Donnerstag, Mai 03, 2018

Geht eigentlich

Tief und fest geschlafen, viel tiefer und besser, als wenn ich früh(er) ins Bett gehe und dann halt ab halb fünf eigentlich wach bin.
 
Während dem Einziehen des Sonnenschutzes Kaffeemaschine vorgeheizt, während dem Foundationantrocknen den ersten Kaffee rausgelassen und beim Fertigschminken getrunken. (Man könnte sagen: Lifehack der Morgenroutine).


Mit Q. gefrühstückt (Toast mit Pfirsichmarmelade aus dem Schrebergarten meines Vaters. Schon lecker und nachdem der ja praktisch fast in Sibirien lebt und trotzdem Pfirsiche bekommt, sehe ich für unser Balkonnektarinenbäumchen einer rosigen Zukunft entgegen), der nach einer langen George R.R.-Martin-Phase lesetechnisch aus Westeros zurückgekehrt ist und nun begeistert "Ready Player One" (Affiliatelink, auch alle in der Fussnote) liest*


Kurz Puls gekriegt, als um 7 das Festnetztelefon läutete, es war dann aber doch nicht der Weltuntergang, sondern nur das Schulrundtelefon, das mitteilte, dass Q. keinen Unterricht haben würde (naja, Gottseidank fesselt ihn das Buch grad so).


Morgen mit Meetings, nachmittags Umzug in den Elfenbeinturm, Gedöns erledigt.


Nach dem Heimkommen mit L. zum Kinderarzt wegen roter Flecken (alles gut, ich mag unsere Kinderarztpraxis sehr, nicht nur weil L. ein "Vorbildlicher Impfstatus" attestiert wurde, und auch, weil wir da nur noch selten hinmüssen)


Währenddessen Q. mit Zettel zum Einkaufen geschickt und bereit gewesen, Abstriche bei den gekauften Avocados für die Guacamole zu machen, weil, meine Güte, nicht mal ich krieg das JEDESMAL perfekt hin, und immerhin hat er Avocados und keine Mangos oder Kohlköpfe mitgebracht. Konnte ja keiner damit rechnen, dass er auf Anhieb zwei perfekt reife ohne jeden Ditsch findet. Und auch noch Bio, weil die 20 Rappen günstiger waren als die herkömmlichen. Ha. Ich weiss, wer hier gerade einen neuen Job an Land gezogen hat: "Materials Management Avocado"


Deshalb ausnahmsweise erst nach dem Abendessen rennen und schwitzen (immer noch im kleinen Bad), müde und glücklich auf dem Sofa eine Folge "Homeland" schauen, mit Tee und Strickzeug und dem Hübschen






Stressleveldurchschnitt gestern: 33
 
Selbstbeweihräucherung: das geraunte "You look really good today" der Kollegin mit einem strahlenden Lächeln und "Oh, thanks" angenommen und nur kurz drüber nachgedacht, ob das Kleid zu kurz oder die Absätze zu hoch sind oder sie das nur sagt, weil ich ihr auch schon ein paarmal gesagt habe, wenn ich ihr Outfit grossartig fand, und sie das vielleicht gar nicht meint. Ganz kurz. Weil: eigentlich hatte sie halt schon recht :-).
 
* Ich habe übrigens aktuell eine "Ich lese alle Leseempfehlungen von Leuten aus dem Internet, die ich schätze und die einen ähnlichen Buchgeschmack haben wie ich"-Phase und habe in der letzten Woche
  • "Dunkelgrün, fast Schwarz" (wahnsinnig fesselnd, war mir fast unangenehm zu lessen. In einer Art, die mich an "Ein wenig Leben" erinnerte)
  • "Alles über Heather" (hochgelobt als verstörend, fesselnd und was weiss ich noch alles, aber hm. Es wirkt auf mich wie eine Schreibübung oder ein Expose oder eine Novelle, oder so, aber nix halbes und nix Ganzes. Holzschnittartig und halt einfach irgendwann aus.)
  • "Was man von hier aus sehen kann" (Dieses Buch hat gefühlt das gesamte Internet als "Das Schönste und Tollste und Poetischste und BESTE, was man überhaupt lesen kann" empfohlen. Hm. Es ist ... nett.** Es hat viele Sätze, die man auch ohne den Zusammenhang zitieren kann und die wirklich schön sind. Aber sonst ... joah. Es ist nett und irgendwann aus. Es erinnert mich ein bisschen an den "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg": schon nett, nullkommanull fesselnd, manchmal skurril und ein Buch, das dafür sorgt, dass ich kein weiters Buch des Autors mehr lesen möchte.
  • "Sag den Wölfen, ich bin zuhause"  Da weiss ich gar nicht, ob mir das das Internet oder Amazon aufgrund der obigen Einkäufe empfohlen hat, ich habe mir erstmal eine Leseprobe geholt und stecke noch mittendrin, aber das finde ich wirklich, wirklich fesselnd.
gelesen.
 
 
** ja, ein bisschen, wie "nett, die kleine Schwester von ...."