Sonntag, April 08, 2018

Und zack, Frühling vorbei

Ich weiss, gewisse Menschen in Norwegen möchten das nicht lesen, aber alter Verwalter, ist das heiss hier! Ich brauche ja keine Temperaturen über 25°C und auch an die würde ich mich gerne langsam annähern. Heute (gestern haben wir das dank Turnhalle ja nicht soooo sehr mitbekommen, erst beim Heimfahren mit offenem Autodach dann) hatte es in der Knallsonne deutlich über 25°C und wer hat dazu Halzkratzen und matschiges Gefühl? Genau.


Nun ja. Endlich warm heisst auch: endlich konnte Dax ihre endgültige Ruhestätte finden. Wir haben sie ja vor genau drei Monaten kremieren lassen und seitdem stand das Kistchen mit der Asche auf dem Klavier. Erst war es zu kalt, dann immer noch zu kalt, dann kurz warm, aber wir unterwegs, dann wieder kalt, dann unterwegs. Heute also hat der Hübsche an ihrem Lieblingsplatz zwischen Lavendel und Pfingstrosen im Steingarten ein sehr kleines Grab ausgehoben, wir haben die sehr kleine Holzkiste beerdigt und die lange bereitliegenden Steine darauf verteilt.




Little L. düste danach mehr oder weniger direkt zu seinem besten Freund (seitdem sie sich in den Weihnachtsferien beide so sehr drauf gefreut hatten, beieinander zu übernachten und sich dann in der Woche vertan hatten, zurren sie das immer direkt zu Beginn der Ferien fest), mit dem er heut erst zum Eierläset* im Nachbardorf und dan zum Übernachten geht.

Wir drei Grossen haben einen ausgedehnten Spaziergang durchs Dorf gemacht (eigentlich wollte ich nur meinen täglichen Pokestop drehen, dann brauchte der Hübsche noch einen Raid für die Feldforschung, ich noch zwei Pflanzenpokemöner, und dann fehlte mir nur noch ein Kilometer und im Römergrab war ein Bummelz, man kennt das, zack 12000 Schritte unterwegs), die Eissaison eröffnent, der Hübsche hat das Auto gewaschen, ich einen schnellen Hausputz erledigt, weil die Putzfrau Ferien hat, ein Topfbrot zum Grillen gebacken, mich geärgert, dass ich keinen Rhabarber eingekauft habe, weil ich noch keine Lust auf die Standardkuchen hatte, und das wäre aber doch interessant zum Ausprobieren gewesen, Bärlauchpesto gemacht, Nägel lackiert, gelesen, gehustet und dann gegrillt.

Stressleveldurchschnitt gestern: 52 (nicht repräsentativ, ich habe vor lauter Entspannung das Bändel untertags daheim am Ladekabel vergessen, also deckt das nur den Schlaf, Frühstück und Abend ab)

Selbstbeweihräucherung: mich auf dem Balkon zum Lesen hingesetzt, obwohl ich auch die Terrasse hätte fegen können.

* Brauch in Baselland: Man wirft Eier in spreugefüllte Körbe. Ursprung des Brauchs: seinerzeit hatte man nach Ende der Fastenzeit einen riesigen Eierüberschuss. Das klingt solide schizophren: sich erst kasteien und dann Lebensmittel durch die Gegend schmeissen. Aber nun ja. Heutzutage gibt es danach dann Spiegeleier (ich frage mich, ob mit oder ohne Spreu) für alle.