Freitag, Oktober 30, 2020

301020 Besser. Besser?

 So, mir geht es immerhin besser, so rein körperlich und damit auch mental, das ist doch mal was. Trotzdem bin ich immer noch auf der Suche nach einem guten Umgang mit Social Media, aber das ist natürlich mein Problem, nicht Ihres. (Schon beeindruckend, sehr sogar, was Schmerzen, gar nicht mal soooo dramatische, und deren Abwesenheit mit mir machen.)

Sonst: L. ist mit Halsschmerzen aufgewacht. Wie Q. im Sommer schon hätte ich ihn "normal" mit Ricola (die Autokorrektur am Handy machte daraus "Rucola". Auch gut.) in die Schule geschickt, heute hingegen konsultiert man den kantonalen "Schnupfenplan", überlegt, was jetzt der Unterschied zwischen "Schluckweh" und "Halsschmerzen" ist und entscheidet schon auch aufgrund einer Geschichte, die L. über die Woche erzählt hat, dass L. zu Hause bleibt. Fast schade schon, dass Meldungen an die Klassenlehrpersonen heutzutage so informell möglich sind, ich bin doch jetzt so gut in offiziellen TWIMC-Lettern schreiben: 

"To whom it may concern:

Dear madam/sir,

we, the Bruellen family, hereby confirm, that our son L. shows symptoms that according to Argovian governmental coronavirus guidelines, commonly known as "Schnupfenplan" indicate staying at home at least for today. We will keep you informed on further development.

Yours, sincerely"


Naja, aber immerhin habe ich in der WhatsApp-Nachricht ausnahmsweise Nomen gross geschrieben, man will ja keinen schlechten Eindruck machen.

L. geht es soweit gut, er hat halt Halsweh. Wir werden sehen. (Er hat von seiner schon seit Krippenzeiten Freundin die Hausaufgaben kontaktlos in den Briefkasten geliefert bekommen, sehr rührend mit extra für ihn von der Tafel abgeschriebenen Übungssätzen, Anleitungen zum Ausschneiden ("Aufpassen, die Linien passen vorne und hinten nicht zusammen") und alles in einer Schrift, die L. vor Ehrfurcht erstarren liess.

Q. erzählt wie jeden Freitag abend begeistert vom Chemiepraktikum (es wirkt ein wenig gestellt, nicht? Aber ich schwör, es ist wahr!), es sind schon lustige Abende am Freitag, leider fühlt sich L. ein wenig ausgeschlossen, weil er eben noch kein Chemie hat. Ich sehe sowas wie "Chemiekasten" am Horizont. (Horizont = Schrank im Kinderzimmer, Chemikalien dazu liegen, sofern nötig, griffbereit im Kühlschrank)

Coronastatus sonst so:

  • die Fälle kommen von schulischer Seite näher, nach wie vor kein direkter Einfluss.
  • Es gibt auffällig viele Polizeikontrollen, das ist mir gestern schon in Basel aufgefallen, heute dann auch bei uns auf dem Land. Mich kontrolliert keiner, Story of my life (ausser bei der Security am Flughafen, da scheint es unterschiedliche Beuteschemata zu geben).
  • An der Grenze nach Deutschland steht auch viel Polizei, allerdings keine Schilder, die die Quarantäneregelung (Max 24h Aufenthalt in D, wenn man aus der Schweiz kommt, sonst Quarantäne oder Test) erwähnen.
  • Am Zollhäuschen auf dem Weg zurück hängt ein neues Schild: "Falls Sie Fragen zur Einreise haben, wenden Sie sich bitte direkt an die deutschen Behörden" (ich lese zwischen den beiden Zeilen: "Fragen Sie bitte uns auf gar keinen Fall")

Nun denn.

Wir schauen, was das Wochenende bringt: Heilung der Halsschmerzen oder eine Fortsetzung der Story nächste Woche....

Gegessen:

Special K

Minestrone (aus dem Slowcooker, die schmeckt leider ziemlich scheusslich, aber ich habe ja auch nur noch an die 2.5L)

Freitagspizza


Gelesen: "Schnupfenplan" und "Die Optimisten"

Gesehen: "Discovery" und "Devs"

Stressleveldurchschnitt gestern: 38 (ach)

Selbstbeweihräucherung: ach, naja, wieder runtergekommen (und jemanden in USA sehr happy gemacht, leider zu hohe Erwartungen geschürt, aber die zerstöre ich erst am Montag. Leider war in meiner ausführlichen Antwort NICHT zwischen den vielen Zeilen zu lesen: "Das ist eine totale Schnapsidee, das wird niemals klappen, schon gar nicht schnell", was rausgelesen wurde war: "Boah, da gibt es voll viele Daten und die kennt die alle, die weiss bestimmt, wie wir unsere Idee umsetzen können")