Freitag, April 22, 2016

Dann halt ...

... eigentlich wollte ich heute darüber schreiben, wie Kinderschulferien und zwei vollzeitarbeitende Eltern sehr wohl unter einen Hut zu bekommen sind, auch  Homeoffice *, aber dann dachte ich mir: ich habe einfach gar keine Lust darauf, mir anzuhören, dass ich ja wohl verrückt wäre mit diesem Pensum, dass das unglaublich beeindruckend wäre und das aber sonst niemand schaffen würde, dass ich drauf achten soll, dass ich mich nicht aufreibe, dass ich doch bitte aufhören soll, so rumzuprotzen, wie unglaublich effizient ich wäre,  und es gäbe genügend Jobs, in denen das nicht ginge, und klar ginge das bei uns, weil wir ja eine Nanny hätten und überhaupt, andere Männer, die könnten nicht einfach pünktlich nach Hause gehen und was mein Arbeitgeber denn denken würde, wenn er wüsste, dass ich während der Arbeitszeit Mittagessen kochen würde und die armen Kinder, und es darf nicht sein, dass man Vollzeitjob und Familie nur unter einen Hut bekommt, wenn man sich zerreisst, in Norwegen ginge es auch anders.
Deswegen schreibe ich das jetzt nicht, freue mich drauf, dass ich mit einer leeren To-Do-Liste (ANGEBERIN!!!!!), entspannt ins Ziel geschaukelten Deadlines und ferienmässig tiefenentspannten Kindern ins Wochenende starte und verwende meine Energie lieber drauf, bei den üblichen Schulferienberichten wie "Oh Gott, schon 3h Schulferien, ich würde die Kinder jetzt schon am liebsten an der Autobahnraststätte "vergessen", VEREINBARKEITSLÜGE!" einfach auf Durchzug zu schalten.
Morgen früh wird ausgeschlafen, könnte nämlich sein, dass eine Woche mit nur maximal 5 Stunden Schlaf pro Nacht dazu geführt hat, dass ich ein bisschen empfindlich auf witzige Seitenhiebe reagiere.

* wer hätte es gedacht? Man muss sich drauf einstellen, es unter einen Hut bringen wollen, realistisch bleiben, priorisieren, planen, wenig schlafen, ranklotzen statt motzen und halt einfach machen. So einfach, so schwer.