dann erst all die WA Nachrichten zwischen dem Hübschen und Q, der nämlich bei einem ECHTEN Autounfall war, nicht beteiligt, sondern als Feuerwehreinsatz. Ich hatte grosse Sorge, dass er Verletzungen gesehen hat, die er nicht aus dem Kopf kriegt, aber erstaunlicherweise konnte die Unfallfahrerin, die es aus der Kurve getragen hat, die abgehoben hat und sich die Böschung runter überschlagen hat, nach mindestens einer halben Stunde kopfüber im Auto eingeklemmt, noch selber aussteigen. Q. war Brandschutz, also ein Stück weg, gebrannt hat es auch nicht. Ich bin schon sehr froh, dass die Ortsfeuerwehr hier für die Autobahn nicht zuständig ist...

Dann: Nachmittag, mehr überlappende Meetings, alles ging gut aus. Vor dem letzten bin ich dann heimgeradelt, weil ich ja noch beim dm vorbeifahren wollte. Hat ganz gut gepasst, dass meine eine Radtasche leerer war als sonst, weil kein Schwimmzeug dabei, weil auch wenn ich nur Zahnpasta, Klopapier und Colorwaschmittel kaufen wollte und dann tatsächlich nur Vitamintabletten, Spüli und Wimperntusche zusätzlich gekauft habe, wäre das sonst eng geworden.

Daheim dann: letztes Meeting, Sansa hatte grosse Freude daran, vor der Kamera auf und ab zu flanieren und das jööööö! aus aller Welt zu hören. Als ich sie falsch kraulte, biss sie mich kamerawirksam in die Hand, das passiert so natürlich nicht wieder.

Dann: Räumen, Pasta, Duschen, mit Buch ins Bett, morgen muss ich endlich all das schreiben, was die Woche nicht passiert ist. (also: bei der Arbeit, hier habe ich alles aufgeschrieben, was ich wollte. Glaube ich.)

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