Dienstag, Januar 20, 2009

Geschmacksnervenfolter

Wie schon das eine oder andere Mal erwähnt, schlucke ich ja seit Monaten Unmengen an Magnesiumtabletten, um die Frühwehen/Wadenkrämpfe/Übungeswehen etc. in Schach zu halten.
Gestern flattert mir die Abrechnung der Krankenkasse ins Haus: trotz vorbildlich ausgefüllten Rezepts meiner Frauenärztin (sobald auf dem Rezept "schwanger" angekreuzt wird, wird von der Krankenkasse alles ohne Selbstbeteiligung bezahlt) soll ich meinen Magnesiumverbrauch selber bezahlen (das sind immerhin ca. 100 - 150 CHF pro Monat).
Naiv wie ich bin, dachte ich an einen kleinen Irrtum, der sicher mit einem Anruf zu beheben wäre. Aber Pustekuchen: die Magnesiumtabletten gelten als Nahrungsergänzungsmittel, die auf einer "Negativliste" für die Zusatzversicherung stehen. Als Alternative gibt es grauenvoll schmeckendes Granulat, das aus irgendeinem gesetzlich vorgeschriebenem Grund von der Grundversicherung gezahlt werden MUSS. Bei der Schwangerschaft mit Little Q. war das alles noch kein Problem... (Unnötig zu erwähnen, dass jeder homöopathische oder anthroposophische Schnickschnack anstandslos gezahlt würde, oder?)
Ich stehe also nun vor der Wahl, die nächsten zwei Monate entweder meine Geschmacksnerven drei bis viermal täglich mit einer widerlichen orangenen Süssstoffbrühe zu vergewaltigen oder aber zu zahlen....