Samstag, Dezember 18, 2010

Downward spiral

Wenn man "nur" wegen langem Husten, Schnupfen etc. der beiden Jungs (und ausserdem "Heute nacht hatte Little L. einen sehr schnellen Herzschlag") zum Kinderarzt geht, sind die folgenden Aussagen nicht unbedingt das, was man hören möchte:
"Mhmmmm, das würde ich gerne noch jemand anderen anschauen lassen."
"Kinderspital Aarau oder Basel?"
"Sie sollten am besten direkt fahren"
"Wir ziehen am besten noch die Kardiologin dazu."
"Guten Tag, ich bin Professor blalablubb und das sind meine 15 Assistenzärzte. Wer will spritzen? Sind die Paddles parat?"
"So, wir verlegen Sie jetzt auf die Intensivstation. Die Ambulanz kommt gleich."
"So, könnten jetzt bitte alle anderen Eltern den Raum verlassen?"
und zu guter Letzt "So, er merkt jetzt nichts mehr. Gehen Sie bitte auch raus, wir holen Sie, wenn wir fertig sind."

Erst "So, fertig, auf Anhieb alles gut gegangen" lässt einen dann wieder aus dem Alptraum aufwachen. Mittlerweile sind Little L. und ich wieder heil, nur unausgeschlafen zu Hause und zB um die Erfahrung einer Krankenwagenfahrt und einen Krankenwagenbären reicher. (Wenn Sie sich trauen, googeln Sie "Supraventrikuläre Tachykardie", "Vorhofflattern", "Elektrokonversion". ich tus nicht, weil wenn es das eigene Kind ist, dann sind schon die Sachen, die bereit gelegt werden, die Spritzen, die "Wir werden sie sicher nicht brauchen." aufgezogen werden, nur für den Fall eines Falles, zu viel.
Und wir machen da weiter, wo wir eigentlich nach dem Kinderarztbesuch gestern sein wollten: Nasentropfen, Salwasserspülung und Montag Kontrolle, ob es nun eine MOE ist.
Was ein Scheiss. Echt.