Mittwoch, August 22, 2012

Begonnen der Angriff der Partygäste hat....

So, am Samstag war es dann endlich soweit: der schon lange geplante Star Wars-Geburtstag für Little Q. stand vor der Tür.
Wir hatten insgesamt 9 Gäste mit stilechten Karten eingeladen (Danke, Larissa, für den Tipp mit Postalo, die waren grossartig!) und für alle eine Sternenkarte vorbereitet mit den verschiedenen Planeten, auf denen sie Prüfungen zu bestehen haben würden, um endlich in den Rang eines Jediritters aufzusteigen.

Die Planeten hatte ich in Jedipedia gefunden, ausgedruckt, augeschnitten und jeweils mit Fotokleberecken versehen. Auf Fotokarton habe ich dann mit Wasserfarben und all meinem künstlerischen Können die Planeten Hoth, Endor (aka der Waldmond von Endor), Coruscant, den Todesstern, Kashyyyk, Naboo und Tatooine gemalt und an den einzelnen Spielstationen aufgehängt.



In darin festgeklebten Briefumschlägen hatte ich dann die Planetenaufkleber verstaut. Die einzelnen Spielmaterialien hatte ich wie immer monkmässig in beschrifteten Kisten griffbereit verstaut,


 mit dem Hübschen und meiner Schwester (DANKE, DANKE, DANKE) hatte ich die besten Mitstreiter, die ich mir wünschen konnte. Und wie letztes Jahr kurz vor knapp kam dann doch auch noch das Dekogen (meiner Schwester) hervor und wir haben aus meiner Schneiderpuppe, Stillkissen, Handtüchern und den StarWarskostümen der Jungs (dafür war es nun wirklich zu heiss) ein Begrüssungskomittee gebastelt:

(die Wodkaflasche musste Yoda dann noch abgeben)

In der halben Stunde zwischen „Puh, alles gerade noch so fertig geworden“ und „Juhuuu, die Party geht los“, in der wir uns eigentlich noch mal kurz umziehen und einen Schnaps Espresso für die Nerven trinken wollten, haben wir dann die Hälfte der Gäste, die eine halbe stunde zu früh kam, davon abgehalten, sich mit den mitgebrachten angespitzten Holzpflöcken (wtf?), Laserschwertern und Einrichtungsgegenständen umzubringen.

Egal, irgendwann ging es dann aber wirklich los und Little Q. war nuerst einmal högscht begeistert von der Geschenkeflut. Bevor es dann aber an die Prüfung ging, war es Zeit für die Kuchenschlacht: Little Q. hatte sich einen Millenniumfalken gewünscht und ich mich dementsprechend eingelesen, Material bestellt und auf die Kreativität meiner Schwester gehofft. Am Freitag vorher hatte ich also zwei Schokoladenkuchen gebacken und jede Menge an potentiellem Baumaterial besorgt. Zusätzlich habe ich Tonnen an Ganache zum Einstreichen und Zusammenkleben besorgt, fertigen Rollfondant, Farbpaste und so Zeug. Die ersten Entwürfe (Little Q. hat uns seinen Legofalken als Modell zur Verfügung gestellt) sahen gar nicht so schlecht aus.


Das Zusammensetzen und Einwickeln mit Fondant hatte ich mir dann ein bisschen leichter vorgestellt, die extra gekauften Malstifte haben mal so gar nicht funktioniert, aber was solls: man kann erkennen, was es sein soll.

 (Nächstes Jahr dann wieder Smarties auf Schokoladekuchen oder so):
Die Kinder haben trotz Hitze und komischer Kuchenfarbe reingehauen wie die Scheunendrescher und auch das mit Waldmeistersirup yodagrün gefärbte Wasser brav getrunken.

Die dann anstehende Prüfung für die Padawane hat der Hübsche mit dem für 1 Euro bisschenwas bei Amazon erstandenen „Main StarWars Theme“ musikalisch eingeleitet. Kaum zu glauben, wie schnell der unentschlossene Haufen („Mhjmmmm, vielleicht habe ich ja doch noch Hunger, oder ich schmiere meinem Sitznachbarn wenigstens ein wenig Fondant ins Ohr...“) vor dem Sofa versammelt war. Nach einer bedeutungsschweren Rede über die Tugenden der Jediritter

 wurde jedem Kind ein beschrifteter (I< 3Dymo) Umschlag mit seiner noch leeren Sternenkarte überreicht.

Zum Abkühlen ging es als erstes nach Endor (auf den Waldmond von), wo es hiess „Schau nicht um, der Ewok geht um“. Ich hatte morgens noch schnell eine Ewok-Kappe genäht

und die musste sich dann der Herumschleichende überziehen.

Anstatt einen Gegenstand hinter einem Sitzenden fallen zu lassen, wurde der mit einem tropfnassen Ewokzeremonienstab im Nacken angetippt. Erstaunlicherweise haben alle Padawane diese Prüfung bestanden und so ging es weiter zum nächsten Planeten.
Die Truppe wurde geteilt, die eine ging nach Tatooine, dem Wüstenplaneten. Dort mussten nach einem Modell aus Lego eigene Podrenner zusammengebaut werden,

die dann an Schnüren befestigt wurden und um die Wette aufgewickelt.

Zusätzliche Herausforderung: sie mussten ganz bleiben!


Nebenan auf Hoth mussten die Jedischüler ihren Tastsinn schärfen und in Fühlboxen jeweils ein bestimmts Plastiktierchen herausfühlen.

Danach wurde dann gewechselt.

Auf den Sternenkarten wurde brav geklebt und dann die Route eingezeichnet.

Alle gemeinsam reisten wir dann auf den Planeten Naboo, der zu grossen Teilen mit Wasser bedeckt ist. Dieses Wasser musste mit Schöpfkellen in zwei Flaschen gefüllt werden

(man erinnere sich: das müssen Ninjas auch können. Jedis kriegen allerdings eben Schöpfkellen statt Becher und die Flaschenhälse sind auch enger).

Als nächstes ging es auf die „Reise nach Coruscant“. Wie man vielleicht nicht weiss, sind die Sitze im Senat sehr knapp und so kann es schon sein, dass der eine oder andere eben keinen mehr bekommt. Auch hier: 0.99€ well spent: die Kinder sind grossartig zum Emperor’s March um die Stühle herum gelaufen.

Hier teilte sich die Gruppe dann wieder, die eine reiste auf den Wookieplaneten Kashyyyk, um (keinen Moment zu früh, weil kaum waren sie fertig, wurden sich nur noch mit den Dingern auf dem Kopf herumgekloppt) aus Wellpappe, Papprolle, Ducttape und Isolierband Lichtschwerter zu basteln.

Währenddessen musste die andere Mannschaft auf dem Todesstern ganz, ganz leise nach dem tickenden Todesstein aka Küchenwecker suchen . Leider wurden sie beim dritten Mal erwischt und jeweils zu zweit an je einem Bein aneinander gefesselt. Ihre einzige Chance bestand darin, in einem Dreibeinrennen zu fliehen ;-).

Als dann endlich alle Sternenkarten komplett waren, versammelten sich die Jedianwärter in der Cantina von Mos Eisley, um bei einem kühlen Cocktail auf die Ergebnisverkündung des hohen Rats zu warten. 



(Das war der Plan. In Wirklichkeit sind 11 entfesselte Springböcke mit Lichtwertern durch den Garten gejagt und haben sich verdroschen). YodaSoda, Sith-Schorle und der Skywalker Smoothie kamen aber trotzdem gut an.

Zum Abschied bekam jedes Kind das obligatorische Mitgeb-Säckchen, dazu ein leuchtendes Knickarmband in seiner Lichtschwertfarbe (das kam natürlich auch mit) und eine Urkunde mit seinem eigenen Jedinamen.

Den Kindern hat es Riesenspass gemacht, wir Grossen waren danach wie immer wie erschlagen, aber mich freut es natürlich trotzdem riesig, dass alls so gut geklappt hat.
(Gestern sagte Little L.:“Gell, Mami, als nächster habe ich Geburtstag. Ich will einen Piratengeburtstag und ich habe auch schon ganz viele Ideen. Wann machen wir einen Plan?“)