Dienstag, Oktober 14, 2014

Ehrenschwabe

Ist mir gestern aus gegebenem Anlass eingefallen: mein allererster Chef hatte auch mal Nierensteine und zwar folgendermassen: es war Silvester und er bekam Koliken. Höllische, wer schon mal Nierensteine hatte, weiss, wovon ich spreche. Er kannte das schon, hatte keine Angst davor, seine Frau war bereit, ihn in die Notaufnahme zu fahren. Daran hinderte er sie aber, weil ja eine Behandlung vor Mitternacht noch auf den Krankenkassenselbstbehalt des alten Jahres gerechnet worden wäre. Da er in dem Jahr kaum beim Arzt war, war der noch lang nicht ausgeschöpft, er hätte also alles selber zahlen müssen. Für das nächste Jahr war ja noch alles offen und die "Hoffnung", dass man im Laufe eines ganzen Jahres eben die Grenze noch erreichen könnte und so echtes Geld sparen könnte.
Ich weiss gar nicht, ob ich bei der Geschichte wegen der Selbstquälerei aus reinem Geiz (gehabt hätte er das Geld allemal) den Kopf schütteln soll oder die Standhaftigkeit aus Prinzip bewundern soll....