Sonntag, Februar 04, 2018

Fast nix

Haben wir heute gemacht. Aufgewacht bin ich erstmals um kurz nach sieben, als Little L. reinkam, um zu klären, ob es schon nach sieben sei, weil dann würde er jetzt aufstehen (ja, er kann die Uhr lessen, aber hat aktuell keine eigene bzw. möchte seine eigene nicht tragen, weil er Angst hat, sie zu verlieren, der Wecker im Bad ist runtergefallen und das LCD-Display so Schwarz verlaufen, dass man nicht sicher sein kann, ob es nach sieben ist oder ob die Klingonen der Föderation den Krieg erklärt haben, der Backofen hat zwar wieder eine Uhr, aber das ist ja auch relativ Frisch und ausserdem ist der unten, und für den Fall, dass es noch nicht sieben gewesen ware, hätt er den Weg nach unten umsonst gemacht, und der nächste Wecker ist bei uns im Zimmer, und wenn man sich ans Bettkopfende stellt, kann man sehr gut die Zahlen an der Decke lessen). Ich habe mich dann erstaunlich schwer getan, wieder einzuschlafen, aber irgendwann gings dann doch.
Kaffee und Internet im Bett, Frühstück mit Hefezopf aus dem neuen Ofen und aufgebackenen TK-Schokocroissants für die Jungs (der Ofen will immer und überall ein bisschen Dampf dazugeben. Hat bisher nicht geschadet), Sonntagsgeräume, viel Wäsche (wenn Pfadiübung und Bettenfrischbeziehtag zusammenfallen, dann gibt es irre viel Wäsche), Sendung mit der Maus, Osterurlaub in Berlin-Planung (es ist logistisch nicht ganz einfach, weil das Superburschigeschenk so gross ist, dass es nicht mit mehr als zwei Personen ins Auto passt. Es ist auch zu gross für Sperrgut versand bei Hermes, DHL und Konsorten, allerdings sind Flüge für die restlichen zwei Personen an Ostern dann doch so teuer und Twitter half bei der Suche nach den richtigen Suchbegriffen für "Ich will was mit einem Umzugswagen oder einer Spedition mitschicken", nämlich "Beiladung" und "Speditionsversand" und der Businesscase ist ja nun recht einfach: wenn es weniger als zwei (oder drei, weil beide Kinder gern mitfliegen wollen :-)) Flugtickets Basel-Schönefeld kostet, schicken wir es. Bzw. der Hübsche macht das. Aus Gründen.
Kurz vor Abfahrt zu der Geburtstagsfeier meiner Kollegin habe ich festgestellt, dass es gestern abend schon recht finster war, als die Kinderjacken nach der Pfadiübung den "Ist sauber genug"-Test bestanden haben und so gab es noch mehr Wäsche und ausserdem musste ich noch einen Reissverschluss in eine Skijacke wieder einnähen (Ich repariere ja schon nicht sooooo gerne, besonders ungerne flicke ich zerlöcherte Hosen, aber dass ich Jacken nicht wegschmeissen muss, sondern wenigstens für den Rest der Saison, hoffentlich auch noch für L. dann, reparieren kann, das freut mich dann doch sehr.
Dann: Geburtstag mit unglaublich leckerem Kuchen (Windbeutel sind mein allerliebstes!), Little L. mit einer augenscheinlichen Anziehungskraft auf kleine Mädchen, ein bisschen Gossip über meinen früheren Arbeitgeber, Chili con Carne und schon ging es wieder heim, Wäsche aufhängen und den Start in die nächste Woche planen.


Selbstbeweihräucherung: ich habe die Jacke repariert, nur zwei Portionen von dem Extraessen für die Vegetarier gegessen, das echt sehr, sehr lecker war, so dass sie noch genug hatten, ich habe den einen Gast nicht mit "Ah, du bist der, der die Stelle bei xy genommen hat, obwohl ich noch gesagt habe: Überall, nur nicht da! Und, wie läufts so?" begrüsst, sondern das erst später im Gespräch angebracht und vermutlich findet er mich jetzt doof . Naja. Aber ich hatte recht.