Dienstag, Mai 01, 2018

Stur

Es ist ja so: wir haben zwei kantonal unterschiedliche Feiertage im Aargau und in Basel. (Das schreibe ich zweimal jedes Jahr, ich weiss.) Der Hübsche hat den 1. November frei, ich den 1. Mai und die Kinder beides (ja, sie gehen im Aargau in die Schule und ja, ich wundere mich auch jedes Mal).
Traditionell unternimmt das freie Elternteil an dem Tag was mit den Kindern. Beim Hübschen ist das meistens jahreszeitlich bedingt ein Herbstmäss-Besuch, und ich hatte mir am Wochenende überlegt, dass doch entweder Trottifahren oder Sommerrodeln oder Hochseilgarten toll ware. Dann ist mir der Biopsie-Termin und meine leichte körperliche Einschränkung heute eingefallen und damit war Sommerrodeln und vor allem der Hochseilgarten gestrichen.
Allerdings waren wir im letzten Winter kein einziges Mal auf der Wasserfallen beim Schlitteln und so hatten wir da ja praktisch noch eine Rechnung offen, also Trottifahren!
Der Wetterbericht sagte: 17 Grad und sonnig (ICH SCHWÖR!), wie jeden Dienstag kam gegen viertel nach acht unsere Putzfrau und so räumten wir bei noch viel kälterem und eher bedecktem Himmel das Feld.

Im Tal: malerisch, alles grünt und blüht, es ist halt nicht sonnig. Und keine 17Grad. Aber ruhig.

Wir sind nicht aus Zucker und so macht uns das erstmal gar nichts aus.

Der Weg führt noch recht breit aus dem Dorf raus.

Malerisch. Bunt. Grün. Nass.

Wir schlagen uns dann recht bald ins Gebüsch und nehmen statt der Waldstrasse, die wir nachher mit dem Trotti wieder runtersausen, den steilen "Jägersteig"



Schon schön.

Statt der Sonne kommt zum Regen noch Nebel, aber es ist trotzdem sehr ok.










Der Hübsche mag aufgrund unserer "Wir bemitleiden dich, dass du arbeiten musst"-Bilder gar nicht wirklich neidisch werden. Selber schuld.


Kurz vor der Bergstation treffen wir wieder auf die Luftseilbahn. Ganz so ungemütlich, wie es aussieht, war es schon nicht!
An Bergstation holen wir uns die Trottis ab (Q. ist mit 12 erstmals alt genug zum Selberfahren, L. steht vor mir auf meinem. Für so mitfahrende Kinder muss man übrigens einen eigenen Helm mitbringen, die anderen kriegt man ausgeliehen).



L. sucht Eiger, Mönch und Jungfrau :-)

Medizinische Weisheiten an der Bergstation


Und los gehts. Es ist.... erstaunlich kalt an den Händen und wir müssen jeden Kilometer kurz anhalten, um die Hände aufzutauen. Q. macht es aber super und L. ist ein toller Beifahrer.






Wer findet das Kind?
 Als wir wieder daheim sind, scheint natürlich die Sonne und es hat mittlerweile auch 17Grad, aber hey: so viel Ruhe ist da jetzt sicher nicht mehr :-). Schön wars.


Stressleveldurchschnitt gestern: 41. Geht eigentlich


Selbstbeweihräucherung: Nach Frischlufttanken haben wir dann den von den Kindern gewünschten gemütlichen Nachmittag realisiert. Hatte was!