Donnerstag, August 04, 2022

040822 #mova

Heute morgen klingelte der Wecker schon um viertel vor fünf, Treffpunkt zur Abfahrt ins Mova war nämlich um viertel nach sechs am Bahnhof.

Wie nach der Pfadianreise erwartet, war natürlich alles perfekt organisiert,  es gab Gruppenreservierungen (im Zug von Bern nach Brig sogar in der ersten Klasse. Uns ggü sass ein typisches Instagram-Urlaubspärchen aus, keine Ahnung, Thailand, Indien, Singapur, Bali, oä, und ich nehme an, sie waren sehr irritiert, als der gesamte restliche Zug sich mit mittelalter Menschen, alle outdoorgekleidet mit Rucksäcken und teils Pfadikrawatten füllte.
Wir trafen neben den anderen Abteilungseltern noch einen ganz alten Freund des Hübschen, der mit seiner Frau eine ihrer Töchter in einer anderen Pfadiabteilung besuchte. 
Alles in allem war es dann doch eine halbe Weltreise (auf nicht direktem Weg nach Bern, von dort nach Brig, dann umsteigen auf die Schmalspur-Matterhorn-Gotthard-Bahn und dann eben rauf ins Goms. Das war dann schon eine sehr malerische Strecke und mir leuchtet direkt ein, warum dort keine Container mit Material mehr per Bahn geliefert werden konnten, sondern halt per Armeelaster.
Die letzten km fährt man dann am Lagerplatz entlang und, alter Verwalter, ist das RIESIG!
Wir wurden mit Abteilungsflagge abgeholt und zum Lagerplatz der Kinder gebracht.Was habe ich diese beiden vermisst (und ja, Geruch war schwierig, ihr letzter Duschslot mit insgesamt 3min kaltem Wasser ist schon eine Zeitlang her)!

Wir bekamen Mittagessen (vegi-Stroganoff mit Spätzle, das war richtig gut), danach zeigten uns die Jungs das Lager. Holla die Waldfee! Es ist riesig, es ist bunt, es sind unendlich viele Kinder, es ist fröhlich, aber... es ist unendlich gut organisiert, es ist friedlich und leise (naja, ich nehme an, die Anwohner würden dem nicht ganz zustimmen, weil so leise wie Gras und ein ehemaliger Flugplatz ist es natürlich nicht), auf jeden Fall, wenn sie nicht gerade ein Konzert haben.

Die Kinder kennen unendlich viele Menschen (von Kurs xyz, von Trupp fürs Jamboree, von was weiss ich), sie sind beide unglaublich glücklich dort und das hätte ich mir besser nicht wünschen können. Was für ein Geschenk, dass sie in dieser verrückten Zeit so etwas wunderbares erleben dürfen!

Wir sitzen nun verschwitzt in einem klimatisierten Zug nach unten in die Hitze  jeder mit Rucksack und einem 35L Müllsack voll stinkender Dreckwäsche. Mal sehen, ob wir das Instapärchen nochmal treffen!