Freitag, September 19, 2014

Planänderung

Sie wissen ja: Freitag morgen ist (noch) frei und Wochengrosseinkaufszeit.
Ausserdem stand für heute morgen auf dem Plan: nach dem Einkaufen Kaffeemaschine entkalken, Wäsche aufhängen, zusammenlegen, eine Runde Crosstrainerstrampeln, duschen, vollwertiges Mittagessen kochen, Kinder um 12:00h - 12:20h freudig in Empfang nehmen.
.Und ab dann war es von einem wissenschaftlichen Standpunkt sehr interessant zu beobachten, was passierte.
In der Getränkeabteilung begann meine Nase zu jucken.
Vor dem Kühlregal ereilte mich ein Niesanfall deluxe ("Mhmmm, sooo kalt ist es hier gar nicht, komisch").
An der Käsetheke begann meine Nase zuzuschwellen und der Kopf zu dröhnen ("Mhmmm, komisch, aber das schwitze ich nachher beim Sporteln raus.")
An der Wursttheke begann mein Hals zu schmerzen ("Blöd, jetzt.").
Als ich vor dem Mehlregal Zopfmehl und verschiedene Roggenmehlsorten suchte, merkte ich, dass mein Nacken schmerzte ("Ob ich vielleicht ein kürzeres Programm am Crosstrainer laufe?").
Am Putzmittelregal wurde mir schwindlig ("Oder ich lasse das Sporteln heute sein? Vorsätze einhalten schön und gut, aber quälen muss man sich ja nicht")
Als ich mich bückte, um Flammkuchenböden aus dem Kühlregal zu holen, ereilte mich erst ein Schweissausbruch, dann wurde mir kurz mal schwarz vor Augen ("Oh je. Das mit dem Sporteln wird definitiv nix, wenn ich die Einkäufe hochgetragen habe, lege ich mich ins Bett")
In der Gemüseabteilung kam der Schüttelfrost ("Oh Mist, immerhin bis heim muss ich noch kommen"),
an der Kasse kam das Ohrensausen dazu ("Halt durch, immerhin sind die Kinder schon gross, zur Not bringt der Grosse den Kleinen zum Training, das geht schon")
Und jetzt habe ich es nach Hause geschafft, alles verräumt, liege im Bett und wenn alles super läuft, dann bin ich in 75 Minuten wieder gesund, weil dann muss ich die Fischstäbchen in den Ofen schieben. Wenn nicht, dann halt nicht, dann geht es irgendwie anders, aber hey: das war jetzt echt mal fix. Beeindruckend....