Dienstag, November 11, 2014

Hallamati, the Swiss Edition

Woanders wird schon in jungen Jahren gestreikt, hier fand heute mal wieder ein gänzlich martinsfreier Laternenumzug statt.

Der Hübsche hat ja die Familienehre (Ich sag nur: Melonenkugelausstecher. Was besseres gibts nicht zum Räbenaushöhlen) morgens in der Gruppe "Seepferdchen" hochgehalten.



Ein von @prozac74 gepostetes Foto on

Beim Umzug selber fehlte dann Little Q., der als Drittklässler eh nicht mehr aktiv eingebunden ist und vor die Entscheidung "Karatetraining" oder "Bruder beim Rübentragen bewundern" dankend das Dojo wählte, und erst auch ich, weil der Heimweg statt normalerweise 20 Minuten diesmal 90 dauerte und so traf ich den Hübschen direkt am Zug durchs dunkle Dorf.

Es war schon sehr nett, auf den Bildern sieht es noch netter aus, aber die unglaubliche Rührung, die Gerüchten im Internet zufolge die Eltern scharenweise erfasst, wenn ihr Kind mit einer Laterne durchs Dunkel läuft und singt, die wollte sich bei mir noch nie einstellen. Kann aber sein, dass das am hiesigen Singstil ("schaurig schön" vs. "Hauptsache, laut") und dem den ganzen Zug umwabernden Kohlduft der Räben liegt. Die verhindern übrigens auch spektakuläre Feueraktionen, denn auch mit echten Kerzen und nur so was kommt hier in die Rübe brennen die nicht, sie kokeln maximal an und stinken dabei bestialisch.

Doch, doch, es war schon schön. Ehrlich. Aber weinen muss man deswegen nicht. Also: ich nicht.







The Lantern