Mittwoch, Juni 06, 2018

Und weiter

Müde, müde, müde, weil erstens gestern abend, als wir gerade beschlossen, dass es jetzt aber wirklich Zeit fürs Bett ware, die beiden Katzenkindern sich anscheinend verabredet hatten: "So, jetzt trauen wir uns, die scheinen nett, wir setzen uns jetzt auf die drauf und schnurren". Und so hatte jeder ein schnurrendes, tretelndes Katzenkind auf dem Schoss und hm, da kann man natürlich auch nicht aufstehen.
Als wir dann endlich im Bett lagen, wachte Q. auf, konnte wegen heiss und Weltschmerz nicht mehr einschlafen, war geknickt, dass wir Eltern bei ungefähr 13987 Grad im Schlafzimmer keinen 12jährigen zusätzlich bei uns im Bett haben wollten. L. schlief allerdings tief und fest und konnte sich nicht wehren, als sein Bruder auf der Suche nach menschlicher Gesellschaft zu ihm ins breite Bett Kroch (und ihn trotz 183765 Grad im Kinderzimmer immer wieder fürsorglich zudeckte.).


Heute morgen dann die Erkenntnis: Jon trinkt nicht nur Wasser aus rumstehenden Gläsern, beisst vom Toast ab, schleppt Pizzaecken vom Tisch, nein, er frisst auch Müsli (mit Joghurt und Nektarinen). Und er teilt sein (hahaha, meins!) Essen nicht, sondern fängt dann an zu knurren. Vielleicht hätten wir ihn Joey nennen sollen.


Radln zur Arbeit in unglaublich feuchtschwüler Luft ist zwar morgens noch okayish und ich mag das am Wasser entlangradeln sehr, aber zusammen mit meiner sommerlichen Aversion gegen Essen und der Neigung zum Zusammenklappen wegen Unterzucker ist das dann halt doch eher nur so mittel.


Bei der Arbeit dann schon die Bestätigung für diesmal ein anderes Hotel, einchecken, Unterlagen zusammensammeln (meine Sicherheitsschuhe und die Brille habe ich gestern schon auf dem Rad mit heimgenommen), Termine und Meetings so schieben und anpassen, dass sie zu Italientrip und Nupsi-Abwesenheit passen, Mittagessen incl Verdauungsspaziergang am Rhein entlang (ich bin immer noch so müde) mit den ehemaligen Bürokollegen, dann flattert die Unwetterwarnung der Notfallzentrale für ab heute nachmittag rein. Hm. Seit dem einmal 18km im Sturzregen und Gewitter mit Hagel heimradeln bin ich kein so grosser Fan mehr von "Ich fahr bei jedem Wetter mit dem Rad", aber das Regenradar sagt: nix bis ungefähr 22:00h, sollte also okay sein.


Um halb drei packe ich meine Habseligkeiten zusammen und radle einmal quer durch die Stadt, um mit den Teamkolleginnen noch schnell den Italientrip und den anderen Teamkolleginnen noch schnell eine wichtige Präsentation für nächste Woche zu besprechen. Das war bisher alles immer sehr formalisiert, das ist es immer noch, aber neu und angeblich viel effizienter. Anstatt ein Slidedeck zu präsentieren, schickt man das vorab an die Meetingteilnehmer, die haben eine Woche, Fragen zu stellen, die beantwortet man dann und im Meeting präsentiert man dann.... speziell zu den Fragen. Hm. Wir werden sehen, wie das so funktioniert.
Die Quality-Kollegin, die letzte Woche in Italien war, hat uns jedem einen halben Käse mitgebracht.
Als ich um vier nochmal das Regenradar checke, sagt es: "Gewitter ab praktisch sofort". Weil ich ja dann doch nicht so ultrakonsequent bin und das Rad an diesem Standort für anderthalb Wochen wirklich blöd stände, beisse ich wegen Unterzucker ein grosses Stück vom Käse ab, schwinge mich aufs Rad und rase los. Die Gewitterwolken sehen jetzt nicht sooooo bedrohlich aus. Nach ca 3km fallen die erste Tropfen, ich packe die Radtasche in die Regenhülle und rase weiter. Es kommt nix mehr runter, ich bin die 18km in neuer persönlicher Bestzeit zu Hause und spüre die heute geradelten ca 35km dann doch in den Beinen (und im Po. Wobei ich da auch die 50km von gestern und vorgestern spüre).
Daheim dann: Französischtest und Englischtest von Q. begutachten, mit ihm besprechen, ob nach demWeltschmerzanfall wieder alles ok ist, ihn zum Religionsabschlusstermin verabschieden, mit L. für den Deutschtest üben, mit den Katzen toben, Wäsche abhängen und zusammenlegen, neue waschen (das Radln sorgt für extra Wäsche), für den Italientrip die, na gut, den Koffer packen. Mal sehen, ob ich es diesmal vielleicht endlich mal in einen Supermarkt schaffe und ein paar Leckereien mitnehmen kann.


Dann heisst es auch schon für den Rest der Familie: ab ins Dorf, gemeinsam den Abschluss des 6.-Klassreligionsunterrichts feiern. Ich bin wirklich, wirklich müde. Mir stecken Radeln und kein Schlaf und Schwüle in den Knochen. So ein bisschen freue ich mich auf den Reisetag (erstmals ganz allein, ich hatte sonst immer entweder meine Teamkolleginnen, die irischen Kollegen oder letztes Mal einen Ingenieur zur Unterstützung dabei), an dem ich mit NIEMANDEM redden muss und einfach nur in mein Buch oder vor mich hinstarren kann. Vielleicht hüpfe ich am Abend sogar noch ins Meer (oh, ich muss Bikini einpacken!)




Stressleveldurchschnitt gestern: 37
Selbstbeweihräucherung: echt schnell geradelt

Kommentare:

Sunni Schmidt hat gesagt…

Haha, die Katzen haben es ja schon raus. Und gerade wollte ich "Meer und vielleicht doch mal kurz schwimmen gehen" noch schreiben...Kommen Sie gut hin und zurück!

Anonym hat gesagt…

Huhu, wie funktioniert das denn mit der Stress-Skala? 0 ist vor Entspannung tot umgefallen und 100 ist vor Stress tot umgefallen? Liebe Grüße! Madita

Anonym hat gesagt…

Hi Frau Brüllen, ich hatte gerade gedacht, schade, dass so viele Links ins der Linkliste ins lLere für mich laufen ( viele private Bloggs) und genau 12 h später haben Sie diese überarbeitet. Danke mal sehen was ich mir als nächstes von Ihnen heimlich wünsche. Hihi...