Dienstag, Januar 31, 2012

Seelenfrieden

So. Nachdem es hier gestern den ganzen Tag und und die ganze Nacht "so was wie geschneegriesselt" habt, haben wir hier auch so was wie eine geschlossene Schneedecke. Von der Höhe her, so ungefähr 1-2 Schneeflocken hochkant. Ich merke, wie das bei mir für eine Art Seelenfrieden sorgt. (Und das nicht nur, weil ich morgens eine halbe bis ganze Stunde länger das Bürogebäude nahezu menschenleer für mich allein habe, weil ja alle mit den "winterlichen Strassenverhältnissen" kämpfen). Für mich gehört Schnee einfach zum Winter (wenn Sie jetzt in Bayern oder im Erzgebirge oder überall anders als hier am Oberrhein schon seit Wochen bis zur Oberkante Unterlippe eingeschneit sind und in Ihrer Freizeit Eislaufhallen von meterdicken Schneedecken befreien oder Flugzeuge oder Weichen enteisen, dann dürfen Sie genervt aufseufzen) und ich habe erst gemerkt, wie sehr winterliches Weiss für meine Tiefenentspannung (hahahaha, tiefenentspannt. Ich. Nie!) nötig ist, als ich realisierte, dass wir in ungefähr die wärmste Ecke Mitteleuropas gezogen sind (jaja, hätte man auch mal vorher dran denken können, ich weiss) und Schnee zur Glückssache wurde. (Das war zB mal eine schöne Überraschung, damals).
Alle Welt bibbert vor dem Sibirienhoch Cooper und hier hat es, wenn man den Windchill mit einrechnet, mal knapp 0°C (Okay, am WE erwartet man wohl -10, aber das glaube ich erst, wenn ich friere!)

Ansonsten:

  • auch ohne Schnee ist mein Aggregatszustand, zumindest was die Arbeit angeht, so entspannt wie selten. "Laid back" sozusagen. (Klar, wann, wenn nicht jetzt, mit noch 7 Arbeitstagen und dem Rest von heute to go). Das ist ganz untypisch für mich, wird nicht so bleiben, und das ist auch gut so, aber hey: was könnte das Arbeitsleben entspannt ablaufen, wenn man immer so wäre.

  • heute morgen, beim Bändigen der frischgeschnittenen Strubbel: ich fand es erst komisch, als meine Hairstylistin am Samstag zum Styling das Glätteisen ausgepackt hat, weil: ich = Spaghettihaare, was will man da noch glätten? Aber irgendwie hat es schon was gebracht, mehr, als eine Bürste, guter Wille und dann doch wieder Strubbelstyling mit Wachs, damit es wenigstens gewollt und nicht nur nicht gekommt ist. Ich werde natürlich trotzdem keines anschaffen, weil Glätteisen + ich = massive Verbrennungen auf dem Kopf und abgeschmorte Haare. Dann lieber nicht ganz so glatt.

  • Little L. ist immer wieder ganz begeistert, dass wir beide "lueg amol, Mami, gliiche Hoorfarb" haben (auch wenn meine nicht ganz echt ist, aber soweit wollen wir mal nicht ins Detail gehen.) Was ich ihm leider auch vererbt habe, ist die Neigung zu Wachstumsschmerzen.Und so plagt er sich die letzten beiden Nächte schon mit andauernden Beinschmerzen und ich mit massivem Schlafmangel ab..... (da hätten sich doch mal die Gene des Hübschen durchsetzen können, der auch ohne Schmerzen gross geworden ist)