Samstag, Januar 16, 2016

Grosse Kinder

Grosse Kinder sind toll, man muss nicht mehr wickeln, an Babyessen für unterwegs denken, nicht mehr Hintern abputzen, Schuhe anziehen , tragen, nachts alle Stunde aufstehen,, irgendwann muss mann nicht mal mehr Lotti Karotti oder Obstgarten spielen, und wird erst um halb sieben flüsternd geweckt.
Dafür sehen Wochenenden dann auch gern mal so aus:
Irgendjemand muss beim Unihockeyheimturnier Beizlidienst machen von 8:00 bis 13:00, dazu muss auch irgendjemand einen Kuchen abliefern, irgendjemand anders muss mit dem kleinen Kind zum Schwimmkurs gehen, alle müssen das grosse Kind beim Unihockeymatch anfeuern, irgendjemand muss die Kinder zur Pfadfindernachtübung bringen und wieder abholen.



Und ja, als heute morgen der Wecker um sieben läutete, war ich nicht wirklich total begeistert bei der Aussicht auf 5 Stunden lang Kaffee machen, Hotdogs, Hörnli mit G'hacktem, Gummischlangen, Kuchen und Getränkeverkaufen. Vor Ort übernahm dann aber, wie die geschätzte Kaltmamsell das so schön nannte, mein innerer Kibbuznik und nach einer kurzen Anleitung durch den "Head of Beizli" haben der Vater eines Klassenkameraden von Little Q. und ich in Eigenregie das gar nicht schlecht gemacht.



Ich habe darauf verzichtet, alle Prozesse optimieren, der Supply an Gummischlangen war etwas knapp kalkuliert und wir waren vom Bedarf an HotDogs ("Mit Ketchup, Senf UND Mayo bitte") um halb 10 etwas überfordert, weil wir geplant hatten, erst gegen 11 die Hotdogmaschine anzuwerfen.
Nun denn, Little L. hat ein Schwimmabzeichen bekommen, Little Q. die erste Sportverletzung (Unihockeyball mit voller Geschwindigkeit auf den Oberschenkel geknallt, schön blau), seine Mannschaft hat fast gewonnen und ich mache jetzt grad Päuschen bis zur Nachtübung, wo wir dann dieselben Eltern wieder treffen werden ;-).