Montag, Dezember 15, 2014

Unzulänglichkeit, eigene. Gefühlt.

Seit eigentlich immer haben wir Weihnachten selbergemachte Kleinigkeiten an Lehrer, Kindergärtnerinnen, Krippenerzieherinnen, Karatelehrer, Schwimmtrainer etc. verschenkt.
Das gibt es dieses Jahr erstmals nicht, weil: ich kriege es einfach nicht unter, es war zu viel. Viel zu viel.
Das ist nicht (besonders) schlimm, ein bisschen schon, für mein perfektionistisches Ich ("Du hast das aber IMMER geschafft, das ist das letzte Jahr, wo Q. diese Lehrerin hat etc.blabla"), das realistische denkt: "Pfeif drauf, essen und schlafen sind wichtiger, als 38 Schokosalamis zu rollen, einzutüten, mit freundlichen Grüssen zu versehen und den Kindern getaktet am jeweils letzten Tag vor den Weihnachtsferien mitzugeben."
Was mir aber in der Seele wirklich weh tut, ist, dass es ausser einem stinknormalen Schokoladenkuchen mit Smarties keine Abschiedsgeschenke etc. für die Krippe geben wird. Der Grund dafür ist nicht nur der Zeitmangel, es ist viel mehr, dass ich es nicht schaffe, meine Wut und Trauer über das Ganze aussen vor zu lassen, wenn ich an den Abschied meiner Jungs nach 6.5 grösstenteils wunderbaren Jahren in dieser Einrichtung denke. Ich schaffe es nicht, Bilder oder Karten oder was auch immer mit Worten zu füllen, die dieser Zeit angemessen wären, weil ich so eine Riesenwut im Bauch habe. Natürlich nicht auf die Erzieher und Leiterin, überhaupt nicht, aber der Abschied ist für mich so negativ belegt und mit so viel Wut verbunden, dass ich es einfach nicht hinkriege. Und das ist dann natürlich unfair und ungerecht gegenüber dem Personal und dem, was sie in den letzten Jahren geleistet haben und deshalb fühle ich mich noch schlechter und werde noch wütender auf den neuen Träger und ach, so wird das nix mit dem weihnachtlichen Frieden.....

Kleiner Schwank zum Abschluss: Sie erinnern sich, dass wir am letzten Donnerstag die Verträge zum Unterschreiben bekommen haben? Am letzten Dienstag allerdings schon wurde eine Liste an die Krippenleitung gegeben mit den Namen der Kinder, deren Eltern den Vertrag schon unterschrieben zurückgeschickt hätten. Raten Sie mal, wer drauf war: genau. Little L. und Little Q. Und ausserdem noch Kinder, deren Eltern entweder heute immer noch gar keine Vertragsunterlagen haben oder aber schon die zweite falsche Vertragsversion bekommen haben. Ganz, ganz grosses Kino.