Samstag, August 30, 2025

300825

 Ausgeschlafen bis Punkt acht (ich kann doch auch nix dafür), wie vereinbart kein Sportründchen, sondern nur Kaffee und gemütliche Skincareroutine im Bett, dann gemütliches Frühstück und Aufbruch Richtung Brugg/Windisch. Es ist ein bisschen lustig: dieses Wochenende ist hier im Ort Römerfest und ich habe es so, so, so satt (immerhin sind mittlerweile die meisten Kinder der Siedlung dem "ich komme mit Schild und Holzschwert zurück und wir kloppen uns die nächsten zwei Wochen die Finger und Köpfe damit blau"-Alter entwachsen und die Verkehrs- und Publikumsstromführung ist mittlerweile so optimiert, dass man es bei uns in der Siedlung gut ignorieren kann), aber als  ich mit meiner Schwester gestern brainstormte, was denn ein guter für Wechselwetter und von der Lage her geeigneter Ausflugsort wäre, ist mir Vindonissa eingefallen, weil ich da noch nie war und es Museum und draussen gibt (und es in der Mitte zwischen uns liegt), also: von den einen zu den anderen Römern. 

Es war dann supernett, am besten waren die Hühner und der Babyneffe zusammen, aber auch das Cafe war sehr gemütlich und das Basejumping (keine Sorge: nur für den Babyneffen und natürlich aufgefangen, no baby was harmed) in das Amphitheater. Wir wurden zwischendrin sehr nass, ich habe gezeigt, wo die Kantonsarchäologie ist (meine Feldkurswoche steht, ich hatte zwischendrin Sorge, dass sie wegen superwichtigem Stakeholderworkshop ausfallen müsste, aber der Workshop ist eher ein Peerworkshop, dh im blödsten Falle fehle ich für einen Tag Graben, der "vor den ganz grossen Vorsingen-Termin" kommt erst im Oktober und dann November) und es war einfach richtig schön.

Heimweg bisschen spannend: wir sind mit einem halbvollen Mini losgefahren, da hat er gesagt "Reichweite 78km", einfache Strecke sind 39km, also planten wir, das Laden nicht in der Tiefgarage nochmal zu üben. Als wir in Königsfelden wieder losfuhren, sagte er: "Reichweite 48km" und der Hübsche meinte: ach komm, das langt. Nachdem ich mit dem Tesla die Reichweitenangst überwunden hatte, wurde sie heute kurz nochmal angefeuert. Wir sind aber dann mit 18km Restreichweite in der Garage gelandet und meine Güte, der Mini macht uns allen halt echt schon viel Freude.

Daheim dann die Erkenntnis: der Regenguss, der uns auf der Autobahn fast weggeschwemmt hätte, hat auch das "Das Regenradar sagt maximal Niesel"-offene Fenster erreicht und damit halt meine Seite vom Bett. Gut daran: FRISCHE BETTWÄSCHE!

Überhaupt: Wäsche aufhängen, richtig viel, meine zwei Paar On-Schuhe waschen aus unterschiedlichen Gründen, Badewanne, dann Essen machen.

Nur zwei zu Hause bedeutet: wir haben gestern nicht alle Gemüsekorbkartoffeln gegessen, also habe ich aus der grossen Fenchelknolle "Fenchel al forno" gemacht, mit den restlichen Kartoffeln als Kartoffelspalten genau wie den Fenchel behandelt. Davor Crostini mit (frischer Container der letzten Crowdfarminglieferung aufgemacht) Olivenöl, Knoblauch, Tomaten (aus dem Gemüsekorb), Basilikum (dito) und das war schon richtig, richtig gut.

Q. hatte gestern und heute superviel Spass auf dem Festival, hat aber mit dem Nachbarsjungen zusammen beschlossen, dass sie keine Lust auf nochmal unbequem im Zelt schlafen und morgen mit allen verkaterten Festivalbesuchern im Zug chnübeln haben und deshalb heute um Mitternacht den Zug nach Hause nehmen und um drei hier ankommen. Ok, es ist das Vorrecht der Jugend, sowas zu planen und durchzuziehen, ich muss nur dran denken, den Hausschlüssel abzuziehen, damit er heute nacht um drei reinkann.

L. gehts gut, er hat am Wochenende verschiedene Probetrainings in Gyms abgemacht und schaut, welches ihm am besten passt. (In Kyoto. Auf Japanisch. Ich finde ihn so krass).

Zwischendrin haben wir eine halbe Stunde Zeit der Urlaubsgrobplanung fürs nächste Jahr gewidmet und das wird sehr untypisch für uns und ich bin aufgeregt und freu mich: es wird keine Skiferien geben, vllt fahren wir dann oder in den Sommerferien nach Bayern, aber nicht mit Haupthomebase in/um München, sondern eher Richtung Regensburg, ich möchte mit dem Hübschen und den Kindern nach 30 Jahren seit dem letzten Mal dort doch noch mal gucken, wie und wo meine Grosseltern gelebt haben und was ich dort noch wiedererkenne. München / Schwiegermutter erreichen wir von da ja auch. Dann werden wir erstmals im Frühjahr nach Island fahren, erstmals mit dem Flugzeug nach Akureyri (oder Isafjördur?) und eine gute Woche in Nordisland verbringen, mit allen Kindern, die mitkommen wollen. Sommerurlaub wird es keinen grossen geben, aber dafür werden wir mit L. (Q wird vermutlich mit Uni beschäftigt sein) im Herbst nochmal nach Japan gehen. Soweit der Plan. Hach.

Jetzt: "Hostage", ich bin nach zwei Folgen schon hooked.

Morgen: mehr Schwestern.

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