Sonntag, Juli 09, 2017

#noerdstrom Tag1: 983km

Heute war (bis auf die Rückfahrt dann, aber da denken wir noch nicht dran) der anstrengendste Tag unseres Roadtrips: Nach knapp 3 Stunden Schlaf sind wir dann heute um 4:09h aufgebrochen.




Die Kinder und ich haben erst noch gedöst, bis zum Sonnenaufgang.

Auf nahezu leerer Autobahn haben wir in gemütlichem Tempo mal die Reichweite in voll aufgeladen ausgereizt: nach 385km sind wir mit 15% Restladung in Wiesbaden am Supercharger gelandet.
Es ist ja immer ein bisschen eine Überraschung, was sich hinter den Symbolen auf der Karte verbirgt: W-LAN, Kaffee, Essen, Klo kann heissen McDonalds, Autorasthof, Tankstelle oder halt Marriott oder Mövenpick-Hotel. In dem Fall: Marriott und ich hatte kurz Bedenken, ob wir da um halb acht morgens einfach als Nichtgäste frühstücken können. Kann man aber und zwar sehr, sehr lecker!

Wieder voll aufgeladen ging es nach einer knappen Stunde weiter Richtung Norden. Am nächstesn vorgeschlagenen Ladestop (nur kurz) sahen wir die ersten norwegischen Teslas.
Auf der Gegenfahrbahn fuhren reihenweise Polizei- und Krankenwagenkolonnen vermutlich vom G20-Gipfel nach Hause...

Über die Fahrt selber lässt sich eigentlich gar nicht viel sagen: ich musste mich zwar an die ... sagen wir, sportlichere Version des Spurwechsels nach dem Software-Update erstmal gewöhnen und irgendwann glaubte ich dann, dass das Auto nicht volle Möhre in die Mittelleitplanke rauschen wird.
Unser Entertainmentkonzept ging auf: es wurde auf der Rückbank gemalt, Waldo gesucht, geklebt, gelesen und natürlich jede Menge Netflix auf dem Tablet geschaut. Der Hübsche und ich wechselten uns nach jedem Ladestop mit dem Fahren ab und Stau gabs nur einmal, da hat uns das Auto dann ein paar Kilometer parallel durch die Heide geführt.

Der letzte Ladestop war dann an einem sehr skurrilen Ort, nämlich dem Snow Dome in Bispingen, also so eine Art beschneite Indoorschneerampe auf dem platten Land. Davor ein aufblasbares Hofbräuhaus, das war schon sehr seltsam. Von acht Ladesäulen waren 6 von Norwegern besetzt :-).


Das letzte Stück (aus Gründen NICHT direkt durch Hamburg, sondern eben über Bad Segeberg) war dann noch unnötig spannend, weil wir beim Abbiegen auf die A21 irgendwas über "Sperrung am 9.7." lasen, aber halt nicht vollständig und dann war die Autobahn auch noch ganz leer, so dass wir uns nicht 100% sicher waren, ob wir vllt irgendwann vor einer Strassensperrung stehen würden.
Taten wir aber nicht, nach 983 km und knapp 13 Stunden hängten wir den Tesla an den Destination Charger vom NYachtclub Kiel, checkten in unser wunderbar grosszügiges Zimmer mit Blick auf die Förde ein, und liessen den Tag nach einem Spaziergang am Wasser (SCHIFFE!!!!) am Spontantipp einer Instagram-Followerin, der Seebar ausklingen.



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