Mittwoch, Juni 21, 2017

Standortvorteil

Ich weiss noch, als ich damals von meinem Aufenthalt in San Diego zurückgekehrt bin, war ich ein bisschen traurig, dass ich in Zukunft nicht mehr die Mittagspause im Pazifik badend verbringen können würde. (Ich vermisse noch viel mehr als das, aber das habe ich ja schon mal geschrieben).


Damals konnte ich ja noch nicht ahnen, dass ich badetechnisch mal am coolsten Ort .... lassen Sie uns mal realistisch bleiben .... der Nordwestschweiz arbeiten würde. Der beste Einstieg zum Rheinschwimmen* liegt nämlich direkt unterhalb des Elfenbeinturms.


Und so pilgern von Juni bis manchmal September mittags ab 11 Kollegen in Badekleidung Richtung Rhein über das Areal, packen unterhalb des Museums Kleider und Schuhe in den Wickelfisch und stürzen sich ins Wasser. Ein paar Kilometer flussabwärts klettern alle wieder raus, duschen (eiskalt), ziehen sich entweder in einer Strandkabine um oder laufen in nassen Badeklamotten an der Rheinpromenade wieder zurück. Vor dem Direktionsgebäude streift man dann schnell noch ein T-Shirt oder ein Kleidchen über**, zieht sich auf dem eigenen Stockwerk wieder in Arbeitskleidung um und am Nachmittag erkennt man die Schwimmer unter den Kollegen an dem seeligen Lächeln, den trocknenden Badeklamotten im Büro und der leicht derangierten Schwimmfrisur.








*Für den Fall, dass Ihnen ein Kommentar über "SCHWIMMEN IM RHEIN IST LEBENSGEFÄHRLICH!" unter den Fingernägeln brennt: man kennt sich hier aus.


** In unserer Firmen-Google-+ Commuunity gibt es die Rubrik: "Treasures from the archive". Vor ein paar Wochen wurde dort die Geschichte erzählt, wie der berüchtigte Generalsekretär in den 70ern immerin Badehose aus dem Direktionsgebäude zum Schwimmen und dann halt in Nasser Badehose zurückging. Eines Tages wurde ihm vom Pförtner die Tür des Direktionsgebäudes mit grossem Trara und Verbeugung geöffnet,, was ihn sehr irritierte, weil normalerweise kein so grosses Buhei gemacht wurde. Allerdings wusste er auch nicht, dass im Eingangsbereich eine sehr formelle japanisch Handelsdelegation wartete. Dank des geistesgegenwärtigen Pförtners waren sie nicht beleidigt, sondern hatten da Gefühl, den Firmenbesitzer höchstpersönlich getroffen zu haben, wenn auch in exzentrischem Outfit.


1 Kommentar:

Antje Hammer hat gesagt…

Aber müde ist man danach...