Dienstag, April 17, 2018

Jetzt aber!

Gestern abend hatte ich dann noch einen echt schönen Abend mit den Jungs, wir haben gemeinsam eine Folge "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse"geschaut und ich musste schon sehr schmunzeln, als dort "Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen" auseinandergepflückt wurde. Ich bin ja eh überzeugt davon, dass der Grossteil der das so vehement Eînfordernden oder den "Clan" Hochjubelnden ganz schöndumm aus der Wäsche schauen würden, wenn sie realisieren würden, dass das "Dorf" nicht nur heisst, dass die nette Nachbarin auf die Kinder aufpasst, während man beim Achtsamkeitsseminar ist oder die einzelnen Kaffeebohnen im Unverpacktladen abzählt, sondern auch, dass die Nachbarskinder den lieben Kleinen beibringen, wie man den Kaugummiautomaten knackt oder der Nachbar sie das Bier probieren lässt oder die Nachbarn mit der akkurat geschnittenen Hecke mal den Teil mit den Grenzen und Regeln übernehmen.
Aber ich schweife ab.
Wir haben also geschaut, gelacht, dann sind die Kinder lessen gegangen, ich habe noch Geburtstagsgeschenke für die Partyeinladungen der nächsten Tage eingepackt, alles putzhilfenfein vorbereitet, die Partyilder des Hübschen bewundert und bin dann mit meinem aktuellen Buch ins Bett. So wenig extra Stress mittlerweile eine solche Strohwitwenzeit mit sich bringt, so schlecht schlafe ich trotzdem, wenn der Hübsche nicht da ist. Mittlerweile weiss ich das und lese dann halt, bis mir das Buch (Affiliatelink) wirklich auf die Nase fällt. Ich bin dann auch 1000mal aufgewacht und ab fünf auch nicht mehr eingeschlafen. Egal, so ist die Zeit morgens, bis ich die Kinder sanft geweckt habe (jajajaja, beide, nach acht!) tatsächlich sehr effektiv genutzte Arbeitszeit.


Heute übrigens habe ich dann wirklich sommerliche Kleider angezogen und es nicht bereut! Es war wieder irgendein Workshop oder eine onferenz im Elfenbeinturm, das merke ich immer an Leuten, die in der Lobby des Turms im Weg etwas orientierungslos rumstehen und die IMMER overdressed sind. Wer auch immer bei uns auftaucht mit Anzug und Krawatte oder dem Kostümäquivalent, ist entweder ein Lieferantenvertreter, ein Bewerber oder jemand, der eben für einen Kongress oder so etwas da ist und entweder aus der Erfahrung in der eigenen Firma oder aus der Academia-Warte denkt, bei Pharmas, da trägt man das. Nein, tut man nicht, nicht mal der alleroberste Chef schliesst den obersten Hemdknopf bei offiziellsten Terminen :-).


Auf dem Weg zum anderen Standort mttags dann habe ich dann das gestern angekündigte Telefonat geführt und ach, demnächst dürfen wir winzige Katzen besichtigen und vielleicht haben wir bald zwei kleine neue Mitbewohner! Namensvorschläge wären willkommen (wir hoffen auf zwei Weibchen, sie sind entweder schwarz oder schwarzweiss, sie sollten zusammenpassen, und nicht ganz alltäglich sein, gern nerdig, meine aktuellen Favoriten sind (jajaja, Weibchen, aber das macht nix) "Batman" und "Robin" (Jessica und Jones?)) oder "Ohnezahn" und ...?


Den ganzen Nachmittag Meetings, dann heim, wo ein schon lang erwarteter Brief im Kasten wartete, nämlich mit der neuen Klasseneinteilung für Little L. ab nächstem Jahr. Wie bei Q. ging es auch bei L. nicht ohne Tränen ab (sein allerallerallerbester Freund seit ... 8 Jahre oder so kommt in eine andere Klasse), aber es ist nicht ganz so dramatisch für ihn wie für Q. damals, weil die beste Freundin und zwei gute Freunde bleiben. Trotzdem. (Anscheinend haben Q. sich als Schuler und wir als Eltern so gut benommen, dass Q.s Klassenlehrer bei der Aussicht auf noch drei Jahre Familie Brüllen kein Veto eingelegt hat und so werden beide Jungs die Primarschulzeit mit denselben Lehrern bestreiten.


Whats App mit dem Hübschen, eine Runde Strampeln, Abendessen (Couscoussalat für mich, Pizzaschnecken für die Jungs), eine Runde "betrübliche Ereignisse" (die zweite Hälfte der Dorffolge. "Was wollt ihr?" "KINDER BRENNEN SEHEN!"), dann Vorlesen, Buch, Bett (und immer noch Rücken. Aber besser Rücken als Niere).


Morgen abend kommt der Hübsche zurück und wir freuen uns schon sehr!


Stressleveldurchschnitt gestern: 32


Selbstbeweihräucherung: ich glaube, ich habe spontan einen guten Bewerbungsvortrag für uns als Katzenfamilie gehalten.