Freitag, August 29, 2025

290825

 Huch, ein langer Tag vor einem vollen Wochenende nach einer vollen Woche.

Also.

Wecker um sechs, aufgestanden, Jonny draussen nicht gefunden (Note for history: ich habe seinen neuen Schlafplatz aber doch entdeckt: bei den direkten Nachbarn auf dem Schrank auf der Terrasse. Warum auch immer), beim Frühstück angefangen zu arbeiten, bis kurz vor acht, dann ab zur Physio. Zusammen mit dem Heilungsprozess, unglaublicher Sturheit bei Physio und den Übungen daheim habe ich das Gefühl, dass das neue Regime mit eben Schwimmen und Yoga der Schulter sehr gut tut. Der Physiomann musste sich sehr anstrengen, mich erst ganz am Ende der halben Stunde doch nochmal zum Quietschen und dann letztendlich Austappen zu bringen. Wenn man dran denkt, dass ich am Anfang wirklich vor Schmerzen geschrieen, Herzrasen und Schweissausbrücke bekommen habe (und ich bin nicht soooo schmerzempfindlich und vor allem nicht schnell laut bei Schmerzen), ist das ein weiter Weg!

Dann: Weitergearbeitet, Gespräche mit zwei Kolleginnen, eine alt, eine neu, um Sachen und Verständnis zu klären. 

Mir fallen aktuell zwei Aspekte bei der Arbeit auf: 

Erstens: es gibt immer mehr echt junge Menschen bei der Arbeit. Jetzt tatsächlich nicht als direkte KollegInnen oder Peers in anderen Funktionen, da sind wir alle plus minus 10 Jahre gleich alt, aber in more junior Positionen und noch viel jünger im Lift, in der Kaffeeecke und beim Essen. Es können nicht alles Sommerferienaushilfen sein oder PRaktikantInnen, glaube ich, vielleicht bin ich einfach älter, als ich es fühle. Naja.

Zweitens: ich werde als Senior Expert  wahrgenommen und nehme mich (jetzt vor allem im Vergleich oder situativ, es ist nicht so, dass ich die ganze Zeit rumlaufe und denke "Boah, was kenne ich mich gut aus") auch selbst immer öfter so wahr. Während ich durchaus ein bisschen am Zweifeln war, was ich in der neuen Rolle überhaupt beitragen kann, ob ich den Erwartungen gewachsen bin, was bedeuten diese wichtigen Worte in der Stellenbeschreibung eigentlich, ist es dann aktuell öfter so, dass das Team ratlos ist, einige Aspekte mangels Erfahrung nicht sieht, oder die Kollegen aus dem Development arg rustikal etwas implementieren wollen, was vielleicht aktuell schnell grad mal gehen würde, uns aber über die näcshten 20 oder 30 Jahre verrückt machen würde, und wenn ich das sage, dann ... hört man auch mich. Ich erlebe, dass meine Fragezeichen, Bauchschmerzen, unguten Gefühle bei was auch immer Hand und Fuss haben und eben NICHT Gefühle sind, sondern gesammelte Erfahrungen. 

Das zusammen fühlt sich... seltsam an. Aber gut. 

Nach den Calls schnell Wocheneinkauf, mit der gerade richtigen Menge Hunger, die beschleunigt, aber nicht irre Mengen abstruse Lebensmittel wegen "Boah, da hätte ich grad Lust drauf" einkaufen lässt, dann noch weiterwerkeln, bis der Hübsche mit seinen Calls fertig ist.

Für uns drei (für Q. ist es Frühstück) gibt es Tortellini mit Salbeibutter, Tomaten, Parmesan, das ist lecker und schnell.

Dann: mit dem Hübschen unseren Ragewalk, wir beobachten einerseits den täglichen Fortschritt des Rückbaus eines Gebäudes auf dem Werksareal (irgendwann vor ein paar Monaten kam die Frage auf Mastodon, warum man Rückbau sagt und nicht mehr "Abriss": in dem Fall ist Rückbau genau das. Die Baustoffe werden sortenrein rausgenommen und sortiert und wiederverwertet, das geht halt schon länger als einfach plattmachen und auf die Deponie oder in den Strassenbau.) und die Reifung der verschiedenen Äcker. Der Mais sieht schon ziemlich weit aus (wir hatten früher neben unserem Elternhaus direkt Felder, auf denen auch oft Mais angebaut wurde. Wir sind da als Kinder gern drauf rumgerannt, haben Mohnblumenknospen gesammelt, aus denen wir dann Mohnpüppchen gemacht haben, haben Räuber und Gendarm gespielt und selber ausgedachte Spiele und was wir eingebläut bekamen: in einem Maisfeld NIEMALS quer laufen oder abbiegen, immer nur eine Reihe bis zum Ende durch, sonst kann man da auf immer drin verloren gehen.).

Dann: Weiterarbeiten bis halb fünf, ich bereite die nächste Woche vor und erledige wenigstens formal die Trainings, die mir aufgelaufen waren und höre mir dann noch eine Stunde beim Sporteln den ersten Teil des Strategic Management Review an, irgendwie bin ich heut echt motiviert und bei der Sache, obwohl Freitag ist :-)

Nach dem Duschen dann lade ich endlich (es war ein bisschen schwierig, weil: es ist ein normaler uralter USB-Anschluss und ein proprietary Magnetladekabel, deshalb kann ich nicht vom Handy laden, vom Arbeitscomputer kann ich nix auf ein USB-Device ziehen, ich muss also vom grossen Desktopcomputer, an dem ich sonst nur einmal im Jahr die Fotobücher mache, rüberziehen) den Podcast für die nächsten Schwimmrunden auf die Knochenkopfhörer (jajaja, ich sag immer, ich finde Podcasts doof, finde ich auch, aber da geht es tatsächlich um eine skurrile Geschichte, auch wenn ich nicht weiss, wie man da 6 Stunden Gerede draus machen will, und zweitens kann ich meine Hörbuchquellen nicht so runterladen, dass ich sie auf das archaische Speichermedium ziehen kann). Und beim Schwimmen kann ich ja nicht alternativ lesen, das einzige Alternativprogramm ist "blubblubllblubb----rauszisch---blubllublub" zu hören.

Zum Abendessen mache ich uns Mais und Kartoffeln in lustiger Form. Die Kartoffeln schneide ich aber so, wie hier die Gurken (ich habe keine Kapazität, geometrisch nachzuvollziehen, wieso bei dieser Art Schnitt eine Mischung aus Curly Fries und Gitterkartoffeln rauskommt, aber Spiralen um einen Spiess zu schneiden, ist eine Scheisstätigkeit und so klappts. Funny sidenote: Zweifels, DIE Schweizer Chipsmarke hat vor einiger Zeit angefangen (weiss nicht, ob es die noch gibt), ihre Chipsgewürze als Gewürze zu verkaufen. Ich hatte schon "Senf" gekauft (joah. Die Chips damit sind gut) und anscheinend auch irgendwann mal Paprika. Damit habe ich heute die Curly Gitterkartoffeln gewürzt, muss ja weg, das war echt lecker. Dazu Kräuterdip und Salat, alle happy. Also: der Mann und ich, das kleine Kind hat in der Schule Matcha und hübsche Patisserie gemacht, das grosse ist auf ein Pfadifestival gefahren. Huch.



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