Dienstag, Juli 21, 2009

Vom Umgang mit Erziehungstipps von professioneller Seite

Ich musste, als ich bei Larissa das hier las, an eine Geschichte denken, die ich schon lange aufschreiben wollte:
Little Q. und Au-el haben sich vor langer Zeit schon als Verabschiedung das unglaublich reife "Tschüss, Gaggibolle (=Kackwurscht)" einfallen lassen. Damit verabschieden sie sich voneinander, von wildfremden Kindern auf dem Spielplatz, vom Pfarrer nach der Taufe, nun ja. Unsere ernsten Ermahnungen, dass das doch dumm und kindisch und eklig sei, wurden mit hysterischem Gelächter quittiert.
Nun hat Little Q. diesen Gruss auch nach dem "Offenen Singen" in der Krippe an den Mann/die Frau gebracht. Seine Gruppenleiterin gab mir daraufhin den Tipp, den "Gaggibolle" symbolisch in ein Säckchen zhu verpacken, aus dem Fenster zu werfen und somit wäre dieser Gruss für immer passe (ich weiss, da gehört ein Accent drauf, aber ich bin zu faul, das richtige e zu suchen).
Little Q. schaute mir also äusserst interessiert zu, wie ich symbolisch Fäkalien in ein virtuelles Säckchen packte und aus dem, Gottseidank, offenen Fenster schleuderte. Er verabschiedete sich also gesittet ("Der Gaggibolle liegt ja dusse") von seiner Krippenmannschaft und begleitete mich nach draussen.
Vor dem offenen Fenster stürzte er sich begeistert auf das virtuelle Säckchen Sch.eisse, riss es an sich und war überglücklich, sich nun wieder adäquat verabchieden zu können.
Wir haben das Ganze nun so geregelt, dass es genau eine Gelegenheit gibt, wo man diesen Spruch sagen darf: beim Spülen nach dem grossen Geschäft.